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Von Klaus Hildebrandt / Berthold Arndt

Liebe Freunde und Menschen “mit Gehirn”, dieser Aufsatz (s. Anlage) passt m.E. gut zum Allerheiligen-Gedenktag, weil er viel mit Leben und Tod, also nicht nur mit dem “Material” Mensch, sondern auch mit seinem “Geist” zu tun hat. Er basiert auf der Naturwissenschaft der Anthropologie und der Psychoanalytik, und dürfte vor dem Hintergrund des gegenwärtigen Chaos im Lande auch für unsere Politiker von Interesse sein, damit sich bei Ihnen hoffentlich wieder gewisse, über die Jahre ganz offensichtlich stark “verkümmerte Synapse” im Hirn zurückentwickeln. Besuchen Sie die Gräber Ihrer verstorbenen Lieben, und betrachten Sie das Leben als das, was es ist: Ein Wunder der Natur und Schöpfung, wofür wir alle dankbar sein sollten, auch wenn es nicht immer und für jeden perfekt ist.

Ich halte solche Artikel (s.u.) übrigens für wertvoll, schon alleine deswegen, weil sie der Wahrheit entsprechen und Menschen wieder in wachsender Selbsterkenntnis dieBedeutung und Möglichkeiten des eigenständigen Denkens vor Augen führen. Darauf hat jeder Mensch ein natürliches Recht, und daran wird auch die klügste Form der politischen Zensur nichts ändern.

Ein Volk das mitdenkt und sich nicht scheut, für Moral, Recht und Ordnung einzutreten, kann man einfach nicht klein kriegen. Da bin ich mir ziemlich sicher, und dafür sind wir einfach auch zu viele.

Klaus Hildebrandt

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Hier folgt der Beitrag von Berthold Arndt:

Das Denken des menschlichen Gehirns

Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn Hirnforscher das menschliche Gehirn untersuchen, so können sie drei Dinge nicht erklären:

1. das Bewusstsein,

2. den akausalen Geist und

3. den freien Willen.

Der Grund dürfte darin liegen, dass sie sich als Biologen begreifen und strikt materialistisch denken.

Zu 1.

Das Bewusstsein ist für sie allein Ergebnis des materiellen Zustandes des Gehirns. Eine eigene Rolle messen sie ihm nicht bei.

Zu 2.

Die Akausalität des Geistes ignorieren sie.

Zu 3.

Und den freien Willen erklären sie als nicht existent, als Illusion.

Die Hirnforscher interessieren sich nur für die Physis des Gehirns. Nur sie untersuchen sie. Die Physis ist für sie das Gehirn. Es gibt aber zwei Seiten des Gehirns: die Physis und die Bewusstseinsseite (genauer die Geistseite).

Dieser Dualismus von Bewusstsein und Materie ist unüberwindlich.

Auf der Physis gibt es einige Gesetzmäßigkeiten, die kausal erscheinen. Wenn z. B. eine Synapse oft erregt wird, so vergrößert sie sich. Synapsen, die nicht gebraucht werden, verkümmern. Da wir kein gesondertes Organ besitzen, das die Zustände des Gehirns interpretiert und so Bewusstsein erzeugt, erzeugt das Gehirn selbst das Bewusstsein; es versteht seine Zustände. Die Gedanken des Individuums fließen somit in die Selbstorganisation des Gehirns mit ein und haben Einfluss auf die Bildung des nächsten Gedankens. Geist und Physis wirken wechselseitig aufeinander. Dabei überwindet der Geist nicht die Kausalität, er nutzt sie, so wie der Fahrer eines Automobils die Kausalität seines Fahrzeuges nutzt, um es zu steuern. Es gibt keine materiellen Gesetze, die den Geist steuern.

Der Mensch ist intelligent, weil er nach vorgegebenen Prinzipien denken kann. Der Geist gibt sich selber Denkprinzipien oder erlernt sie durch Interaktion mit anderen Menschen, aus der Kultur und aus der Umgebung. Diese Denkprinzipien sind oft unbewusst. Wir sollten sie bewusst machen, um unsere Souveränität zu verteidigen. Das implizite Wissen muss explizit werden!

Die Güte der Denkprinzipien entscheidet wesentlich über die Intelligenz und die Begabungen des Individuums. Der eigentliche Denkakt erfolgt auf der Geistseite. Wir müssen genau überdenken, was wir über den geistigen Schöpfungsakt zu wissen glauben, denn dieses Wissen wird beim Denken angewendet – auch unbewusst!

Die Hirnforschung kann uns schaden, wenn wir ihre „Erkenntnisse“ beim Denkakt berücksichtigen. Glauben wir bedingungslos ihren Einsichten, so können sie zu sich selbst erfüllende Prophezeiungen werden.

Der Materialismus versagt bei der Objektivierung des individuellen Erkenntnisprozesses. Die Wahrnehmung durch unsere Sinnesorgane ist noch weitgehend kausal, sie ist unabhängig von unserem Bewusstsein, wenn keine Halluzinationen vorliegen. Eine grüne Fläche können wir z. B. nicht in Rot sehen. Das Denken jedoch ist akausal. Unsere Gedanken folgen nicht kausal aus der Umwelt oder unserem Wissen. Wir können im konkreten Fall immer abwägen, was wahr und was falsch ist, was gut und was böse ist. Dabei haben wir einen gedanklichen Freiraum, der das Denken erst ermöglicht. Das Wissen beeinflusst aber den Gedankengang, da er auf das Wissen zurückgreift. Es liegt an uns, mit welcher Information wir unseren Geist versorgen.

In einem gesunden Gehirn besitzt der Geist ausreichend Freiheiten, um nicht durch Umwelt und Wissen determiniert zu sein. Unser Gehirn ist ein nichtdeterministisches System. Wenn wir das negieren, wenn wir glauben, unser Gehirn arbeite nach Naturgesetzen und wir keinen Einfluss auf es hätten, dann werden wir fatalistisch. Wozu soll man sich noch anstrengen, wenn das Gehirn sowieso macht, was es soll? Wer im materialistischen Gedankenkäfig sitzt, muss die Frage nach der Freiheit des Geistes verneinen. Der Mensch erschafft sich selbst, indem er seinen Geist erschafft.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Berthold Arndt 31.10.2020,

Berthold Arndt, Neustädter Straße 31 D-38486 Klötze  (0 39 09) 22 75 Dipl.-Math. E-Mail: Berthold.Arndt@T-Online.de

www.conservo.wordpress.com     2.11.2020

Von conservo

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