Auch ein Wort zum Sonntag: Die zweite Geburt

Von Helmut Zott
Ein Mensch, schon dreißig Jahre alt,
fühlt sich im Innern leer und kalt.
Das Leben ist dahingeflossen,
er hat geschuftet, hat genossen,
und will nicht mehr so weiterleben,
nicht mehr nach Ruhm und Reichtum streben.
Er fängt, wie Buddha es getan,
im eignen Geist zu suchen an,
und meditiert an ruhiger Stelle,
auf dass Erkenntnis ihn erhelle
und ihn erleuchte jene Kraft,
die hinter allem Dasein schafft.
Ihm wurde Licht! Doch was geschah?

Es war erschütternd, was er sah!
Er schaute sich, sein wahres Wesen,
wie er seit Ewigkeit gewesen.
Was er schon war Äonen lang,
sah er nun im Zusammenhang.
Die Geistesrückschau zeigte klar,
dass er schon oft auf Erden war.
Sein falsches Tun und sein Erleiden,
sein Erdenschicksal vor den Zeiten,
erkannte er im Licht der Wahrheit
und sah im Geist mit voller Klarheit.

Der Quantensprung in seinem Werden
war seine Geistgeburt auf Erden,
und so zum Fortschritt auserkoren,
wird er zum zweiten Mal geboren.
Menschen, die sich jetzt gefunden,
waren schon früher eng verbunden,
und eine wahre Selbsterkenntnis
bewirkt ein tiefes Weltverständnis.
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7.2.2016

Von conservo

Conservo-Redaktion