HochzeitHeute soll der Bundesrat eine vollständige Gleichstellung von homosexuellen Lebenspartnerschaften mit der Ehe beschließen. Aus diesem Anlaß, aber auch wegen der gegen ihre Person gerichteten Attacken schrieb Klaus Hildebrandt an die Ministerpräsidentin des Saarlandes:

Von Klaus Hildebrandt <Hildebrandt.Klaus@web.de>, An a.kramp-karrenbauer@staatskanzlei.saarland.deHomo Ehe

Sehr geehrte Frau Kramp-Karrenbauer,

wie ich dieser Meldung „welt.de/politik/deutschland/article141950881/Kramp-Karrenbauer-wegen-Volksverhetzung-angezeigt.html“ entnehme, wurden Sie von einer Berliner Anwältin auf Grund Ihrer jüngsten Äußerungen zur “Homo-Ehe” wegen Volksverhetzung und Beleidigung angezeigt. Dazu möchte ich Folgendes sagen.

Selbstverständlich sind die gegen Sie erhobenen Vorwürfe haltlos, zeigen jedoch das Ausmaß einer schwul-lesbischen Aggression, die ihren Ursprung im politischen Opportunismus hat. Die Schwulenlobby schaffte es in nur wenigen Jahrzehnten, sich durch Zuckerbrot und Peitsche bis in die obersten Etagen von Politik und Gesellschaft hochzuhangeln und an wichtigen Schaltstellen einzunisten. Das war ihr Konzept und das ist es heute noch, wobei man weder Jurist noch Politologe sein musste, um diese für unsere Gesellschaft tödliche Entwicklung vorhersehen zu können. Und wenn Sie Pech haben, dann geraten Sie auch noch an eine schwule Quoten-Richterin, die Ihnen das Zuhören schon lehren wird. So sieht es aus in unserem Lande und, wie man sieht, geht es munter weiter.

Es gehört wohl zur Ironie der Zeit, dass Sie als hohe christliche Repräsentantin des Saarlandes, Mitglied im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (von dem ich leider nichts halte) und auch noch Mutter dreier Kinder nun am eigenen Leibe die Folgen des Genders und der von Frau Merkel erst vor wenigen Monaten populistisch verkündeten “modernen CDU” zu spüren bekommen. Kenner der Materie wissen, dass die Schwulenlehre ein langfristig angelegtes Projekt von SPD, Grünen und Linken ist, aber auch Ihre CDU spielte und spielt weiterhin bei der Verbreitung dieser familienzerstörerischen Ideologie eine unrühmliche Rolle, indem sie sich passiv zum gefährlichsten aller Zeitgeister, – dem Genderismus – verhält.

Heute wird im Bundestag ein von den o.g. Parteien formulierter gemeinsamer Antrag zur vollständigen Gleichstellung von homosexuellen Lebenspartnerschaften mit der Ehe debattiert. Meine eindringliche Bitte an Sie: Nutzen Sie die wenigen verbleibenden Stunden zum intensiven Lobbying innerhalb Ihrer CDU und setzen Sie sich dafür ein, dass das Thema Homosexualität in Zukunft von der deutschen politischen Agenda verschwindet und wir endlich wieder zu einer normalen Familienpolitik zurückkehren können. Sie haben völlig recht wenn Sie hinterfragen, was in Zukunft noch alles unter “gleichgeschlechtlicher Ehe” auf unser Land zukommen könnte und sicherlich auch würde. Was die Väter des Grundgesetzes seinerzeit unter den Begriffen von Ehe und Familie verstanden und auch meinten, ist so klar, dass es eigentlich überhaupt keiner Diskussion dazu bedarf.

Da auch gleichgeschlechtliche "Ehepartner" ein Recht auf eigene Kinder geltend machen, wären Volladoption, künstliche Befruchtung und Legalisierung der Leihmutterschaft zwingende Folge. Das natürliche Recht des Kindes auf Vater und Mutter würde damit abgeschafft. Dies dürfen wir nicht zulassen...

Lassen Sie mich mit einem Zitat aus der Rede Konrad Adenauers enden, dass dieser einfache, kluge und aufrichtige Mann wohl im Jahre 1950 auf dem 1. Bundesparteitag der CDU gesagt haben soll:

„Wenn wir nicht den Staat wieder seiner Allmacht entkleiden, wenn wir uns nicht von der Vorstellung wieder freimachen, dass der Staat willkürlich Recht schaffen und Recht aufheben kann, wenn man nicht für den einzelnen Menschen, wie für Völker Rechte anerkennt, die, weil im Naturrecht verankert, nicht geändert und entzogen werden können, wird keine Ruhe, keine Ordnung, keine Sicherheit mehr auf Erden sein. Unsere christliche Überzeugung verpflichtet uns, diesen Gedanken des Rechts zu stärken und neu zu beleben.”

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Hildebrandt

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Von conservo

Conservo-Redaktion