Thomas Böhm
Thomas Böhm

Von Thomas Böhm *)

Wer die Entwicklungen der letzten Jahre verfolgt hat und weiß, wie Islamisierung funktioniert, wird über diese neuesten Zahlen nur wenig erstaunt sein:

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) schätzt die Zahl der Islamisten im Deutschland („islamistisches Personenpotenzial“) auf 43 890 (2013: 43 190). vor zwei Jahren lag die Zahl noch bei 42 550 Islamisten in Deutschland.

Ende 2013 gab es laut Verfassungsschutz zudem bundesweit mehr als 30 aktive islamistische Organisationen.

Vor allem salafistische Gruppierungen erhalten dabei weiter starken Zulauf: Ende 2014 lag deren Zahl bei 7000 (2013: 5500). Inzwischen ist die Zahl der Salafisten in Deutschland aber auf 7500 Personen angestiegen.

Gleichzeitig kämpfen immer mehr Muslime aus Deutschland als „Heilige Krieger“ oder Dschihadisten im Nahen Osten! Sie stammen meistens aus der salafistischen Szene in Deutschland: Die Zahl der Syrien-Kämpfer aus Deutschland liegt inzwischen bei mehr als 700. Die meisten davon haben einen ISIS-Bezug.

Von ihnen geht dabei nach Einschätzung von Experten auch die größte Gefahr für die innere Sicherheit Deutschlands aus. (http://www.bild.de/politik/inland/islamismus/verfassungsschutzbericht-islamistische-gefahr-deutschland-waechst-dramatisch-41575940.bild.html)

Und das sagt unsere Bundeskanzlerin dazu: „Es ist offenkundig, dass der Islam inzwischen unzweifelhaft zu Deutschland gehört.“ (http://www.welt.de/politik/deutschland/article143362699/Islam-gehoert-unzweifelhaft-zu-Deutschland.html)

Ein Begriff, der kürzlich vom „Spiegel“ im Zusammenhang mit einem gewohnt grausamen Islam-Anschlag gefallen ist, sollte uns allerdings in diesem Zusammenhang aufhorchen lassen machen: „Yassin S. hat laut französischen Medienberichten den Ermittlern den Mord an seinem Chef gestanden. Rund 48 Stunden nach seiner Festnahme äußerte sich der Täter erstmals zum Hergang der Gewalttat im ostfranzösischen Saint-Quentin-Fallavier. Außer seinem Geständnis wurde bisher nichts über seine Aussagen bekannt. Am Sonntag wird Yassin S. nach Paris gebracht, dort soll er von Anti-Terror-Spezialisten weiter verhört werden.

So bleiben die Motive des 35-jährigen Familienvaters weiter im Dunkeln. Wer ist Yassin S.? Wer ist jener Mann, der offenbar seinen Chef enthauptete und am Tatort eine islamistische Fahne hinterließ? Der womöglich versuchte, auf dem Gelände eines Gaswerks verheerende Explosionen auszulösen? Der nach bisherigen Erkenntnissen ein unauffälliges Leben vor den Toren von Lyon führte?…“ (http://www.spiegel.de/politik/ausland/attentat-in-frankreich-yassin-s-legt-gestaendnis-ab-a-1041047.html)

Was sollen wir daraus lernen? Welch‘ terroristisches Gemüt versteckt sich unter dem Mantel des „unauffälligen Familienvaters“? Sollten wir jetzt den Gemüsehändler von nebenan, den Friseur von gegenüber, den Taxifahrer an der Kreuzung, die Vollverschleierte auf dem Gehweg unter Beobachtung stellen?

Tatsache ist, dass nicht nur mit den IS-Terroristen, die jetzt mit den so genannten Flüchtlingen in unser Land strömen, Anschläge im Namen Allahs näherkommen. Es ist Fakt, dass in unserem Land schon seit langem überall „Schläfer“ auf ihren Weckruf zum Einsatz warten und unsere Sicherheitsorgane vor ein nicht zu bewältigendes Problem stellen – zu viele Moslems wurden in den letzten Jahren durch die Chef-Ideologen des Islams gehirngewaschen und radikalisiert und es liegt in der Natur des Korans, dass hier keine Widersprüche akzeptiert werden.

Dank unserer „weltoffenen“ und „toleranten“ Politiker, die den Islam nicht nur willkommen heißen, sondern ihn auch fördern, wo es nur geht, hocken die Schläfer bereits europaweit in den Startlöchern. Vermutet werden sie mittlerweile überall: in den Parteien, in der Regierung, im Abgeordnetenhaus, in der Wirtschaft, in der Verwaltung, in der Kommunikationbranche und eben im alltäglichen Leben.

Wissen wir wirklich, ob der Postbote uns in freundlicher Absicht das Päckchen vor der Wohnungstür überreicht? Können wir wirklich den Beteuerungen der friedlichen Moslems vertrauen, wo wir doch wissen, dass das Lügen und Täuschen zur Islamisierungs-Strategie dazugehört?

Von Einzeltätern zu sprechen, wie es viele Journalisten tun, um uns einzuschläfern, ist fatal. Denn obwohl es sich hier und da um „Einzelpersonen“ handelt, die diese abscheulichen Taten begehen, steht ein mittlerweile weltumfassendes Netzwerk dahinter: Das Netzwerk des Glaubens. Das Netzwerk des Korans. Das Netzwerk des Islams! Und ein paar Gemäßigte haben es noch nie geschafft, die Bösen dieser Welt zur Umkehr zu bewegen, dazu reicht ein kurzer Blick in unsere eigene Vergangenheit.

In der „Welt“ glaubt Stefan Aust, dass wir uns bereits in einem Weltkrieg mit dieser teuflischen Ideologie befinden. Damit hat er Recht. Allerdings irrt er sich, wenn er behauptet, dass nur die Muslime die Probleme mit dem Islam aus der Welt schaffen können: „Kein aufgerüsteter deutscher Verfassungsschutz, keine Globalüberwachung durch die NSA, kein neues Sturmgewehr für die Bundeswehr wird diesen mörderischen Spuk aufhalten. Es ist die islamische Welt selber, die ihre wild gewordenen Glaubensgenossen aufhalten muss. Nur sie kann es, sie muss es. Da reichen rituelle Beileidsbekundungen anlässlich jeder neuen Mordtat nicht aus.“ (http://www.welt.de/debatte/kommentare/article143169018/Wir-befinden-uns-im-Weltkrieg-gegen-den-Terror.html)

Hierzu hat Paul Nellen eine glänzende Antwort auf der „Achse“ geschrieben: „Wir befinden uns im Weltkrieg gegen den Terror, meint Stefan Aust in der WELT – “besiegen” können den Jihadismus aber “nur die Muslime selbst”: Wirklich nur die Muslime selbst? Das Vertrauen in die Selbstheilungskräfte des Islam, in die “peace-keeping mission” von Moscheen und Imamen in Deutschland gegenüber dem gewaltbereiten Islamismus, erscheint ungefähr so naiv, wie vor 40 Jahren die Vorstellung eines “mäßigenden” Einflusses der SPD (oder “gemäßigter Linker”) auf die RAF gewesen wäre. Eine auf Jahrzehnte angelegte, viel Papier, manche neue Lehrstühle und zahllose Dialogveranstaltungen produzierende Strategie, aber ohne jede Aussicht auf Erfolg. Denn zugleich – allen islamischen Gräueln zum Trotz – wächst die Anziehungskraft dieser Religion auf allen Kontinenten – 2050 wird der Islam 2050 die stärkste Religion weltweit sein – und erhöht damit die Siegeszuversicht der Muslime.

Insbesondere jener, die mit Khomeini der Auffassung sind, dass “der Islam es allen erwachsenen Männern zur Pflicht macht, sich für die Eroberung bereit zu machen, auf dass dem Wort des Islam in jedem Lande Folge geleistet werde”. Warum sollten gerade sie sich in einen innerislamischen Linienkampf stürzen, wenn es trotz Terrors und trotz des “IS” doch unterm Strich so gut für den Islam läuft? Und haben Fatwas oder eine “theologische” Verurteilung von angeblicher religiöser “Abweichung” schon jemals die irrenden Fanatiker oder “Abweichler” von ihrem Kurs abgebracht und zur Umkehr gezwungen?

Auf islamische Selbstheilung zu vertrauen, während die islamistische Ansteckungsgefahr zunimmt, ist bei weitem der gefährlichste Therapievorschlag angesichts der erschreckenden Faszination, derer sich der Islamismus und der Jihadismus derzeit erfreuen. Akute Massenansteckung verhindert man nur durch konsequente Isolierung und Quarantäne der Infizierten – und durch strenge Verhaltensvorschriften für den Umgang mit ihnen. Zugleich gilt das Vorbeugeprinzip gegenüber den noch nicht Angesteckten. Konkret für uns im Westen bedeutet das die strikte Unterordnung aller Religionen einschließlich des Islam unter die gültige Rechtsordnung und unter das Säkularstaatsprinzip.

Dieses verhindert, dass sich schleichend die Scharia und ihre zahllosen, zur gegengesellschaftlichen Differenz aufrufenden “göttlichen” Rechts- und Verhaltensnormen neben und über die vom Naturrecht abgeleitete Grund- und Menschenrechtsordnung unseres Landes etabliert. Man muss sich nur einfach wieder bewusst werden und es zu schätzen wissen, dass es dieses historisch begründete fundamentale Prinzip der Trennung von Religion und Politik resp. Staat überhaupt gibt. Dass es die Basis der zivilisatorischen Identität Europas darstellt. Angesichts der akuten Tendenz, alles kulturrelativistisch einzuebnen, was zu den unverhandelbaren Grundlagen der modernen europäischen Zivilgesellschaft gehört, und es mit den Werten anderer, vormoderner Kulturen “gleichzustellen”, droht dieses Wissen von der friedensstiftenden Rolle des Säkularprinzips allmählich verloren zu gehen.

Die schleichende Selbst-Entsäkularisierung des Westens ist der Kern und das Einfallstor der vielfach zu beobachtenden “Islamisierung”, die vor allem ein Projekt orientierungsloser Linker und einiger islamischer Verbandsfunktionäre ist, die sich dazu arbeitsteilig verbunden haben: “Eine gewisse Islamisierung des Abendlandes, das nach dem Tod Gottes den Glauben an sich selbst verloren hat, kann nicht nur den modernen Muslimen aufhelfen, sondern auch Europa nachhelfen” (Claus Leggewie, “Alhambra – Der Islam im Westen”, Rowohlt 1993). (http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/warten_auf_2050)

Der Koran ist als „Wort Gottes“ unantastbar, der Islam eine Religion für Strenggläubige. Keine Religion auf dieser Welt hat so viele Vorschriften und Regeln für den Alltag ihrer Mitglieder im Programm, wie der Islam. Das geht morgens um 4 Uhr los und hört auch nicht abends, wenn der Kühlschrank aufgemacht wird, auf. Er lockt also nur Leute an, die es mögen, ihr Leben unter den Scheffel einer Religion zu stellen. Was also macht der so genannte „moderate“ Moslem, wenn es hart auf hart kommt? Entscheidet sich der Moslem wirklich für die säkulare Freiheit und wirft seine heilige Schrift ins Feuer, wenn der Druck im Kessel steigt, die Radikalen immer mehr die Oberhand gewinnen und der Widerstand bei den Bürgern andere Formen als jetzt annimmt? Oder entscheidet er sich letztendlich dafür, an der Seite seiner im Namen Allahs aktiven Glaubensbrüder gegen die Ungläubigen zu kämpfen?

Gott behüte, aber ich weiß es wirklich nicht, aber wenn es denn zu einem Islam-Anschlag um die Ecke kommt, hoffen wir doch alle, dass wir so ähnliche Nachrichten lesen können wie diese hier:

Angestellte eines Hotels (in Berlin) haben offenbar heroischen Einsatz gezeigt, um ihre Gäste vor dem Terroristen zu bewahren, der am Freitag Dutzende Menschen kaltblütig erschossen hat. Wie Augenzeugen berichten, hätten muslimische Angestellte des Hotels „Bellevue“… ein menschliches Schild um einige (Bürger) gebildet, um sie vor dem Todesschützen abzuschirmen. Das berichtete die britische Zeitung „Daily Mail“. „Du musst uns zuerst töten“, hätten sie dem Attentäter zugerufen. „Du musst an uns vorbei, aber wir sind Muslime.“ Der Terrorist hatte offenbar deutlich erklärt, er habe es auf (deutsche Bürger) abgesehen. (http://www.n-tv.de/politik/Muslime-schuetzten-Touristen-vor-Terroristen-article15399066.html)

*) Der Berufsjournalist Thomas Böhm ist Chefredakteur des Mediendienstes „Journalistenwatch“ und ständiger Kolumnist bei conservo

http://www.conservo.wordpress.com

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