conservo-Sprüche des Tages: Mensch und Hofhund

(www.conservo.wordpress.com)

Von Helmut Roewer *)

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Schiller und Beethoven waren Vorläufer der Globalisten. Allerdings endete deren „dieser Gruß der ganzen Welt“ an den Gestaden Europas.

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Das Geschrei um den ungeregelten Brexit ist ein solches von Bürokraten, die ihre Felle davonschwimmen sehen. Die Regellosigkeit wird erweisen, dass das Weggefallene überflüssiges Gestrüpp war. Die notwendigen grenzüberscheitenden Beziehungen werden sich von selbst bilden – zur sichtlichen Erleichterung der Beteiligten.

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In Wittenburg (Meckpomm) wird einem 85-jährigen nachts von seinem afghanischen, als Asylant abgelehnten Betreuer die Kehle durchgeschnitten. Die Tochter des Opfers, die offenbar die Betreuung organisiert hatte, arbeitet bei der Flüchtlingshilfe in Zwickau. Ein Bilderbuchfall.

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Ein CDU-Held namens Röttgen beschwört die Notwendigkeit der deutschen Unterschrift beim UNO-Migrationspakt, weil Deutschland sonst seine Führungsrolle verliere. Führungsrolle? Ist mir was entgangen.

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Der einzige Marxkenner von Format, der mir über den Weg lief, ist der strikte Anti-Kommunist Konrad Löw – ein Politologe, der in Wirklichkeit Jurist ist.

Wenn der Wunsch der Vater des Gedanken ist, tritt der seltene Fall auf, dass die Mutter anonym bleibt.

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Wenn man den Hofhund lange genug ärgert, dann beißt er. Ist statt des Hundes ein Mensch das Zielobjekt, spricht man von Radikalisierung.

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*) Dr. Helmut Roewer wurde nach dem Abitur Panzeroffizier, zuletzt Oberleutnant. Sodann Studium der Rechtswissenschaften, Volkswirtschaft und Geschichte. Nach dem zweiten juristischen Staatsexamen Rechtsanwalt und Promotion zum Dr.iur. über ein rechtsgeschichtliches Thema. Später Beamter im Sicherheitsbereich des Bundesinnenministerium in Bonn und Berlin, zuletzt Ministerialrat. Frühjahr 1994 bis Herbst 2000 Präsident einer Verfassungsschutzbehörde. Nach der Versetzung in den einstweiligen Ruhestand freiberuflicher Schriftsteller und Autor bei conservo. Er lebt und arbeitet in Weimar und Italien.
www.conservo.wordpress.com       20.11.2018

4 Kommentare

  1. Röttgens armseliges Drängen auf die Unterzeichnung des Paktes macht einmal mehr deutlich, dass es Demokratie in Wirklichkeit nicht gibt. Seit jeher beruht alle Herrschaft letztlich auf der Diktatur des Prekariats. Dabei sind Prekarier aber nicht etwa Menschen in bescheidenen Verhältnissen, sondern überwiegend gerade Solche, die viel zu verlieren haben und sich deshalb unterwürfig dem Willen ihrer Gönner beugen. Hierarchien beruhen überwiegend darauf, diejenigen zu befördern, die auf den Posten am wenigsten wieder verzichten können, sich deshalb leicht unter Druck setzen lassen und diesen Druck auch nach unten durchreichen, wogegen Menschen mit Alternativen meist Außenseiter oder allenfalls Handlanger bleiben.
    Höchste Instanz allen Geschehens ist leider immer noch die Verlustangst, weshalb alles und jeder seinen Preis hat. Hofhunde macht man sich beispielsweise gefügig, indem man mit dem Knochen winkt, den man ihnen zuvor weggenommen hat, und Deutsche, indem man sie der Gemütlichkeit beraubt.
    Jegliche Gewaltenteilung, demokratische Willensbildung oder Rechtsstaatlichkeit ist nur Schauspiel, solange über allem die Angst herrscht. Aber Angstherrschaft ist nichts anderes als Terror und deren Diener sind Terroristen, ob sie nun mit Waffen, körperlicher Gewalt oder Entzug drohen. Was immer geschieht, ist unterm Strich überwiegend das Resultat von Entzugserscheinungen, wovon Nostalgie dabei wohl die am weitesten verbreitet ist. Es gibt daher vermutlich nur dort einen freien Willen, wo sich Menschen nicht an Gewohnheiten klammern, weshalb Demokratie und Terrorismus sich gegenseitig ausschließen.
    Somit ist es völlig egal, was Deutschland zu verlieren hat, eine Führungsrolle, eine Gegenwart oder eine Geschichte. Um zu herrschen, ist jedes Verlustrisiko geeignet. Man muss nur damit drohen können.

  2. Ein CDU-Held namens Röttgen beschwört die Notwendigkeit der deutschen Unterschrift beim UNO-Migrationspakt, weil Deutschland sonst seine Führungsrolle verliere. Führungsrolle? Ist mir was entgangen.

    Wähnt der sich etwa schon als der der neue ‚Füh-rer‘ und hat jetzt Angst um seine Pfründe?

    1. Also ICH will dass DEUTSCHLAND Seinr Führungsrolle VERLIEREN in Sachen SELBST-AUFGABE und KAPUTT-VERSKLAVNUNG Seiner eigenen Bürger !!!!

  3. Die Führungsrolle Deutschlands! Klar bei der Zerstörung innerdeutscher Familien/Gesellschafts/Glaubens/Machtstrukturen….

    Ja, da hat er Recht!

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