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Von Klaus Hildebrandt

Sehr geehrte Frau Klöckner,

gestatten Sie mir, Ihnen zum heutigen Sonntag ein paar nachdenkliche Worte zu senden, nachdem selbst Bundespräsident Gauck am Tag der deutschen Einheit das gegenwärtige Flüchtlingsdrama in seiner ganzen Dimension mit den Herausforderungen der Wiedervereinigung Deutschlands verglich.

Ich möchte an Ihr kürzliches Erlebnis mit einem Imam anknüpfen, der Ihnen auf deutschem Boden den Handschlag verweigerte, “nur weil Sie eine Frau sind”, worauf Sie – ich denke zurecht – empört reagierten und spontan mit einer “Integrationspflicht” konterten.

Wie ich nun höre, gab es in einer saarländischen Flüchtlingsunterkunft einen Zwischenfall, wonach Flüchtlinge es schlichtweg abgelehnten, das von deutschen Frauen verteilte Essen entgegenzunehmen, weil diese u n r e i n seien. Und das ist nur der Anfang der Geschichte. In Calais, Frankreich, stürmten über hundert Flüchtlinge den Eurotunnel nach England. Viele Menschen auch in unserem Lande verschließen immer noch die Augen, abgestumpft durch die Flut von Negativnachrichten und dem deprimierenden Gefühl von Ohnmacht. Den jüngsten Sinneswandel Ihres Kollegen und Innenministers Thomas de Maiziere kann ich gut nachvollziehen. Er verdient Unterstützung.

Das alles sind Auswüchse, die normalerweise überhaupt nicht nötig wären. Asylanten, die sich nicht den Regeln unseres Landes – ihres “Gastlandes” – unterstellen und sich mit Gewalt Einlass verschaffen, haben hier nichts zu suchen und sind auch nach Meinung von Fachleuten in aller Regel überhaupt keine Flüchtlinge im Sinne der deutschen Asylgesetzgebung und Genfer Flüchtlingskonvention.

Abgesehen davon, ließe sich das Flüchtlingsproblem durchaus anders lösen. Warum also tut sich ein Land das an? Das sollten uns langsam mal Frau Merkel (“Der Islam ist Teil Deutschlands”) und Emanzipationsministerin Schwesig (“willkommen bei Freunden”) ausführlich erklären, anstatt mit flotten Sprüchen zu kommen, die niemand versteht. Woher sich diese Damen das Recht nehmen, für ein ganzes Volk und inzwischen sogar für ganz Europa zu sprechen, ist mir schleierhaft. Solche Aussagen zeugen von unsäglicher Naivität und legen die Vermutung nahe, dass hier vielleicht unter dem Oberbegriff “Fachkräftemangel” noch andere Überlegungen mitspielen.

Die Ursachen offen benennen

Ich weiß nicht, ob es überhaupt noch was bringt, aber wir sollten aus Fehlern lernen. Und dafür ist es wichtig, Ursachen zu identifizieren und offen zu benennen. So sehe ich neben den dummen Sprüchen der o.g. beiden Politikerinnen und gerade auch Vertretern von Bündnis90/Die Grünen die Hauptursache des Problems beim drohenden Bevölkerungsschwund, weil deutsche Frauen kaum noch Kinder in die Welt setzen wollen. Dem Bericht http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-hat-die-niedrigste-geburtenrate-der-welt-a-1036553.html zufolge hat Deutschland inzwischen sogar die niedrigste Geburtenrate weltweit. Solche widernatürlichen Entwicklungen holen uns irgendwann also kollektiv ein.

„Internationalen Strafgerichtshof für Gender“ gefordert

Gerade in den letzten Jahren praktizierte die deutsche Politik einen Genderwahn, der sich sehen lassen kann. So forderte Umweltministerin Barbara Hendricks erst kürzlich vor den Vereinten Nationen in New York sogar einen “internationalen Strafgerichtshof für Gender”, womit die Absurdität einen neuen Höhepunkt erreicht hätte. Ich frage mich, welche junge Familie unter diesen Voraussetzungen trotz aller finanziellen Köder und U3 da noch Kinder in die Welt setzen würde, wenn Parteien auf der Suche nach Wählerstimmen das Thema Homosexualität mehr pflegen als die traditionelle Familie. Insofern ist es nur folgerichtig und leider auch gerecht, was unserem Land zurzeit durch den Zustrom von Muslimen widerfährt und worunter in Zukunft gerade Frauen immer mehr zu leiden haben. Die Natur ist, wie sie ist. Ich kann’s nicht ändern und will es auch nicht.

Die CDU wäre gut beraten, sich jetzt schon für die Schaffung eines eigenständigen Familienministeriums unter heterosexueller Leitung einzusetzen, wenn es nicht schon zu spät ist. Es gibt bekanntlich kein schlimmeres Leid als das, was man sich selbst antut.

Ich wünsche Ihnen einen erholsamen aber auch nachdenklichen heutigen Sonntag.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Hildebrandt (Rheinland-Pfalz)

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10.10.2015

Von conservo

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