Die Islamisierung unserer Gedanken

(www.conservo.wordpress.com)

Von Thomas Böhm *)

Thomas Böhm
Thomas Böhm

Der Islam, der bereits mehreren Millionen Menschen den Tod brachte, hat noch einen Nebenaspekt. Er setzt sich zunehmend in unseren Köpfen fest und manipuliert unsere Gedanken. Die schrecklichen Ereignisse der letzten Zeit verdeutlichen das.

Muslime ermorden in europäischen Großstädten immer wieder Nichtmuslime und andere Muslime im Namen eines muslimischen Propheten, Nichtmuslime und Muslime behaupten dann sofort, dass diese Anschläge nichts mit dem muslimischen Glauben zu tun hätten und dass man nun Sorge haben müsse, dass feindlich gestimmte Nichtmuslime den muslimischen Gemeinden mit muslimfeindlichen Anschlägen das muslimische Leben erschweren würden.

Da bleibt nur noch wenig Platz für den liebenswürdigen Buddhisten aus dem Räucherstäbchenladen nebenan.

Es vergeht kein Tag, an dem wir uns nicht mit dem Islam, meist aus nicht so freundlichem Anlass, beschäftigen (müssen). Er ist seit vielen Jahren schon DAS Thema überhaupt. Er beherrscht die Schlagzeilen, die Nachrichten, die Kommentare, die Debatten, die Talkshows, die Stammtische und das Stadtbild. Er beeinflusst unsere Freizeitgestaltung und Essgewohnheiten, verdunkelt unsere Schlafzimmer, zwängt sich in unsere Garderoben, lenkt unsere politische Gesinnung, sorgt für schlechte Stimmung (nicht nur auf dem Alexanderplatz), bringt unser Miteinander und das Sprachzentrum völlig durcheinander.

Er spaltet die Gesellschaft, zerstört Freundschaften (nicht nur auf Facebook), er stiftet Verwirrung (Merkel, Gauck), treibt einige sogar an den Rand des Wahnsinns (Augstein, Prantl, Todenhöfer, Bommarius), sät Hass und Zwietracht und hetzt Menschen (nicht nur Linke und Rechte) gegeneinander auf.

Wir alle, die wir Kinder und Enkelkinder der Aufklärung sind, die wir auf eine großartige Kultur und Tradition zurückblicken können, die immer noch von Genies wie Bach, Goethe, Einstein und Schinkel zehren, werden dabei mit Problemen konfrontiert, die wir eigentlich bereits abgehakt hatten.

Jetzt aber heißt es immer wieder und immer öfter: zurück in die zukünftige Steinzeit. Und das wird noch zunehmen, das sagt uns die Demografie.

All das wäre kein Thema, wenn es sich nicht im Prinzip um eine menschliche Marotte handeln würde – um den Glauben an ein Wesen irgendwo da oben. Wir beschäftigen uns also permanent mit etwas, was keiner mit letzter Sicherheit belegen kann.

All das wäre kein Problem, wenn wir Leichtgläubigen immer noch der Meinung wären, die Erde wäre eine Scheibe und die Strenggläubigen uns mit ihrem Wissen und ihrer Erkenntnis davon überzeugen könnten, dass unsere Kugel rund ist und dabei nicht gleich schnaufend die Schwerter zückten.

So aber ist eine Debatte über das Ungewisse mittlerweile zu einem Glaubenskrieg geworden, der nicht nur lebensgefährlich, sondern auch nervig und zeitraubend ist. Warum lassen wir Leichtgläubigen unsere und die Strenggläubigen ihre Religion nicht da, wo sie hingehört, nämlich in den eigenen Köpfen? Warum werden wir tagtäglich mit Glaubensfragen belästigt, die keiner beantworten kann?

Warum müssen wir unsere individuelle, schwer erkämpfte Freiheit ständig neu verteidigen, uns immer wieder entschuldigen und zurücknehmen nur wegen einer sehr einseitig formulierten Religionsfreiheit?

Wir haben doch mit dem Christentum weiß Gott schon unser Kreuz zu tragen. Warum also muss eine weitere gefräßige Glaubensgemeinschaft noch zusätzlich unsere Sinne trüben und den geistigen Horizont einengen?

In unseren Köpfen rotiert der Islam.

Die linke Gehirnhälfte (oder die Gehirnhälfte der Linken) schreit nach jedem neuen Blutbad immer lauter „Islam ist Frieden“ und die rechte Gehirnhälfte (oder die Gehirnhälfte der Rechten) schlägt wütend den Koran auf und liest erneut die Suren der Gewalt vor. Aber wir alle hängen irgendwie mit drin und sind dadurch mittlerweile, ob wir wollen oder nicht, auch als Nichtmuslime irgendwie zu Mit-Muslimen geworden – ohne zu konvertieren.

Hat das etwa was mit „Unterwerfung” zu tun, oder warum habe ich diesen Beitrag, obwohl mir das Thema mächtig auf den Geist geht, überhaupt geschrieben?

Anmerkung: Der vorstehende Artikel ist ein Auszug aus Thomas Böhms neuem Buch „Des Wahnsinns fette Leute“

(Bestellmöglichkeit siehe hier https://www.conservo.blog/2015/11/11/des-wahnsinns-fette-leute/)

*) Der Berufsjournalist Thomas Böhm ist Chefredakteur des Mediendienstes „Journalistenwatch“ und ständiger Kolumnist bei conservo

http://www.conservo.wordpress.com

17.11.15

2 Kommentare

  1. ” Kommunismus war gut , er wurde nur falsch gehandhabt . ”
    Diesen Unsinn kann man mitunter heute noch hören . Es scheinen die gleichen Leute zu sein , die
    damals den Kommunismus verteidigt haben und heute den Islam verteidigen. Es müssen psychisch kranke Menschen sein , wenn sie Gefallen an tödlicher Gewalt finden .

  2. Lieber Thomas Böhm,
    ich greife mal einen Aspekt Ihrer Ausführungen auf, weil mich dieses Thema schon seit einiger Zeit beschäftigt:

    Muslime ermorden in europäischen Großstädten immer wieder Nichtmuslime und andere Muslime im Namen eines muslimischen Propheten, Nichtmuslime und Muslime behaupten dann sofort, dass diese Anschläge nichts mit dem muslimischen Glauben zu tun hätten und dass man nun Sorge haben müsse, dass feindlich gestimmte Nichtmuslime den muslimischen Gemeinden mit muslimfeindlichen Anschlägen das muslimische Leben erschweren würden.

    Nach jedem muslimisch motivierten Terroranschlag immer wieder das gleiche Prozedere. Sofort wird von allem mögliche Muslimen erklärt, dass dies nichts mit dem Islam zu tun habe und auch sie würden das verurteilen.
    Dabei bezweifle ich nicht, dass diese Muslime es wirklich ernst meinen. Aber sie geben niemals eine autorisierte Erklärung im Namen des Islam ab. Das können sie nicht, auch wenn sie Imame, Vertreter einer Moscheengemeinde oder Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland sind. Letzterer, Herr Mazyek, spricht ebenfalls als Privatmann, weil der Zentralrat nichts entsprechendes beschlossen hat. Außerdem vertritt dieser Zentralrat lediglich einen sehr kleinen Teil der Muslime in Deutschland:

    Mit rund 10.000 Mitgliedern vertritt der ZMD nur einen kleinen Teil der etwa 3,3 Millionen Muslime in Deutschland.

    Alle Erklärungen sind also nur “Schall und Rauch” und sagen uns nichts über die Haltung des Islam zum Terror. Solange die Terroristen als Märtyrer verehrt werden habe ich auch meine Zweifel, dass der Islam der Gewalt abgeschoren hat.

    Erst wenn von den islamischen Autoritäten eine Fatwa gegen die Terroristen, ihre Helfer und Helfershelfer ausgesprochen werden würde, wäre ich geneigt zu glauben, dass der Terror mit dem Islam nichts zu tun hast.
    Vorher nicht!

    Begründen möchte ich meine Haltung wie folgt:
    Als Katholik muss ich mir alles zurechnen lassen, was meine Kirche vertritt. Auch wenn ich persönlich ganz anderer Meinung bin, kann ich nicht sagen, dass die von mir abgelehnte Auffassung (z.B. zur Umwelt) nicht die Auffassung der Kirche ist, nur weil ich anderer Meinung bin.
    Auch wenn ein Bischofe in Einzelfragen eine andere Auffassung als der Papst hat, ist das für die Haltung der Kirche unerheblich. Es ist dann die persönliche Meinung des Bischofs, weil bei uns der Papst die Richtlinienkompetenz hat.
    Ich habe keine andere Möglichkeit, als den Kirchenaustritt, um mich von der vorgegebenen Meinung der Kirche zu trennen.

    Im Islam ist das genau so. Nur sie haben keine Zentralautorität wie wir. Aber sie können eine Fatwa verhängen, die ein deutliches Zeichen setzen würde und sicherlich auch manchen Terroristen davon abhalten würde mit Allahu akbar auf den Lippen zu morden.

    Herzlich, Paul

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