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Von Adrian Lauber *)

Mitunter wettere ich gegen Ältere, die das Glück hatten, in einem stabilen, seiner Identität nicht beraubten Land aufwachsen und prosperieren zu dürfen, und denen heute offenbar völlig egal ist, welchen Trümmerhaufen die Jüngeren erben werden.

Das ist eine völlig subjektive Wahrnehmung von mir, da ich in meinem persönlichen Umfeld so einige kenne, die im Grunde nur noch irgendwie ihre Rente haben, regelmäßig einen saufen wollen und denen augenscheinlich wurscht ist, ob danach die Sintflut kommt.

Meine Generation und die noch Jüngeren haben ein Problem. Angesichts der über Jahrzehnte zu niedrigen Geburtenrate in diesem Land sind wir ziemlich wenige. Und jetzt kommen ausgerechnet die Baby-Boomer nach und nach ins Rentenalter. Das bedeutet demographische Verschiebungen, die nicht folgenlos bleiben werden. Die deutsche Gesellschaft wird älter und damit möglicherweise auch behäbiger und schlaffer. (Womit ich nicht bestreiten will, dass viele Ältere mehr Kraft und Vitalität haben als so mancher Zwanzigjährige! Solche Beispiele kenne ich auch persönlich.)Aber weil ich nicht zu einseitig sein will, möchte ich einen Artikel von Peter Helmes weiter empfehlen, der zeigt, dass keineswegs “den” Älteren die Zukunft egal ist, sondern dass es sehr wohl solche gibt, die sich Gedanken darüber machen, was aus diesem Land und aus den jüngeren werden soll. Sehr lesenswert: (https://www.conservo.blog/2018/04/02/die-schuld-der-aelteren-betrug-an-den-zukunftschancen-unserer-kinder/)

Abgesehen davon will ich auch gar nicht das Fass eines Generationenkonfliktes aufmachen. Es ist eher ein Konflikt Realismus versus ideologische Traumwelten, der heute der entscheidende ist. Wer auf welcher Seite steht, ist nicht abhängig vom Alter.

Außerdem sind ja erschreckend viele Leute meines Alters mindestens genauso gleichgültig wie manche Nach-mir-die-Sintflut-Rentner, obwohl gerade die Leute meines Alters – pardon – richtig am Arsch sind, wenn Islamisierung und Bevölkerungsaustausch weiter vorangetrieben werden.

Was haben wir relativ Wenigen dem massiven Zustrom von außen entgegen zu setzen? Abgesehen davon, dass Werte wie die Familie in dieser Gesellschaft so nachhaltig zerrüttet worden sind, dass kaum anzunehmen ist, dass familiärer Zusammenhalt binnen kurzer Zeit wieder erstarken wird oder dass die Geburtenraten wieder auf ein Niveau steigen werden, das zumindest für die Bestandserhaltung reicht. (Und selbst wenn sie wieder steigen sollten: Alterung und Schrumpfung der deutschen Population sind nicht mehr aufzuhalten. Der Zug ist abgefahren. Ökonomisch könnten wir damit aber wahrscheinlich schon fertig werden, zumal durch steigende Produktivitiät der Bedarf an Arbeitskräften sinkt. Der viel beschworene “Fachkräftemangel” wurde bereits widerlegt. Abgesehen davon, dass die Neuankömmlinge mehrheitlich sowieso keine solchen sind.)

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/das-maerchen-vom-fachkraeftemangel-a-1136647.html

http://www.zeit.de/2015/47/integration-fluechtlinge-schule-bildung-herausforderung

Über Jahrzehnte angerichtete Schäden lassen sich nicht über Nacht korrigieren, das braucht Zeit.

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*) Der bekannte Blogger Adrian F. Lauber ist seit November 2017 regelmäßig Autor auf conservo.
www.conservo.wordpress.com      3.4.2018

Von conservo

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