(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Deutschland – einig Messerland. Es wird gestochen, verletzt und gemeuchelt. Das weiß jeder, aber niemand soll drüber reden. Sind ja Einzelfälle, verübt von schwertraumatisierten Mitmenschen, die bald zu braven Mitbürgern heranwachsen. Neue deutschen Traumwelt.

Zu diesem Traum gehört eine ganz neue Rechtserfahrung:

Täterschutz geht vor Opferschutz!

Das Opfer ist selbst schuld, wenn es in das Messer eines Verwirrten läuft. Es hätte ja zuhause bleiben können.

Die Politik spricht von „einigen Opfern“ und macht lieber auf die große Zahl derer aufmerksam, die „gerne zu uns kommen“ – in das Land, in dem sich gut leben läßt. „Herzlich willkommen!“ rufen Regierung und Medien.

Sind denn die Opfer ebenfalls „herzlich“ hingenommen, sozusagen Kollateralschäden einer fremdenfreundlichen Gesellschaft? Nein, von den Opfern spricht man nicht. Es würde die Stimmung trüben.Die Hohen Priester der Willkommenskultur, die Gutmenschen aller Art, haben ein Gesicht – ein gutes, freundliches, aufgeschlossenes.

Die Opfer haben kein Gesicht.

So sehen es die Medien, so sieht es der Staat. Es war also höchste Zeit, daß sich eine Initiative findet, die die Opfer in den Mittelpunkt stellt – und nicht die Täter. conservo unterstützt das neue Frauenbündnis und bietet ihm – neben anderen – eine Plattform zur Öffentlichkeit. Bitte lesen Sie und helfen Sie mit:

Initiative des Frauenbündnisses “Den Opfern ein Gesicht geben”  

(2.3.18 13:33 Uhr, Von: das-frauenbuendnis@mailbox.org)

Liebe Alternative Presse, liebe Mitstreiter,

wir haben im Focus gelesen, dass die Familie vom Vivien K. die Öffentlichkeit sucht. Aus diesem Grund haben wir (einfach das „Frauenbündnis“ ohne jeden weiteren Zusatz) uns überlegt, den Angehörigen der Opfer von Migrantengewalt als öffentliche Plattform zur Verfügung zu stehen.

Unsere Presseerklärung lautet:

„Das Frauenbündnis leidet mit den Familien der Mädchen und Jungen, die durch Messerangriffe schwer verletzt oder getötet wurden. Wir sind froh und dankbar, dass Vivien K. – das jüngste Opfer – aus ihrem Koma erwacht ist.

Wir möchten Familien, die sich selbst an die Öffentlichkeit wenden und den Opfern Namen und Gesicht geben möchten, unterstützen: Wir bieten ihnen hier auf unserer Facebook-Seite den Raum, zu schreiben, Bilder zu posten oder bei unseren Veranstaltungen zu sprechen.

Das Frauenbündnis wünscht allen trotz der schweren Zeiten ein wunderbares Osterfest. Das Fest der Auferstehung Christi erlaubt es auch uns, jeden Tag einen Neuanfang zu machen und für unsere Würde einzustehen.“

Das Frauenbündnis: https://www.facebook.com/DasFrauenbuendnis/

das-frauenbuendnis@mailbox.org

Ferner eine Erläuterung zur Presseerklärung, da es bereits einige Nachfragen gab:

„Es geht zunächst um Opfer der illegalen Einwanderung und die betroffenen Familien, Freunde und Bekannten. Uns ist es wichtig, dass die Betroffenen selbst an uns herantreten – wir möchten sie keinesfalls gegen ihren Willen der Öffentlichkeit preisgeben.

Wir konzentrieren uns auf die Opfer der illegalen Einwanderung und der resultierenden, gesellschaftlichen Veränderungen, da dies das Kernthema des Frauenbündnisses ist. Damit möchten wir nicht die anderen Opfer geringschätzen.

Uns fiel auf, dass gerade die Opfer durch Übergriffe von Migranten – unabhängig von ihrem berechtigten Wunsch nach Privatsphäre – häufig verschwiegen und bagatellisiert werden.

Wir haben den Eindruck, dass selbst jene Familien, die an die Öffentlichkeit möchten, auf wenig Entgegenkommen treffen.

Familien, die wie die Familie von Vivien K. bewusst die Öffentlichkeit suchen, möchten wir helfen. Es ist unseres Erachtens wichtig, dass diese Familien Unterstützung und Würdigung ihres Leids erfahren, was bislang nicht erfolgt ist. Wenn Taten und Täter verschämt verschwiegen werden, ist es noch schwerer, mit dem Verlust fertig zu werden. Denn durch die anonymisierte Berichterstattung entsteht der Eindruck, dass nichts passiert sei und man im Leid unsichtbar wird.

Von Betroffenen haben wir noch keine Reaktion erhalten. Jedoch sind einige Personen und Organisationen, die auf Opferunterstützung spezialisiert sind, auf uns zugekommen. Insgesamt haben wir durchweg nur positives Feedback erhalten. Dies scheint also ein Thema zu sein, das die Menschen stark berührt und ihnen auf den Nägeln brennt.“

Wir würden uns über eine Verbreitung unserer Erklärungen freuen. Bei Fragen können Sie uns sehr gern unter das-frauenbuendnis@mailbox.org oder unter unserer Facebookseite https://www.facebook.com/DasFrauenbuendnis/ erreichen, wo sie auch die Fotos von der Demo am 24.03. verwenden dürfen.

Herzliche Grüße, Maria vom Frauenbündnis

www.conservo.wordpress.com   3.4.2018

Von conservo

Conservo-Redaktion