Schäuble contra Merkel?

(www.conservo.wordpress.com)

MerkelDer alte Fuchs – Frau Merkel und einige in der CDU (?) würden ihn eher als „Conepatus leuconotus“ (Ferkelskink bzw. Stinktier) in die zoologische Systematik einordnen wollen – hat sich nun auch zur Flüchtlingskrise zu Wort gemeldet. Die ZEIT zitiert folgendermaßen:

„Bundesfinanzminister WolfgangSchäuble (CDU)schäuble bezeichnet die Stimmung an der CDU-Basis angesichts der Flüchtlingskrise als „dramatisch“ schlecht. Den von CDU-Generalsekretär Peter Tauber geschilderten großen Rückhalt in der Partei für die Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel sehe er nicht, sagte Schäuble laut Nachrichtenmagazin Der Spiegel in der letzten Sitzung des CDU-Präsidiums.“ (Siehe hier: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wolfgang-schaeuble-warnt-vor-zerreissprobe-fuer-cdu-a-1059332.html)

Alle übrigen „Leitmedien“ sind darauf angesprungen und folgende Schlagzeilen sind in deren Online-Links zu lesen:

http://www.focus.de/politik/deutschland/deutliche-worte-des-finanzministers-wendet-er-sich-gegen-merkel-schaeuble-beklagt-dramatisch-schlechte-stimmung_id_5037435.html

sowie: http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_75886788/wolfgang-schaeuble-grossen-rueckhalt-fuer-angela-merkel-gibt-es-nicht.html oder:

http://www.sueddeutsche.de/news/politik/migration-bericht-schaeuble-nennt-stimmung-an-der-cdu-basis-dramatisch-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-151024-99-01708

Kündigt Schäuble die Merkel-Dämmerung an?

Geht es ihm allein um seine Partei?

Oder bringt er sich vielleicht nur selbst in der Krise für „größere Aufgaben“ in Position?

Trotz seines dubiosen, an der Grenze zum Kriminellen gelegenen Verhaltens in der CDU-Schwarzgeldaffäre war Schäuble, der alte politische „Fahrensmann“, für die CDU (und auch wohl für die FDJ-Sekretärin), sowas wie ein „Unberührbarer“. Im doppelten Sinne der Bezeichnung: vom Paria und Ausgestoßenen wieder in höchste Staatsämter berufen – ohne dass die Person jemals wieder infrage gestellt wurde.

Wir erinnern uns: Es war Merkel, die mithilfe eines FAZ-Beitrags Helmut Kohl und den designierten Kronprinzen und damaligen CDU-(Not-) Vorsitzenden Wolfgang Schäuble, dessen Generalsekretärin sie damals war, von der CDU-Spitze „putschte“.

Da darf man durchaus phantasieren, daß Schäuble noch eine Rechnung offen hätte, und scheint sich so der Anti-Merkel-Fraktion anzubiedern. Der sogenannte Generalsekretär von Frau Merkel, Peter Tauber, kriegt auch sein Fett weg, indem Schäuble ihm eindeutig Wahrnehmungsstörungen attestiert. Betreffend Peter Tauber hätte er sicherlich F.J. Strauß zugestimmt, der mal über eine Personalie äußerte: „Dem Bürscherl hätte man rechtzeitig Kunstdünger in die Schuhe schütten müssen.“

Es ist für Schäuble sicher kränkend, mit Personen zu tun haben zu müssen, die weit unter seinem Intelligenzniveau angesiedelt sind; die „Kanzlerin“ eingeschlossen.

Daß ich Schäuble mißtraue, ihn nicht mag, habe ich öfter erkennen lassen.

Aber welchem Politiker ist heutzutage überhaupt zu trauen?

Vom Format eines Schäuble gibt es aber nur noch wenige; gemeint sind Politiker, denen man überhaupt noch konkretes Handeln auf klarer Analyse der Lage zutraut und nicht nur allein das Verbreiten von Worthülsen und Lügengespinsten.

So ist leider die Situation in einem Land und bei einem Volk, das einmal einen Bismarck und Adenauer hervorgebracht hat; für die Bundesrepublik darf man – wenn auch mit einigen Vorbehalten – auch Helmut Schmidt noch einreihen.

Ich bin gespannt, welche Folgen die kolportierten Schäuble-Äußerungen innerhalb der CDU zeitigen werden.

Inzwischen ist mir alles genehm, was nur zu einem Verschwinden des Merkel-Regimes führt; denn es kann nur noch besser werden…

(Original: http://altmod.de/?cat=410)

www.conservo.wordpresss.com

28.10.2015

5 Kommentare

  1. Im Grunde erinnert fast alles an die DDR zur Zeit. Nehmen wir die Politiker, es kommt so vor wie im DDR Supermarkt, lange Regale, alles voll, aber überall die gleichen Artikel, von der gleichen Firma, nur ins Regal gestellt damit dieses nicht leer dasteht. Welchen Politiker traut man eine Veränderung zu, wer würde von den etablierten Parteien eine Veränderung zum „Guten“ bewirken? Alle sind zur Zeit „links“ eingestellt, bei sehr vielen ist es so schlimm geworden, daß sie sich sogar den rechten Blinker am Auto abgebaut haben. Wer kommt als Nachfolger Merkels? Die große ungeklärte Frage. Schäuble, ist noch einer von den „Alten“ der „alten Garde“ sozusagen. Herausragende Persönlichkeiten haben wir keine, und Ehrliche schon mal überhaupt nicht mehr. Jeder dieser Personen sieht nicht das Ziel für Deutschland, sondern nur das Ziel seiner Partei und vor allem für sich.

  2. Schäuble??
    Dann schon lieber Seehofer!
    Aber der wird am Widerstand der CDU scheitern. Und in ganz Deutschland bekommt die CSU keine Mehrheit.
    Was bleibt? Strauß zum Leben erwecken. 🙂

    Was mich stört?
    Auch bei mir wird der Wunsch nach dem starken Mann/Frau immer größer.
    Andererseits habe ich davor Angst, weil ich weiß wo uns das in der Vergangenheit hin geführt hat. Man sagt immer, dass sich Geschichte nicht wiederholen würde. Aber ich bin mir gerade dabei nicht so sicher. Auch weil ich gerade die Neuauflage DDR.2 erlebe. Untrügliches Zeichen dafür ist die allgegenwärtige Heraufbeschwörung des Nazismus und dessen Verdammung. Das Pendant in der DDR war der „Kampf gegen den Faschismus“.
    Die in der DDR allgegenwärtige „Internationale Solidarität“ haben wir schon. Schlimmer noch: Wir leben sie. Sie ist Staatsdoktrin, der man nicht widersprechen darf. Wer widerspricht, ist ein Nazi. So einfach ist das!

    Deutschland, Deine Zukunft sieht finster aus.

    Herzlich und sehr besorgt, Paul

    1. Mit aller respektvollen Freundlichkeit: sie wollen baden, aber nicht nass werden (und solch geistiges Dilemma trifft viele). Vermutlich wird aber im Laufe der Zeit im Allgemeinen der Wunsch nach einem Bade größer werden, so ist der Lauf der Lemminge wenn man nicht politisch die Notbremse zieht, wonach es nicht aussieht.

      Eine starke Frau haben wir ja, leider aber auch eine die auf ihre Art die Fehler anderer Staatsvorstände wiederholt was widerum nur möglich ist, weil dies von allen Hofschranzen mitgetragen wird – eine Entfernung Merkels allein dürfte wenig bringen. Da brauchen sie sich nur das Geseier der Sprechroboter an den öffentlichen Pißrinnen anzutun um das zu verstehen.

      Da aber das Schranzentum auf Merkel verzichten kann (in Kürze vielleicht sogar muß) bleibt „nach Merkel“ substanzmäßig „vor Merkel“, halt ohne eine Anchorwoman. Da findet sich aber sicher was.

  3. >>Inzwischen ist mir alles genehm, was nur zu einem Verschwinden des Merkel-Regimes führt; denn es kann nur noch besser werden…<<

    Die Diskussion wird trotzdem geführt werden. "Wir müssen Merkel in 2017 wählen (oder deren Nachfolger) umd Gabriel zu verhindern," wird die Propaganda argumentieren.

    1. Wer würde schon Gabriel wollen oder die Grünen bzw. die Linken. Dieses, wir wollen es „bunt“ gehabe, kann doch wirklich keiner wollen, die Folge wäre nicht“ bunt“ sondern einzig und allein „Rot“.

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