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Von Thomas Böhm *)

Thomas Böhm
Thomas Böhm

Ich hätte es wissen müssen. Kaum bin ich aus dem Kriegsgebiet Berlin geflohen – in dem unter der Leitung von Innensenator Frank Henkel marodierende Banden den öffentlichen Raum zum lebensgefährlichen Pflaster verwandelt haben – um hier in der ostdeutschen Provinz Asyl zu beantragen, folgen andere nach und so musste ich gestern in einer Zeitung lesen, dass man direkt in meiner Nachbarschaft ein neues Asylheim einrichten will. In einer ehemaligen Schlachterei, in der zuvor massenweise Schweine ihr Leben lassen mussten. Die Information kam erst an die Öffentlichkeit, nachdem das Objekt gesichert worden war – aus Angst vor Anschlägen. Mal abgesehen davon, dass diese Entscheidung eine Zumutung für die vielen muslimischen Asylbewerber ist, die nun auf schweineblutgetränkter Erde hausen müssen, zeigt die Informationspolitik, wie groß der Spalt zwischen denjenigen ist, die die so genannten Flüchtlinge ins Land locken und den Menschen, die mit den so genannten Flüchtlingen leben und für ihr Wohlbefinden zahlen müssen.
Die Wut der Bürger hier vor Ort staut sich ob dieses ungerechten Wahnsinns immer mehr. Denn viele, vor allen Dingen ältere Menschen, leben am Rande des Existenzminimums, obwohl sie oft mehr als 40 Jahre lang geschuftet haben und nun sehen müssen, wie ihre Steuergelder für andere mehr oder weniger Hilfsbedürftige verbrannt werden und somit kein Geld mehr für Straßenreparaturen oder notwendige Neubauten von Schulen und Kindergärten übrig bleibt. Und natürlich sind die Menschen nicht nur hier stinksauer, wenn sie nach jedem Falschparken kräftig löhnen müssen, die armen Menschen aus Nah und Fern aber klauen können wie die Raben, ohne anschließend belangt zu werden.

Ein Leserbrief an eine Lokalzeitung zeigt das ganze Ausmaß der Misere: „Nach der Veranstaltung im Kurmittelhaus werden die Anwohner der Altstadt vor allem die Anlieger rund um die Schule, zu denen auch ich gehöre, momentan als aggressiv und fremden-feindlich hingestellt. Diese Einschätzung trifft nicht zu. Die meisten Unruhestifter wohnen nicht einmal in der Nähe der neuen Flüchtlingsunterkunft.
Dass diese zweistündige Bürgerversammlung nicht ganz emotionslos vonstattengeht, war zu erwarten. Fakt ist, den Grund der Veranstaltung erfuhr man lediglich durch die Presse. Der Veranstaltungsort war zu klein gewählt, direkt betroffenen Einwohnern wurde der Zutritt zunächst verwehrt. Die Rede des Landrates war zu lang und mit Zahlen überladen. Die Beleidigung einiger Wortmelder, dass wir bildungsarm wären und uns schämen sollten; der misslungene Versuch, einen Vortrag per Computer abzuspielen; die unklaren Antworten und Bemerkungen auf viele Fragen und gut recherchierten Argumente; die ständigen Zwischenrufe haben uns wertvolle Zeit gestohlen, unsere Bedenken zu äußern und trugen nicht gerade dazu bei, die notwendige Ruhe wiederherzustellen.
Eine vernünftige Diskussion unter diesen Umständen war dadurch kaum möglich. Hinzu kam ein desinteressierter Ortsbürgermeister, der mehrmals die Veranstaltung verließ und ansonsten nichts zu sagen hatte. Leider fehlten diese Punkte in dem Zeitungsartikel, und wir werden somit in ein schlechtes, vor allem falsches Licht gerückt.
Dass die Unterbringung bereits beschlossene Sache ist, wurde uns unmissverständlich mitgeteilt. Ob unsere Vorahnungen eintreffen, werden wir sehen. Ich hoffe nur, dass nicht nur die Begrüßung der Flüchtlinge pressewirksam in unserem vergessenen Altstadtviertel stattfindet, sondern es auch dann noch beachtet wird, wenn die von uns befürchteten Probleme eintreffen sollten…“
Im Gegensatz zu unseren verantwortungslosen Politikern und blinden Journalisten, die sich alle in der grenzenlosen Weltoffenheitsfalle verrannt haben und nun krampfhaft, aber vergeblich versuchen, sich wieder herauszuwinden, in dem sie die Bürger belügen und für dumm verkaufen, zeigen die Leute hier Herz, aber noch mehr gesunden Menschenverstand.
Sie sind freundlich und zuvorkommend, wenn der Asylant das ebenfalls ist. Wenn ein armer Mensch sich aber erdreistet, irgendwelche älteren Frauen zu erschrecken und sich dann schlapp zu lachen, oder eine jüngere anzubaggern, geht der Flurfunk los und der „arme Mensch“ muss seine Beine in die Hand nehmen, oder den Wachschutz rufen, den die ältere oder jüngere Frau bezahlt hat.
Hier halten die Leute zusammen und lachen die „Offiziellen“ aus, die Oberbürgermeister, die Stadträte, die Kirchenvertreter und die Chefredakteure der Lokalblättchen, wenn diese mal wieder was von „willkommenen Schutzbefohlenen“ und „unsere Stadt ist bunt“ faseln und dabei nur, aus Angst, Job und Karriere zu verlieren, das herunterleiern, was ihnen von oben herab, wie in einer wunderbar funktionierenden Diktatur, vorgeschrieben wurde.
Die Leute hier wissen, dass das Drama erst begonnen hat, denn in den nächsten Jahren werden viele, viele weitere Millionen arme Menschen nach Deutschland kommen – zu verlockend sind die finanziellen Angebote, die auf dem Rücken der eigenen Bevölkerung, in die Welt geschleudert werden. Und wer will es den Menschen da draußen verübeln. Dorthin, wo man seine Familie ernähren kann, ohne einen Handschlag dafür tun zu müssen, will doch wohl jeder. Früher nannte man das Schlaraffenland, heute heißt das Deutschland.
Und wenn man dann noch selten dämliche Beiträge, wie folgenden liest, muss man sich nicht wundern, wenn immer mehr Menschen in Deutschland der Zorn übermannt: …Was auch bei der Rechnung mit den Flüchtlingen zu berücksichtigen ist: Die Flüchtlinge müssen versorgt werden, bekommen dafür Bargeld – dass sie in den Kommunen, in denen sie leben, ausgeben. Dazu die Erstausstattung mit Hausrat, Kleidung – die ebenfalls, wenn die Spenden nicht reichen, vor Ort im Handel eingekauft werden. Und all die Baumaßnahmen für die Unterkünfte, die dem regionalen Handwerk reichlich Lohn und Brot geben. „Die Flüchtlinge bringen echte Kaufkraft in die Städte und Gemeinden“, sagt Johannes Henseler vom Asylbewerber-Sozialdienst des Landkreises… (http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.nagold-landrat-keine-zeltstaedte-fuer-fluechtlinge.9373b830-547f-4957-80af-e67f9af18f6a.html)
Was will uns der verwirrte Journalist damit sagen? Dass die so genannten Flüchtlinge jede Menge selbst erarbeitete Kohle aus dem Kosovo oder aus Syrien mitbringen, um es hier großzügig unter die Leute zu bringen?
Selten so einen geistigen Schwachsinn gelesen! Und es wird höchste Zeit, diesen ganzen Irrsinn zu stoppen. Die AfD könnte das machen, die anderen wollen oder dürfen nicht.
Nachdem sich die junge Partei neu sortiert hat, die Systemlecker um Lucke sich ins politische Nirwana geschossen haben, ist es allerdings dringend notwendig, dass sich die Leader klipp und klar gegen den Asylwahnsinn positionieren, durch das Land tingeln und ihre Forderungen an die öffentlichen Wände nagelt.
Die Menschen – nicht nur in meiner Provinz – brauchen, nachdem die Systemparteien Land und Leute innerlich verlassen haben, dringend neuen politischen Halt, ansonsten explodiert die angestaute Wut der verarschten und ausgebluteten Bürger und wirklich gefährliche Parteien wie die NPD oder Die Rechte sind die Gewinner der nächsten Bundestagswahl.
Zumindest in meiner Nachbarschaft wollen viele Wähler mit dem Stinkefinger ihr nächstes Kreuz machen und ich kann mir gut vorstellen, dass es in anderen Städten und Gemeinden, in denen die Bürger mit der Asylproblematik direkt konfrontiert sind, ebenso aussieht.
Wie sehr der Druck im Kessel steigt, zeigt ein Bericht von „RP-Online“ aus Duisburg:
Anwohner in Marxloh westlich der Weseler Straße haben sich in einem offenen Brief zu den ihrer Meinung nach unhaltbaren Zuständen im Stadtteil geäußert. Sie wollen, dass die Kanzlerin dies bei ihrem Besuch mitbekommt.
Die Verfasser des offenen Briefes sind gestandene Leute, größtenteils älter, selbstbewusst und überzeugte Marxloher. Sie wollen ihren Namen nicht nennen. Aus Angst! Zu oft haben sie schon zu hören bekommen: „Ich weiß, wo du wohnst“ oder „Ich weiß, wo dein Auto steht“, wenn sie sich bei denen, die ihrer Meinung nach den Stadtteil in Verruf bringen, beschwert haben.
Die meisten von ihnen sind schon auf offener Straße beklaut, von Kindern angespuckt, von Frauen beschimpft und von Männern belästigt worden. „Und alles haben wir hingenommen, weil wir wehrlos sind“, sagen diejenigen, die sich nun anonym äußern. Die Verfasser des Briefes leben zum größten Teil westlich der Weseler Straße in dem Viertel zwischen Hagedorn-, Rolf- und Wilfriedstraße. Seit gut einem Jahr haben überwiegend Rumänen und Bulgaren dieses Quartier für sich entdeckt und prägen seitdem die Sitten und Gebräuche.
Egal ob Sonn- oder Feiertag, ob montags oder mittwochs, ob Weihnachten oder Ostern – ihr Leben spielt sich, wenn eben möglich, auf der Straße ab, und zwar vorwiegend abends und nachts. „Es wird dann so laut da draußen, dass ich mein Schlafzimmer schon nach hinten verlegt habe, nur, um Ruhe zu finden“, sagt eine der Verfasserinnen des Briefes. Es werde laut gelacht und gestritten, geschrien und gekreischt, die Kinder tobten herum, und die Jugendlichen hingen in den Hauseingängen, um ihre Musik zu hören und sich unbeobachtet von den Erwachsenen zu amüsieren, und alle mit einer Lautstärke, „dass damit ein Party-Pegel weit überschritten wird“, heißt es in dem Brief. Selbstverständlich werde dabei geraucht, gegessen und getrunken. „Und der Müll liegt anschließend auf den Bürgersteigen und Straßen.“
Die Anwohner, die sich nun beschweren, sind meilenweit entfernt von jeder Form des Rassismus. Sie kamen in der Vergangenheit mit ihren überwiegend nicht-deutschstämmigen Nachbarschaft bestens aus, pflegen mit ihr Bekanntschaften oder sogar Freundschaften. „Aber egal ob deutsch- oder türkischstämmig – immer mehr wollen jetzt von hier weg“, sagt eine Seniorin, die ihr Elternhaus inzwischen verkauft hat – „weil ich hier einfach nicht mehr leben kann.“
Versuche, mit den Störenfrieden zu reden, seien vergebliche Liebesmüh. „Ich habe es sogar schon mit Fingersprache versucht, weil diese Leute vorgeben, kein Deutsch zu verstehen“, sagt eine aus der Runde. Die Reaktion sei Ignoranz gewesen – im günstigen Fall. Häufiger werde man beschimpft und bedroht, und zwar auf Deutsch. „Neulich hat mich ein vielleicht gerade mal zweijähriges Mädchen bespuckt, weil ich nicht wollte, dass sie aus meiner Einkaufstasche meine Pfirsiche nimmt“, erzählt eine ältere Marxloherin. „Nur wenn man dann „Polizia“ ruft, hat man mal für kurze Zeit Ruhe.“ Einzelne Versuche von Anwohnern, die Behörden zum Handeln zu bringen, seien kläglich gescheitert. „Wir sollen uns ruhig verhalten, um uns nicht selbst zu gefährden. Das ist deren Tipp, wenn wir ihnen erläutern, warum wir Angst haben.“ In dem Brief heißt es: „Die Liste der angeführten, ablehnenden Argumente, die Zustände zu ändern und regulierend einzugreifen, ist mittlerweile lang und zeigt das mangelnde Verantwortungsbewusstsein gegenüber unseren Problem“. Inzwischen überlegen die Verfasser, Strafanzeige zu stellen. „Denn wir kommen uns ausgeliefert vor. Und wir haben wirklich Angst.“ Es müsse dazu doch nicht erst einer von ihnen zusammengeschlagen werden. Wenn auf einem Gehweg zig Männer zusammenstehen und keiner Platz mache, damit man mit seinem Rollator durchkommt, dann verursache das mehr als nur ein ungutes Gefühl…(http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/marxloh-von-wegen-alles-nicht-so-schlimm-aid-1.5319616)
Die Kanzlerin wird sich dafür nicht wirklich interessieren. Ein paar beruhigende Worte und der freundliche Hinweis, dass man im nächsten Jahr vorsichtig gerechnet mit weiteren 1,3 Millionen Asylbewerber rechnen müsse – dann werden sich ihre Gedanken wieder Richtung Griechenland bewegen, schließlich gibt es immer noch genügend Geld anderer Leute zu verschenken.
Also Petry, Höcke, Poggenburg & Meuthen, jetzt wird in die Hände gespuckt und ein Staudamm errichtet, bevor wir alle im Chaos versinken oder durch den braunen Sumpf waten müssen.
*) Der Berufsjournalist Thomas Böhm ist Chefredakteur des Mediendienstes „Journalistenwatch“ und ständiger Kolumnist bei conservo
http://www.conservo.wordpress.com

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