Alle Jahre wieder – „Erinnerungskultur“ an den bis heute unaufgeklärten Fall Alois Mannichl

(www.conservo.wordpress.com)

von Notan Dickerle, Anwärter auf den Leuchtturmpreis für mutigen Journalismus gegen “Bunt“

Wenn nicht noch ein Bundestagswunder geschieht, werden wir in Deutschland demnächst ein “Demokratiegesetz” haben, in dessen Rahmen linksextreme Antifanten alias “Zivilgesellschaft” trotz coronabedingter Haushaltslöcher mit einer Milliarde Euro (sic!) alimentiert werden sollen. Der Kampf gegen Nazis und sonstiges “Krebsgeschwür” (so das Ex-MdEP der CDU, Elmar Brok, über die “Werteunion”) rechts von unserer guten Kanzlerin bleibt neben pandemischen Viren und dem Klima ganz oben auf der politischen Agenda.

Begonnen hat der “Kampf” als “Aufstand der Anständigen” im Oktober 2000 unter Gerhard Schröder nach einem Brandanschlag auf die Synagoge von Düsseldorf. Es stellte sich zwar bald heraus, daß dieser von zwei jungen Arabern als Protest gegen den provokativen Besuch des israelischen Premiers Ariel Scharon auf dem Tempelberg von Jerusalem begangen worden war, “Aufstand” und “Kampf” blieben indes auf der Tagesordnung und werden von der Bundesregierung seit 20 Jahren mit zunehmender Verbitterung und wachsendem Budget geführt. Selbstverständlich muß eine entsprechende Notwendigkeit dem Steuerzahler von Zeit zu Zeit vor Augen geführt werden.

Der merkwürdige Fall des Passauer Polizeichefs Alois Mannichl ergibt vielleicht in diesem Zusammenhang einen Sinn. Kurz vor Weihnachten 2008 war er der Aufreger par excellence.

Für eine Nation, die sich einer “Erinnerungskultur” quasi als Staatsraison verschrieben hat, ist es angebracht, sich auch an diesen Jahrestag zu erinnern, zumal der Fall bis heute nicht aufgeklärt ist:

Am 13. Dezember 2008 wurde auf Alois Mannichl ein Messeranschlag verübt. „Neonazi sticht Polizeichef nieder“ – so und ähnlich lauteten anschließend die Schlagzeilen. Mannichl war wegen seiner harten Haltung gegenüber der rechten Szene bekannt und dort entsprechend verhaßt. Der Täter soll ihn eigenen Angaben zufolge nazistisch beschimpft und überdies die für den Personenkreis typische Glatze (Vorsicht Vorurteil!) getragen haben. Eine 50-köpfige Sonderkommission wurde ins Leben gerufen, Lichterketten gegen Neonazis organisiert („Passau ist bunt!“ – damals fing die bunte Mode an…), gegen die Horst Seehofer als damaliger bayerischer Ministerpräsident härter durchzugreifen versprach, nachdem SPD-Außenminister Steinmeier einen “höheren Fahndungsdruck” verlangt hatte. Der Oberbürgermeister von München nahm den Fall zum Anlass, die bis heute den „Kampf gegen Rechts“ steuernde und befeuernde „Fachstelle gegen Rechtsextremismus“ einzurichten. Ein Stein kam ins Rollen, der seither rollt.

Die Sonderkommission wurde indes nicht fündig, der Fall von regulären Fahndern übernommen, die Zahl der befassten Mitarbeiter reduziert. Mögliche Verbindungen in die Eishockeyszene, ins österreichische Rockermilieu oder gar zur „Zwickauer Terrorzelle“ der NSU (schon damals!) bestätigten sich nicht.

„Ein Attentat mutiert zum Rätsel“ titelte der „Spiegel“, und aus Ermittlerkreisen wurde eine Reihe von Ungereimtheiten bekannt: Die Tatwaffe, ein 12cm langes Küchenmesser, gehörte zu Mannichls Haushalt, lag zur Tatzeit auf dem Fensterbrett seines eigenen Hauses und wies keine Spuren auf. Die Fingernägel des Opfers wurden nicht nach DNS-Spuren untersucht. Der Stich war nicht mit Wucht geführt worden und auch nicht lebensgefährlich, wie ursprünglich behauptet. Das Fehlen eines Bekennerschreibens war ebenso unüblich wie die Fahndung lediglich in eine Richtung, nämlich nach „rechts“. Mitglieder der SoKo klagten über Einschränkungen ihrer Ermittlungsarbeit, unabhängige Fahnder zeigten sich befremdet über die frühe Festlegung auf einen bestimmten Täterkreis sowie die Abweichung vom Grundsatz, von innen nach außen zu ermitteln, d.h. zunächst das private Umfeld auszuleuchten. Der leitende Oberstaatsanwalt kritisierte Mannichls ungenaue Beschreibung des Täters und warf ihm widersprüchliches Verhalten vor. Einen gezielten Anschlag aus der rechtsradikalen Szene hielt er eher für unwahrscheinlich.

Ein Ziel war aber erreicht: die Aufmerksamkeit der Durchschnittsbürger war auf eine angebliche drohende Gefahr von rechts gelenkt worden, “Aufstand” und “Kampf” schienen gerechtfertigt.

Der Aufreger beherrschte zum Jahresende 2008 die Schlagzeilen, mit allen negativen Folgen für das Image Deutschlands. Die Entwarnung fand sich später in den Lokalteilen der Gazetten wieder, teilweise unter der Rubrik “Vermischtes”. Geklärt ist der Fall Mannichl bis heute nicht. Im Mai 2011 wurde die Akte offiziell geschlossen.

Ähnlichkeiten mit dem Fall des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke sind vielleicht zufällig, aber durchaus erkennbar, auch wenn dieser im Juni 2019 tatsächlich gewaltsam ums Leben kam und nicht wie Mannichl eine erstaunlich rasche Wiederauferstehung hinlegte. Auch hier wurde die Propagandamaschine von Beginn an so ausschließlich auf ein rechtsextremes Verbrechen konzentriert, daß die Absicht dahinter spürbar wurde, nur ja keine ergebnisoffene Untersuchung zuzulassen. Doch obwohl angeblich so eindeutig zuzuordnen und sogar mit einem echten Mordopfer im Mittelpunkt ist auch dieser Fall bisher nicht gelöst.

Verbrechen, die hingegen längst aufgeklärt waren wie das Attentat auf dem Oktoberfest von 1980, wurden im Hinblick auf ihre gesinnungspolitische Verwertbarkeit neu aufgerollt, die Definition für Politisch Motivierte Kriminalität (PMK) nach Bedarf erweitert, um Anschläge wie dasjenige auf das Olympia-Einkaufszentrum in München (Juli 2016) als rechtsradikal qualifizieren zu können.

Ob Verbindungen des sog. Nationalsozialistischen Untergrunds” (NSU) zum Verfassungsschutz, der nach eigener Aussage “im Verborgenen Gutes tut”, jemals ans Licht kommen werden? Vielleicht nach den 120 Jahren, die der Verfassungsschutz des Landes Hessen als Sperrfrist für die Akten verfügt hatte. Ein Schelm – nein schlimmer, ein Objekt für den regierungsamtlichen “Kampf” und seine zivilgesellschaftlichen Söldner, wer Schlechtes dabei denkt. “Lotta continua” hieß das einst bei den Roten Brigaden in Italien, “weitermachen!” auf dem Grabstein des marxistischen Politologen Herbert Marcuse von der sog. “Frankfurter Schule”, deren Grundsätze inzwischen bedauerlicherweise die politischen Leitlinien unseres Landes bestimmen.

www.conservo.wordpress.com     12.12.2020

5 Kommentare

  1. Lieber ceterum censeo !
    Danke, Wenn es diese massenhaften Einzelfälle von psychisch labilen „Einzeltätern“ tatsächlich geben sollte, spart man sich unangenehme Schlussfolgerungen.
    Wie viele Einzeltäter machen eine “ Masse“ ?
    Es ist unumstritten, dass die vielen Einzeltäter mehrheitlich Nicht-Deutsche sind..
    In Berlin soll alle 10 Stunden eine Frau vergewaltigt. Leider fehlt jede Aufschlüssellung nach Ehtnien. Das wäre interessant.

    Mit besten Grüßen

    Ihr

    Dieter Farwick.

    1. Danke, lieber Herr Farwick.
      Nun, im Falle ‚Hanau‘ war es wohl tatsächlich ein höchst psychisch kranker ‚Einzeltäter‘ wenn ich mal von anderen sz. aufgekommenen Deutungen absehe.
      Aber unabhängig davon und seinem doch ersichtlichen grünlinken Hintergrund und sämtlichen Fakten – es war ein (Bio-)Deutscher – und deswegen eignete sich das doch so trefflich zu der sofort einsetzenden widerwärtigen Instrumentalisierung!

      Wäre der Täter etwa ein ‚Bereicherer‘ gewesen, das Ganze wäre doch sofort unter den Teppich gekehrt worden – eben so wie die inzwischen zahllosen sonstigen ‚Einzeltaten‘ ….

      Beste Grüße
      Ihr ceterum_censeo

  2. Sehr gut gesagt! – Und daß, nicht zu vergessen, Ingrid es auch schon hier angesprochen hat – die erbärmliche widerwärtige Instrumentalisierung des Amoklaufs von Hanau – durch einen bereits auffällig gewordenen, vollkommen geistesgestörten, noch dazu dem grünen Milieu (Vater°!) entstammenden psychopathischen Täter!

    Aber sofortige Instrumentalisierung zu Lasten der AfD, die damit ÜBERHAUPT nichts zu tun hatte – die AfD ‚habe mitgeschossen‘!
    Wiederlicher geht’s nicht mehr.

    Und die schmierige ‚Gedenkveranstaltung‘ … MerKILL, der BunTesPräser, usw. sowie der schleimige Bouffetier …
    übelstes Schmierentheater!

  3. Sehr gut conservo daran zu erinnern.

    Dieser Kampf gegen Rechts, begann also schon sehr viel früher.
    Um alle Schandtaten durchsetzen zu können braucht mal Schuldige, denen man die eigenen Verbrechen in die Schuhe schieben kann und auch um das Volk hinters Licht zu führen.

    Egal ob NSU, Lübcke, Hanau oder Mannichls, alles dubiose Morde, die keiner durchschauen kann und für die sicher auch die falschen Täter büßen müssen.
    Jetzt soll schon eine konservative Bundestagspartei unter die Beaufsichtigung des Verfassungsschutzes gestellt werden.
    Unsere Demokratie scheint dahin zu sein und und wenn wir diese wöchentliche Merkel- Diktatur ertragen muss, dann weißt man das unser Leben nicht mehr das Gleiche ist wie vor einem Jahr, das man uns unsere Freiheit, unsere Gemeinschaft und unsere Lebensfreude vernichtet hat.

    Ich habe gestern auf Neo die Helene Fischer WheinachtsShow des letzten Jahres gesehen und da ist mir so richtig bewusst geworden, was wir verloren haben, denn genau diese Lebensfreude, schöne Stunden miteinander mit Umarmungen, Tanzen und auch Küssen, alles weg, nur noch Tristesse und Eintönigkeit.
    Ich will mein freies Land wieder, es ist zum Weinen.
    Wann wacht dieses Volk endlich auf.

    1. Ingrid, dieses „Volk“ weigert sich aufzuwachen, denn wenn sie das würden, müssten sie die harte Realität sehen und das wollen sie nicht. Es ist einfacher, im bequemen Sessel die Geschehnisse regierungskonform zu bewerten und Andersdenkende als Nazis oder sonstiges zu beschimpfen. Es gibt kein deutsches Volk, sagte Habeck einmal und die Germanen gab es auch nicht sowie es keine Trümmerfrauen gab, denn, laut Siggi Gabriel und Fatima Roth, haben die Türken Deutschland aufgebaut. Unsere Eltern und Großeltern haben nach dem Krieg faul in der Sonne gelegen uns sich bestimmte Körperstellen gekrault. Es darf nichts übrig bleiben, was auch nur die Bezeichnung „deutsch“ trägt und wenn es so weiter geht, wird auch nichts übrig bleiben. Dann hat es wieder niemand gewusst. https://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/interview-mit-leonie-treber-historikerin-die-truemmerfrauen-der-nachkriegszeit-sind-ein-mythos_id_12146135.html

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