Die BZ und ihre beleidigten Leberwürste

(www.conservo.wordpress.com)

Von Thomas Böhm *)

Thomas Böhm
Thomas Böhm

Wie tief sich der Islam in die Gehirne deutscher Journalisten gefressen hat, zeigt ein Beitrag in der „BZ“, der kurz vor dem zweitgrößten christlichen Fest erschienen ist:

Unbekannte haben ein Paket mit einer Schweinekopfhälfte an eine Berliner Moschee geschickt. Der Staatsschutz ermittelt in dem Fall, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Ein Paketbote hatte das Päckchen demnach am Mittwoch im Untergeschoss des Gotteshauses im Stadtteil Kreuzberg abgestellt, weil die Gläubigen gerade beteten. Wie sich beim Öffnen herausstellte, lagen darin der Tierkopf und eine Koranausgabe. Zeugen riefen die Polizei. Es wurde Anzeige wegen Beleidigung erstattet…

Natürlich ist das eine feige Nummer. Wenn schon hätte man den einen oder anderen Imam an Weihnachten zu einem Bachkonzert und anschließend zu einer leckeren Currywurst einladen und zwischen den Bissen aus der Bibel vorlesen können.

Schweinekopfhälften mit DHL zu versenden, ist Schweinkram, aber warum muss man gleich eine Anzeige wegen Beleidigung aufgeben und daraus eine „Story“ backen?

Hier kommt die Erklärung der islamisierten Redakteure: Die meisten Muslime essen aus Glaubensgründen kein Schweinefleisch. Auch vor Flüchtlingsunterkünften wurden zuletzt immer wieder Teile von Schweinen gefunden. Erst kürzlich gab es im Erzgebirgskreis in Sachsen zwei entsprechende Vorfälle mit Schweineköpfen. (http://www.bz-berlin.de/tatort/paket-mit-schweinekopf-an-moschee-in-kreuzberg-geschickt)

Na und! Als zutiefst gläubiger und vom Koran überzeugter Muslim würde ich über so einen Brief nur lachen und die Schweinekopfhälfte postwendend zurückschicken. Irgendwelche armen deutschen Schlucker werden sich ihrer schon annehmen, schließlich gehört Schweinefleisch zur deutschen Kultur wie Bach, VW und der Pumuckl.

Aber das „Beleidigt sein“ gehört zum guten Ton in der muslimischen Community und muss deshalb immer und immer wieder unbedingt ins Blatt gehoben werden.

Beleidigt sein kann ich auch:

Ich fühle mich als Mann beleidigt, wenn mir eine Frau in Burka die Sicht auf die Sonne versperrt und wenn mir eine Burkini den Badespaß verdirbt, nur weil sie meinen, ich könnte beim Anblick einer Unverhüllten meine Lust nicht zügeln.

Ich fühle mich als Tierfreund beleidigt, wenn vor meinen Augen ein muslimischer Knabe einem Lämmlein bei vollem Bewusstsein die Kehle durchtrennt und sich am Fluß des Blutes ergötzt.

Ich fühle mich als friedliebender Mensch beleidigt, wenn jemand mit dem Messer auf Christen und Juden einsticht, nur weil er glaubt, seine Opfer hätten es als Ungläubige nicht besser verdient.

Ich fühle mich als Frauenversteher beleidigt, wenn einer sein Weib verprügelt und vergewaltigt, weil er die Erlaubnis dafür aus einem Buch erhalten hat.

Ich fühle mich als jemand, dem die Menschenwürde noch etwas bedeutet, beleidigt, wenn irgend ein geiler Greis sich ein Mädchen schnappt und sie zwangsheiratet und wenn sie nicht will, ihr Steine an den Kopf wirft.

Ich fühle mich als einigermaßen intelligenter Mensch jeden Tag beleidigt, wenn ich irgendwo eine BZ-Schlagzeile im Fischladen entdecke.

Aber muss ich deshalb immer gleich den Anwalt einschalten?

Die ehemalige Zeitung „BZ“ spult sich als Anwalt von beleidigten Leberwürsten auf, zumindest, wenn diese halal sind und es für Muslime eine Extrawurst zu verschenken gibt.

Es gibt wahrlich Wichtigeres, worüber man heutzutage berichten sollte, wenn man seinen Job als Journalist noch ernst nimmt.

Zum Beispiel über dieses Thema, mit dem sich Thilo Thielke auf der „Achse“ beschäftigt:

…Ich weiß, daß Journalisten immer abwägen müssen. Der Platz ist begrenzt. Nicht alles findet seinen Weg auf die Nachrichtenseiten. In Somalia vergeht praktisch kein einziger Tag ohne Anschläge der Al Shabaab-Milizen, man kann auch nicht mehr jede Entführung von Boko Haram melden oder immer, wenn jemandem in Syrien der Kopf abgeschnitten wird, eine Schlagzeile machen.

„Wo sollen wir das denn alles unterbringen?“ stöhnt der Nachrichtenredakteur zurecht, „und außerdem haben wir doch gerade was mit Moslems auf unserer Seite.“ Und das stimmt ja auch. Heute zum Beispiel gibt es eine große Geschichte bei Spiegel Online. „Flughafen London: US-Behörden lassen muslimische Familie nicht nach Disneyland fliegen“, lautete die Headline.

In dem Artikel geht es um eine elfköpfige muslimische Familie, die nach Kalifornien fliegen wollte, um dort Mickey Mouse zu besuchen, und denen das US-Heimatschutzministerium die Einreise verweigert hat – und diese Familie „hatte sich lange auf die Reise gefreut und Monate gespart“, wie Spiegel Online recherchiert hat.

„Ich wurde in meinem ganzen Leben noch nie so gedemütigt“, verriet einer der Reiselustigen namens Mohammad Tariq Mahmood den Journalisten. Aber immerhin will sich Briten-Premier David Cameron jetzt persönlich dieses Skandals annehmen. Es wird wohl darum gehen, daß die Familie ihre Reisekosten erstattet bekommt. Und vielleicht möchten sie auch Schadensersatz für das entgangenen Vergnügen im Spaßpark, wer weiß.

Für die Christen im Sudan wird es auch kein so tolles Weihnachtsfest. GbfV-Sprecher Ulrich Delius meint: „Die Festnahmen lösten unter Sudans Christen große Furcht vor einer neuen Welle der Verfolgung aus.“…

Auch diese „Weihnachtsgeschichte“ sucht man vergeblich in der „BZ“:

Drei Männer in orangefarbenen Exekutionskitteln knien in einer leeren Wüstenlandschaft. Wir kennen das Szenario schon von der Enthauptung amerikanischer Journalisten, es wirkt auch jetzt wieder unwirklich. Aber die Opfer sind echt. Sie nennen ihre Namen und das Dorf, aus dem sie stammen:

„Ich bin der assyrische Christ Aschur Brairam Rostom Abraham aus Tel Dschasira.“

„Ich bin der assyrische Christ Bassam Issa Michael aus Tel Schamiram.“

„Ich bin der assyrische Christ Abdel Masih Asaria Nwija aus Tel Dschasira.“

Dann schießt ein vermummter Dschihadist die Männer in den Kopf… (http://www.zeit.de/2015/52/christenverfolgung-syrien-islamischer-staat-irak-solidaritaet)

Aber die „BZ“ hat längst die Seiten gewechselt, hat sich vom Christentum abgekehrt. Womöglich zu spät, die Tage dieses ehemals großen Blattes sind gezählt, auch wenn Diekmanns Schuhsohle, der „BZ“-Chefredakteur, jetzt seinen Hut nehmen würde…

*) Der Berufsjournalist Thomas Böhm ist Chefredakteur des Mediendienstes „Journalistenwatch“ und ständiger Kolumnist bei conservo

http://www.conservo.wordpress.com

26.12.2015

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