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Liebe Freunde, Christen und Lebensschützer,

ich möchte die neue Woche heute bewusst ganz anders beginnen und auf den am Samstag d. W. stattfindenden Berliner jährlichen Marsch für das Leben hinweisen, zu dem wieder tausende wunderbare Menschen aus allen Regionen Deutschlands und sogar aus dem Ausland anreisen werden, um ganz persönlich Zeugnis für das Leben zu geben. Zeugnis geben, kann man auf unterschiedlichste Weise, im gesellschaftlichen Alltag, Kirche und Politik. aber eben auch in Form einer Großveranstaltung, wie wir sie in diesem Jahr in Berlin wieder erleben werden.

Es ist offensichtlich und gut, dass das Interesse der Bevölkerung am Lebensschutz von Jahr zu Jahr zunimmt. Die Erfahrung zeigt, dass sich trotz aller Unzulänglichkeiten ein neues Bewusstsein unter den Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes entwickelt, worauf wir stolz sein können. Gerade für uns Christen bedeutet das Leben mehr, als nur der bequeme Durchgang von A nach B. Wie wir Menschen mit unseren Ungeborenen, Sterbenskranken, Alten und Behinderten umgehen, spiegelt sich in fast allen Bereichen unserer Gesellschaft wider. Ich denke da auch an die von einigen Stellen bewusst betriebene Zerstörung der traditionellen Familie, wo doch Leben entsteht und sich zweifellos am besten entwickelt.

Wenn auch nicht für jeden erkennbar, so besteht ein Zusammenhang zwischen dem Lebensschutz und einer Vielzahl ethischer und menschenrechtlich relevanter Fragen, die uns alle tagtäglich beschäftigen. Wer Kinder hat und sich intensiv ihrer Erziehung widmete oder widmet, bekommt ein besseres Verständnis für das Leben selbst. Leben ist einmalig und niemand hat ein Recht es zu zerstören oder zu beenden: Kein Mensch, kein Arzt und und schon gar kein Politiker. Daran müssen wir festhalten.

Bei aller Hoffnung auf Besserung, befinden wir uns keinesfalls auf sicherem Boden, wie wir es gerade in diesen Tagen ja erleben. Nach Jahren wachsenden Wohlstands, Ordnung und Sicherheit wird klar, dass unsere Ethik-Reserven in vielen Bereichen aufgebraucht sind und alle wieder mehr tun müssen. Freiheit ist ein hohes Gut, aber Freiheit in verantwortungsloser Beliebigkeit zerstört. Man muss kein Historiker oder Gelehrter sein, um das verstehen zu können.

Ich danke allen, die sich am Samstag am Marsch durch die Berliner Innenstadt schweigend und friedlich beteiligen werden. Ich danke aber auch den vielen stillen Betern oder Menschen, die zu Hause bleiben müssen, weil sie z.B. ihre kranken und sterbenden Angehörigen und Mitmenschen pflegen wollen. Letztere sind nicht weniger wertvoll, wenn nicht sogar mehr.

Euer

Klaus Hildebrandt

www.conservo.wordpress.com

Von conservo

Conservo-Redaktion