Will Gabriel Asylkritikern die deutsche Staatsbürgerschaft aberkennen?

(www.conservo.wordpress.com)

Eine geschmacklose Satire von Thomas Böhm *)

Thomas Böhm
Thomas Böhm

Mindestens einmal in der Woche schwirrt vom alten Zausel der Sozialdemokratie, Sigmar Gabriel, wirres Zeugs über seine belegte Zunge. Aber mit diesem Spruch hat er sich selbst übertroffen:

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat die ehrenamtlichen Helfer in der Asylkrise gewürdigt. Dies Millionen von Menschen, die jeden Tag bei der Bewältigung der Asylwelle mit anpackten, seien Deutschland – und nicht die „Spinner am rechten Rand“, betonte Gabriel bei der Bambi-Verleihung in Berlin… (https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/gabriel-spinner-am-rechten-rand-sind-nicht-deutschland/)

Nun ist Deutschland keine leere Verpackung, die bei Aldi im Hinterhof auf den Abtransport wartet, sondern vollgestopft mit Menschen – also ein lebendiges Konstrukt.

Damit hat uns Gabriel also nur erklären wollen: Wer es noch wagt, sich gegen denWahnsinn der Kanzlerin und ihrem linksradikalen Hofstaat auch nur annähernd noch zu äußern, hat das Recht verwirkt, sich als Deutscher zu bezeichnen.

Gabriel ist und bleibt eben so, wie er aussieht: Ein knallroter Luftballon, der auf dem Weg in den parlamentarische Himmel die Luft verliert, und wenn er dann auf den Boden der Realität zurückfällt, als Plastikmüll irgendwann entsorgt werden muss, ein Irrlicht, der im Willy-Brandt-Haus auf dem Weg in die Damentoilette einmal zu viel gegen die Skulptur seines großen Vorgängers gerannt ist und nun nicht mehr weiß, wo hinten und vorne ist.

Wir klären dem mit roter Grütze voll gestopften Truthahn der Scheindemokratie mal auf:

Die Vorstellung einer ethnisch-kulturellen Einheit der Deutschen ist ab etwa Beginn des 19. Jahrhunderts, seit den Freiheitskriegen gegen die napoleonische Herrschaft, die wichtigste Grundlage deutscher Nationskonzepte. Da kein deutscher Nationalstaat existierte, konstituierte sich das Konzept der Volksgemeinschaft nicht über einen Staat, sondern über Vorstellungen kultureller (insbesondere auch sprachlicher) Identität und gemeinsamer Abstammung. Dies prägt das deutsche Nationalverständnis bis in die Gegenwart und äußert sich etwa in den Bestimmungen über die deutsche Staatsangehörigkeit. Nach Friedrich Meinecke wird eine solche Nation als Kulturnation von Staatsnationen auf der anderen Seite abgegrenzt, wonach die deutsche Nation neben der italienischen eine der ersten primär kulturell und ethnisch konzipierten Nationen sei…

De jure sind alle Personen Deutsche, welche

die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen (§ 1 StAG) oder

als Flüchtlinge oder Vertriebene deutscher Volkszugehörigkeit Aufnahme auf dem Gebiet des Deutschen Reichs in den Grenzen vom 31. Dezember 1937 gefunden haben (→ Statusdeutscher; Art. 116 Abs. 1 GG).

Das deutsche Recht kennt verschiedene Begriffe des „Deutschen“. Im Sprachgebrauch des Grundgesetzes sind nach Art. 116 nicht nur die deutschen Staatsangehörigen „Deutsche“, sondern auch diejenigen, die ihre Abstammung unter bestimmten Umständen von deutschen Vorfahren nachweisen können (Statusdeutsche). Das ist etwa von Bedeutung, wenn jemand in Deutschland ein Bürgerrecht für sich geltend macht, insbesondere das Recht auf einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland (Freizügigkeit im Sinne von Art. 11 GG), das Recht auf freie Berufswahl (Art. 12 GG) oder das Recht auf Rentenzahlungen nach dem Fremdrentengesetz. § 6 des Bundesvertriebenengesetzes definiert einen deutschen Volkszugehörigen als jemanden, der „sich in seiner Heimat zum deutschen Volkstum bekannt hat, sofern dieses Bekenntnis durch bestimmte Merkmale wie Abstammung, Sprache, Erziehung, Kultur bestätigt wird.”… (https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche)

Der ehemalige Grünkohlkönig hat also kein Recht, irgendwelchen unliebsamen Bürgern das „Deutschsein“ abzuerkennen. Wo kämen wir denn hin, wenn so ein armes Würstchen einfach, weil bei ihm zu Hause Fleisch auf den Tisch kommt, sämtliche Vegetarier aus dem Lande treibt und sie zu „Ausländern“ erklärt!

Sigmar Gabriel scheint in Wirklichkeit etwas ganz anderes im Sinn zu haben. Da er sich zu wünschen scheint, dass Deutschland auch weiterhin von Millionen Muslimen bestürmt wird, muss er die Gegner der Islamisierung so schnell wie möglich loswerden.

Aber wo sollen wir denn hin? Vielleicht nach Syrien? Das Land wieder aufbauen? Kein Problem, oder? Das hatten wir doch schon mal… Das klappt auch ohne Sigmar Gabriel. So ein wandelnder Wackelpudding stört doch nur bei der Arbeit.

*) Der Berufsjournalist Thomas Böhm ist Chefredakteur des Mediendienstes „Journalistenwatch“ und ständiger Kolumnist bei conservo

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17.11.2015

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