Von Jesus, Maria und Josef nochmal, Königin Angela und dem Unweisen (Bischof)

(www.conservo.wordpress.com)

von Freddy Kühne *)

Bedford-Strohm ist auch ein naiver Bischof, der sicher mit wenigern Muslimen Kontakt hatte und hat, als jeder andere, der – wie ich – in einer Großstadt lebt und deren Haß auf Juden und auch auf Deutsche als junger Mann mehrfach selbst erlebt hat. Oder hat der Bischof noch nichts von den Parolen der Muslime in Berlin gehört, die vor einigen Monaten dort demonstierten und dabei riefen “Hamas. Hamas. Juden ins Gas”? Kennt er nicht den Antisemitismus der türkischen AKP, des syrischen Assad-Regimes, des iranischen Regimes?

Es geht nicht um den einzelnen Muslimen als Menschen, es geht auch nicht um 1 Million, es geht um die langfristige Perspektive Europas, dass seine Kultur und seinen Glauben nicht behaupten wird können, wenn es selbst bei so niedriger Geburtenrate einen so hohen Import aus dem islamischen Kulturkreis gestattet.

Wer sich erinnert: Mit einer Handvoll Personen wanderte Abraham nach Ägypten ein – vierhundert Jahre später waren die Nachfahren Abrahams so zahlreich wie der Sand am Meer und die Sterne am Himmel…so daß die Ägypter sich mittels Versklavung erhofften, das Volk Israel unter Kontrolle halten zu können….

Der politische Islamismus ist das Problem und seine Verbindung zum radikalen sunnitischen (Muslimbruderschaften) oder radikalen schiitischen (Ayatollah) Pseudo-Klerus.

Der Islam kennt auch keine Trennung zwischen Religion und Politik – weder in der Politik noch in der Moschee – selbst nicht in der Türkei, wo die Ditib-Gemeinden direkt dem türkischen Staatspräsidenten unterstellt sind und die AKP sowohl innerhalb der Türkei als auch ausserhalb eine Strategie der nationalistischen Islamisierung betreibt: dies erklärt ihr Vorgehen gegen säkulare Kurden und die fortgesetzte Unterdrückung und Diskriminierung aller christlichen Organisationen – egal ob armenisch-orthodox, katholisch oder protestantisch.

Bedford-Strohm sollte besser auf die Mahnungen und das Schicksal der armenischen Christen in der Türkei und Syrien, der orientalischen Christen und der ägyptischen Kopten sehen, die seit dem 7.und verstärkt nochmal seit dem 15. Jahrhundert einem hohen Islamisierungsdruck ausgesetzt sind.

Was die Christen in 2000 Jahren im Orient nicht geschafft haben, nämlich gemäß dem Auftrag Jesu Christi die Menschheit zu Jüngern Christi zu machen – das schafft ein mehrheitlich säkulares und glaubensschwaches Europa wohl kaum, bei einer fortgesetzten millionenfacher muslimischer Einwanderung: es wäre vermessen und entweder Hybris oder Naivität, entgegen den Erfahrungen der letzten 2000 Jahre der Christenheit mit dem Islam, hier von einer Assimilation der Muslime auszugehen.

Die nichtwestlichen Einwanderer, speziell die muslimischen, verstehen unter Verwestlichung primär lediglich die Übernahme der westlich-modernen Technik und der finanziellen Fürsorge des Wohlfahrtsstaats.

Wer nur so kurzfristig denkt wie Bedford-Strohm, also vielleicht nur ins nächste Jahr hinein, hat sicherlich keine Sorge um die Zukunft seiner Kinder, Enkel und Urenkel…. er sollte sich aber aus der Politik heraushalten.

Die Zwei-Reiche-Lehre von Luther und die jahrtausendealte Gewaltenteilung zwischen Kirche und Staat in Europa (Kirche unterstützt Staat, Staat schützt Christentum und Kirche) hat sich langfristig bewährt. Daran sollten Bischöfe und Politiker der 68er Generation nicht vermeintlich besserwisserisch ignorant vorübergehen.

Hinter dieser institutionellen Trennung zwischen Kirche und Staat jedoch steckt eine dauerhafte und unkündbare Verpflichtung: nämlich die zum gegenseitigen Schutz und Unterstützung zum Erhalt der Existenz des jeweils anderen.

Weder Königin Angela noch Bedford der Unweise beachten jedoch diese dauerhafte Verpflichtung, sondern riskieren mit ihrem Handeln auf kurze Sicht die mittelfristige und erst recht langfristige Existenz beider Institutionen.

Nur wer die ganze Geschichte der letzten 2000 Jahre Revue passieren lässt, analysiert kann sinnvolle und existenzsichernde Schlussfolgerungen für die Zukunft gewinnen.

Mit einem vorgeblich übermoralischen Gutmenschentum dagegen wird man in die soziokulturelle und geopolitische Sackgasse laufen, aus der unsere Nachfahren nachher nie wieder herauskommen werden.

Bischof Bedford-Stroms individuelle geschichtlich-gedankliche Kurzsichtigkeit passt hervorragend zur geschichtsblinden bzw. historisch kurzsichtigen Kanzlerin Angela. Mit Wirtschaftsflüchtlingen und Einwanderern ins Sozialsystem haben sie nicht das Geringste zu tun gehabt und dienen daher auch nicht als Rechtfertigung für die von Königin Angela rechtswidrig praktizierte Masseneinwanderung über sichere Drittstaaten hinweg ins gelobte Land, wo Milch und Honig fließt:

Unser Herr Jesus Christus und seine Eltern waren zwar politisch vom König Herodes verfolgt – dennoch gingen sie als Auswanderer in das direkte Nachbarland Ägypten; sie blieben dort – Josef suchte sich dort eine Arbeit als Zimmermann und sorgt so selbst für das Auskommen der Familie. Sie setzten weder mit dem Schiff noch anderswie über das Meer, um z.B. ins reiche Rom auszuwandern – noch lagen sie im fremden Land fremden Leuten monate- oder jahrelang auf der Tasche. Nein. Schnellstmöglich kehrten sie wieder in ihre Heimat zurück.

Lektüre: Artikel in Welt Online über die Ansichten Bischofs Bedford-Strohms

http://www.welt.de/politik/deutschland/article150281061/Die-entwaffnende-Klarstellung-des-EKD-Vorsitzenden.html

(Original: http://99thesen.com/2015/12/23/von-jesus-maria-und-josef-nochmal-koenigin-angela-und-dem-unweisen/)

*) Freddy Kühne betreibt das Blog 99 Thesen, Christlich liberal konservatives Blog (http://99thesen.com/)

www.conservo.wordpress.com

26.12.2015

3 Kommentare

  1. Dieser Beitrag hat mir den Tag bunter gemacht, vielen Dank dafür, dass ich herzhaft lachen konnte. Zwischenzeitlich bereitet mir die weinerliche, jammernde Opfermentalität der armen, verfolgten Christen größtes Vergnügen. Sie rufen nach allerlei Verteidigung, Hilfe, Unterstützung, Waffen und Geld. Sie wähnen sich dem Untergang nahe und fürchten sich vor dem Islam wie der Teufel vor dem Weihwasser. Aber eines, das machen sie sich alle nicht klar: eine Religion wie auch ein Staatswesen ist immer nur so machtvoll wie ihre Überzeugungsfähigkeit. Wenn eine Religion, eine Philosophie keine Anhänger mehr hat, muss sie den Laden halt dichtmachen und sich fragen, weshalb andere Philosophien offenbar stärker anziehen und überzeugen. Es gibt nirgendwo auf der Welt eine Verpflichtung der Menschheit, das Christentum mit allen Mitteln beschützen zu müssen. Wenn es zu sehr erstarrt, starrsinnig, alt und schwach ist, wird es wohl oder übel mit viel weniger Macht, Mitteln in Zukunft auskommen müssen als es jemals in seiner Geschichte zur Verfügung hatte. Man muss den Menschen in den Christen verteidigen und beschützen, seine Ehre und Würde hochhalten, so wie die eines jeden Menschen. Aber nicht die Kirche als solche. Wie sie einst gewachsen ist, so kann sie auch heute untergehen, wenn sich niemand mehr zu ihr bekennt. Warum nicht?

  2. „52 Prozent der Deutschen gehen Weihnachten nicht zur Kirche. Im Osten der Republik sind es sogar 70 Prozent.“ Weihnachten hat schon lange den eigentlichen Sinn verloren. Alle Deutschen sind mehr oder weniger Christen, manche haben sogar in den letzten Jahren ihre Religion komplett aufgegeben. Es geht doch in Deutschland um die Wertvorstellung. Es geht auch darum, daß sich eine für Deutschland völlig fremde Religion ausbreitet, das diese Religion immer mehr in den deutschen Alltag eindringt und auch gefühlsmäßig, die Vorherrschaft übernimmt. Denn alle Politiker, und zum Teil auch die Richter entsprechen nicht mehr dem, was Deutschland ausmacht. Mord wird teilweise nicht mehr als Mord verurteilt, sondern auf Grund der Religion verurteilt. Die in Jahrzehnten gewachsene Rechtsauffassung wird durch diese Religion relativiert. Das eine Religion überhaupt eine so große Rolle in Europa spielen darf, obwohl es „nur“ eine Religion ist und nicht vom ganzen Volk ausgeht also dem Staat ist erschreckend. Wir wollen keinen religiösen Staat, sondern einen Staat mit freien Religionen.

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