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Von Heiner Hofsommer *)

Erste Ursache:         Der Werte-, Sitten- und Normenverfall

Zweite Ursache:       Das Gift des Libertinismus, der falsch verstandenen Freiheit

Dritte Ursache:        Die verfehlte Bildungs- und Erziehungspolitik

Vierte Ursache:       Die dumpfe Hinnahme einer jahrelangen Einwanderung in die Unterschicht

Fünfte Ursache:       Die Erfindung des „zeitlosen Nazi“

1.) Der Werte-, Sitten- und Normenverfall

Die Hauptverursacher der ramponierten gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland sind die ´68er Kulturrevolutionäre.

Inspiriert von der neomarxistischen Philosophie der ‚Frankfurter Schule‘ wurden sämtliche eine bürgerliche Gesellschaftsordnung tragenden Wertvorstellungen systematisch kaputtgemacht.

Mit dem Schlagwort der ‚Emanzipation‘ inszenierte man einen Brachialbruch mit allen religiösen und moralischen Überlieferungen und den Autoritätsträgern in Schule, Universität, Kirche, Staat und Gesellschaft.

Mit verlockend daherkommenden Selbstverwirklichungsstrategien wurden die Zuordnungsmerkmale einer stabilen Gesellschaft zum Einsturz gebracht. Bewährte Gesellschaftsstrukturen wurden mit einem nie gekannten Hedonismus und Anspruchsdenken aus ihrer Verankerung gerissen.

2.) Das Gift des Libertinismus, der falsch verstandenen Freiheit

Unter dem Deckmantel des Liberalismus wird seit Jahren das Gift des Libertinismus den jungen Menschen eingeträufelt.

Anstatt die bewährten preußischen Tugenden zum Zwecke der Orientierung zu revitalisieren, werden von so manchen Soziologen Psychologen, Pädagogen und auch evangelischen Pfarrer jene mies und lächerlich gemacht.

Die Freiheit wird mit Zügellosigkeit verwechselt, Toleranz mit Beliebigkeit und Gleichgültigkeit. Damit wird die geistige Grundhaltung eines Volkes pervertiert. Das geht auf die Dauer nicht gut und schafft Chaossituationen.

3.) Die verfehlte Bildungs- und Erziehungspolitik

„Ihr habt uns halbstark gemacht, weil ihr schwach seid. Ihr habt uns keinen Weg gewiesen, der Sinn hat. Weil ihr selber den Weg nicht kennt und versäumt habt, ihn zu suchen.“

Mit diesen Worten eines jungen Abiturienten lässt Peter Hahne, der Fernsehmoderator, das große Erziehungsdefizit der deutschen Eltern und Lehrer beschreiben.

Er, der Lehrer soll nur noch als Moderator von Lernprozessen, als Agent der Sozialisation auftreten. Ein solcher Schwachsinn hinsichtlich einer so notwendigen Vorbildfunktion macht deutlich, zu was der Firlefanz der antiautoritären Erziehung in diesem Land geführt hat.

Ganze Generationen von Schülern werden seit Jahrzehnten von Heerscharen fehlgeleiteter Pädagogen in die Irre geführt. Diese Sorte Lehrer meiden die Begriffe Leistung, Disziplin und Autorität – das Rüstzeug für den Bildungs- und Erziehungsprozeß – wie der Teufel das Weihwasser.

Die Folge:

Der so notwendige Lernzuwachs besonders in den klassischen Disziplinen bleibt auf der Strecke – wie internationale Studien über die einst so gelobte deutsche Schule mit Verwunderung feststellen.

Obwohl die Erziehung angeblich immer besser, moderner, menschlicher und kindgemäßer wird, steigen die Verwahrlosung, die Kriminalität, die Drogenabhängigkeit, der Werteverlust und die Orientierungslosigkeit unserer Kinder, Heranwachsenden und Jugendlichen in schwindelerregende Höhen.

Einst hatten Schüler in Deutschland durchweg Respekt vor ihren Lehrern, heute haben die Lehrer Angst vor den Schülern.

Das Niederschlagen und Traktieren mit Fußtritten des stellvertretenden Schulleiters an einer Kasseler Gesamtschule durch einen Schüler mit serbischem Migrationshintergrund ist ein Indiz dafür, wie weit die Verrohung der Sitten in Deutschland fortgeschritten ist.

4.) Die dumpfe Hinnahme der jahrelangen Einwanderung in die Unterschicht

In Deutschland tickt eine demografische Zeitbombe. Die Deutschen werden immer weniger, die nicht integrationsfähigen und -willigen Ausländer immer mehr. In vielen Großstädten befinden sich die Deutschen bis zum Lebensalter von 40 Jahren bereits heute in der Minderheit.

Ethnisch inhomogene Gesellschaften – so wissen wir es aus der Geschichte – verhalten sich nur so lange friedlich, als Wohlstand herrscht. Eine Balkanisierung in einen Vielvölkerstaat – ernstzunehmende Soziologen sehen eine solche Entwicklung voraus – zeitigt bei wirtschaftlicher Krise bürgerkriegsähnliche Zustände.

Hält die Entwicklung wie bisher an, so prognostiziert der Bielefelder Bevölkerungswissenschaftler, Prof. Birg, nur noch zirka 49 Millionen Autochthone und zirka 20 Millionen Zu-gewanderte als Population in Deutschland im Jahre 2050.

5.) Die Erfindung des „zeitlosen Nazi“

Obwohl seit 1990 wiedervereinigt – das nationale Selbstbewußtsein der Deutschen geht weiterhin am Krückstock.

Offenbar kann man bis in etablierte Parteikreise hinein mit einer nationalen Identität nichts anfangen. Grund hierfür ist das offenbare Erfinden des ‚zeitlosen Nazi‘, um die Deutschen permanent mit einer säkularisierten Erbsünde zu konfrontieren. Sinn und Zweck dieser Übung ist eine angepeilte ewige Vergangenheitsbewältigung, damit die Deutschen ihren gelähmten Status ja nicht verlieren.

Je weiter wir von 1945 zeitlich wegkommen, desto mehr üben sich sogar offizielle Repräsentanten dieses Landes in nicht nachzuvollziehender Unterwürfigkeit, Servilität und öffentlicher Selbsterniedrigung. Eine solche Selbstkasteiung hält – bei allem erforderlichen Schuldeinge-ständnis – auf die Dauer kein Volk aus.

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*) Heiner Hofsommer verstarb am 18. April d.J.

Er war ein aktives Mitglied im „Arbeitskreis konservativer Christen“ (=AKC).

Diese Gemeinschaft war aus dem Christlich-konservativen Deutschland-Forum entstanden, das von den Bundestagsabgeordneten der CDU Böhm, Lummer und Jäger als eine Vereinigung gegen die ‚Verausländerung‘ und Entnationalisierung der Deutschen 1992 geschaffen werden sollte. Der Versuch auf Bundesebene scheiterte an der linksideologischen Indoktrination durch den CDU-Vorsitz der Angela Merkel. Das hessische Forum arbeitete unter dem Titel Christlich-konservativer Arbeitskreis weiter, der sich auf Vorschlag des damaligen hessischen CDU-Vorsitzenden Roland Koch im Hinblick auf die Arbeit des unvergessenen CDU-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Dr. Alfred Dregger als ‚Arbeitskreis konservativer Christen‘ bezeichnete.

In diesem Kreis arbeitete Heiner Hofsommer mit. Er mußte seinen von ihm so geliebten Beruf als Lehrer aufgeben, weil er eine Tatsache im Unterricht verkündet hatte, nämlich, ‚daß die schwarze Bevölkerung als Sklaven aus Afrika wie Ware importiert worden war.‘

Es waren Freunde des AKC, die ihm in dieser Situation zu seinem Recht verholfen hatten. So konnte er dann auch als Berater in Namibia längere Zeit erfolgreich tätig sein. Bis zu seinem letzten Atemzug stand er mit großem Engagement in den Reihen der Alternativen für Deutschland. Wegen seiner patriotischen Leistungen darf Heiner Hofsommer nicht vergessen werden.

Der oben abgedruckte Artikel ist ein Aufsatz, den Hofsommer im Februar 2008 geschrieben hatte. Es war also bereits vor zehn Jahren, daß Heiner Hofsommer die Gefahren der damaligen politischen Entwicklung seines Deutschlands erkannt und vor den Konsequenzen gewarnt hatte.

Sein Dienst um sein, um unser Vaterland war groß. Er hat den Gedanken wachgehalten, daß wir es für uns behalten wollen. Inzwischen sind die Verhältnisse so, daß wir es uns unser eigenes Vaterland wiederholen müssen.

Herbert Gassen, Leiter des Arbeitskreises konservativer Christen bis 2008

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*) Herbert Gassen ist Dipl. Volkswirt, Bankkaufmann und regelmäßig Kolumnist auf conservo
www.conservo.wordpress.com        26.05.2018

Von conservo

Conservo-Redaktion