Medienmanipulation – das x. Beispiel: „Protest von Abtreibungs-Befürwortern“

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Schutz trächtiger Rinder mehr wert als Schutz ungeborener Kinder

laut Weltgesundheitsorganisation werden weltweit etwa 40 Millionen Kinder jährlich im Mutterleib getötet („abgetrieben“).

Zu Recht setzten sich Tierschützer dafür ein, daß hochträchtige Rinder nicht zum Schlachten gebracht werden dürften. Diesen Aufschrei wünscht man sich auch für den Schutz ungeborener Kinder.

Conservo hat schon viele Male über das Thema „Tötung ungeborenen Lebens“ – verharmlosend „Abtreibung“ genannt – berichtet. Doch das Thema ist nach wie vor brisant und aktuell.

Auch in diesem Jahr kamen zum Protest gegen diese wahrhaft „unmenschliche“ Praxis viele Gegner der „Abtreibung“ zusammen. Nach Angaben des Bundesverbandes Lebensrecht, einem Zusammenschluss von 13 Organisationen, beteiligten sich an der ökumenischen Kundgebung vor dem Reichstagsgebäude 7.500 Personen – und damit ebenso viele wie im Vorjahr.Der Zug durch das Regierungsviertel stand unter dem Motto:

„Die Schwächsten schützen. Ja zu jedem Kind. Selektion und Abtreibung beenden“.

Zu einer Gegendemonstration hatte ein „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ aufgerufen. Darunter waren Vertreter der Grünen, der Linkspartei sowie der SPD. Diese Protestaktion wurde u. a. vom Regierenden Bürgermeister Berlins, Michael Müller (SPD) und dem grünen Bundestagsabgeordneten Volker Beck unterstützt.

Laut untenstehender Meldung der evangelischen Nachrichtenagentur idea nahmen an dem Schweigemarsch vier katholische Würdenträger teil:

Neben Bischof Voderholzer waren auch die Weihbischöfe Matthias Heinrich (Berlin), Hubert Berenbrinker (Paderborn) und Florian Wörner (Augsburg) vertreten.

Der Berliner Erzbischof Heiner Koch erklärte in einem schriftlichen Grußwort, die Demonstranten setzen sich für ein „wahrhaft demokratisches Anliegen“ ein. Es gelte, sich für ungeborenes Leben gleichermaßen einzusetzen wie für Verfolgte und Flüchtlinge.

Auch der Vorsitzende der Dt. Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, schickte ein Grußwort.

Für den evangelikalen Dachverband, die Deutsche Evangelische Allianz, beteiligten sich der Generalsekretär, Hartmut Steeb, und der Vorsitzende, Ekkehart Vetter.

Die Unterstützung von landeskirchlicher Seite (EKD) für die Demonstration war spärlich. Lediglich der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, Hans-Jürgen Abromeit, sandte ein Grußwort. Hingegen unterstützt die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg den Marsch nicht.

Quelle und vollständiger IDEA-Text hier: http://www.idea.de/nachrichten/detail/7500-teilnehmer-beim-marsch-fuer-das-leben-102447.html

Häme und Informationsmanipulation durch DLF und Berliner MoPo

Statt sachlich zu informieren, griffen Deutschlandfunk (DLF) und Berliner Morgenpost zum Mittel der Manipulation – wie aus dem folgenden Schriftwechsel mit conservo-Autor Klaus Hildebrandt *) hervorgeht, den ich ohne weiteren Kommentar weitergebe:

(Gesendet: Mittwoch, 20. September 2017 um 06:19 Uhr, Von: „Klaus Hildebrandt“, Hildebrandt.Klaus@web.de An: leserbriefe@morgenpost.de):

Betreff: Streit um Abtreibung

(http://www.deutschlandfunk.de/berlin-tausende-menschen-bei-demonstrationen-zu-abtreibung.1939.de.html?drn:news_id=793106)

Sehr geehrte Damen und Herren der Berliner Morgenpost (UBM) und Deutschlandfunk (DLF),

ich schließe mich dem Schreiben der Berlinerin Frau Buhse an; denn ganz offensichtlich dient Ihre Berichterstattung der gezielten Manipulation der breiten Öffentlichkeit, womit ich insbesondere die von Ihnen genannte Zahl der Marschierer aus Deutschland und dem europäischen Ausland sowie die der veranschlagten „Feministinnen“ meine.

Der neben 3 weiteren katholischen Bischöfen mitmarschierende Bischof Dr. Rudolf Voderholzer aus dem Bistum Regensburg brachte es auf den Punkt indem er sagte: „Die „Obszönität des Protestes“ der Gegendemonstranten sei ein Beweis dafür, dass die Lebensrechtler etwas Wichtiges zu sagen und etwas Heiliges zu schützen hätten.“

Verstehen Sie doch endlich, dass diese wunderbaren und mutigen Menschen, die sich für die Schwächsten (Ungeborene, Alte, Kranke) unter uns einsetzen, niemandem etwas Böses wollen, im Gegenteil.

Ihre Berichterstattung nährt letztlich nur den allgemeinen Vorwurf der „Lügenpresse“ gegenüber deutschen Medien, den Sie nun nicht mehr so schnell loswerden.

Zu derartigen Vorgängen dürfen und werden wir Bürger nicht länger schweigen. Das Thema Abtreibung in Verbindung mit der Rückkehr zu einer vernünftigen Familienpolitik wird unser Land in den kommenden Jahren – ganz ähnlich wie in den USA – zunehmend und vielleicht sogar maßgeblich beeinflussen und steuern. Daran glaube ich fest.

Haben Sie Verständnis dafür, wenn ich diese Korrespondenz gerade noch rechtzeitig vor den Wahlen zum nächsten Deutschen Bundestag einem breiten Leserkreis zur Kenntnis gebe, denn unsere Bürger haben ein Recht auf Wahrheit. Gegen Lügen und Verdrehen hilft nur sie, und diese wird letztendlich immer siegen.

Sollten Sie sich zur Veröffentlichung des Leserbriefes der Dame (s.u.) durchringen, so fügen Sie diesem bitte gerne auch meine Zeilen bei.

Mit freundlichen Grüßen, Klaus Hildebrandt (Rheinland-Pfalz)

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(Gesendet: Sonntag, 17. September 2017 um 15:27 Uhr)

Von: „Edith Buhse“ An: leserbriefe@morgenpost.de

Betreff: Streit um Abtreibung

Alle Jahre wieder das gleiche: Die BM ist nicht bereit, sachlich und korrekt über den Marsch für das Leben zu informieren.

Wir – die Befürworter des Lebens in all seinen unterschiedlichen Phasen, also von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod – wollen keinen Streit.

Den Streit produzieren stets und alljährlich die Gegendemonstranten.

Hierüber aber wird der Leser nicht informiert. Auch die Angaben der Teilnehmerzahlen sind alljährlich ein Ärgernis. Ich kann als Teilnehmerin am Marsch f. d. Leben

nicht annähernd einschätzen, inwieweit die Zahl: rd. 2000 Feministinnen korrekt sein könnte. Ich kann aber definitiv mitteilen, dass sie mit ihrer Angabe, dass „nach

Polizeischätzung mehr als tausend Menschen am Lebensmarsch teilnahmen“, richtig liegen. Mehr als tausend heißt nach Zählung des Veranstalters allerdings: 7.500 Menschen! Es wird also deutlich, wie hier mit der Wahrheit umgegangen wird.

Unkorrekt ist es demnach auch, dass deutlich weniger Teilnehmer als im vergangenen Jahr gekommen seien. Vielmehr ist die Zahl stabil geblieben, und das war auch mein persönlicher Eindruck.

Fakt bleibt, dass eine gute Berichterstattung anders aussieht! Weshalb wird dem Leser nicht erklärt, worum es den Teilnehmern am Marsch wirklich geht, nämlich um die unantastbare Würde des Menschen!

Zum Schluß sei auch nochmals der Polizei für ihre gute Arbeit gedankt, die nicht notwendig wäre, wenn die Gegendemonstranten ebenso friedlich wären, wie die Teilnehmer am Marsch f. d. Leben.

P.S.: Edith Buhse – Berlin (Bz. Reinickendorf)Bin gespannt, ob sie diesen Leserbrief veröffentlichen!!!

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*) Klaus Hildebrandt ist bekennender, streitbarer Katholik und seit langer Zeit Autor bei conservo

www.conservo.wordpress.com   20.09.2017

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