„Im Karpatenbogen“ – Geschichte der Minderheiten in Europa und das Recht auf kulturelle sowie territoriale Autonomie

(www.conservo.wordpress.com)

Von PUBLIcum *)

Tipp: Zeitgeschichte ganz nebenan – Reinhard Olt legte sein neues Buch vor, das in deutscher und ungarischer Sprache erschien**)

Ungarn und die Diaspora der Magyaren – Reportagen und Analysen

Reinhard Olt bietet in diesem Buch „Im Karpatenbogen“ einen exzellenten Überblick über die Geschichte der Minderheiten in Europa vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart und zeigt, wie das ungerechte Trianon-Diktat zu Problemen geführt hat, die bis heute schwer zu lösen sind. Der Autor ist davon überzeugt, dass im 21. Jahrhundert neben der Gewährleistung der Personenrechte auch die Gewährung des rechtssicheren Volksgruppenschutzes sowie das Recht auf kulturelle und territoriale Autonomie zur Schaffung eines stabilen und sicheren Europas beitragen.

Im Jahr, indem dieses Buch erscheint, erinnert Ungarn an den100. Jahrestag des Friedensvertrags von Trianon, in Wahrheit ein Diktat der Siegermächte des Ersten Weltkriegs. Ungarn verlor mehr als zwei Drittel seines Territoriums und als Folge des Vertrags wurden plötzlich mehr als 3,5Millionen Magyaren zu Bürgern fremder Staaten, in denen sie bis heute als Minderheit leben.

Die dramatische Verkleinerung des Staatsgebietes verursachte ein Trauma, das im kollektiven Bewußtsein bis in die Gegenwart hineinnachwirkt. In Westeuropa ist es heutzutage wahrscheinlich schwer nachvollziehbar, wie sich Millionen Menschen nach Trianon fühlten, als sie nicht mehr in ihrer Heimat aufwachsen konnten und sich ihr Identitätsgefühl plötzlich nicht mehr mit den Staatsgrenzen deckte.

Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Olt bietet in diesem Buch einen exzellenten Überblick über die Geschichte der Minderheiten in Europa vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart und zeigt, wie das ungerechte Trianon-Diktat zu Problemen geführt hat, die bis heute schwer zu lösen sind. Der Autor ist davon überzeugt, dass im 21. Jahrhundert neben der Gewährleistung der Personenrechte auch die Gewährung des rechtssicheren Volksgruppenschutzes sowie das Recht auf kulturelle und territoriale Autonomie zur Schaffung eines stabilen und sicheren Europas beitragen. Professor Reinhard Olt gehört zu den bekanntesten Publizisten Europas. Seine Aufsätze über die ungarischen Minderheiten sind von wissenschaftlichem Anspruch und können als wichtiges Quellenmaterial für zukünftige Historiker dienen, um das Fiasko, das dieses über eine eigenartige Sprache und Kultur verfügende ungarische Volk vor 100 Jahren erlebt hat, objektiv zu beurteilen. Prof. Dr. med. habil. E. Sylvester Vizi, Ehemaliger Präsident der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Vorsitzender des Kuratoriums der „Freunde von Ungarn-Stiftung“

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*) PUBLIcum 4/20 ist der Newsletter des Verbandes katholischer Publizistinnen und Publizisten Österreichs (http://(www.kath-publizisten.at)).
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**) Cover und Infos: http://kath-publizisten.at/kathpub/images//im%20karpatenbogen%20waschzettel.pdf
Das Buch „Im Karpatenbogen“ ist gratis, es fallen nur Versandkosten an: miklos.verseghi@friendsofhungary.hu, (ISBN 978-615-81674-0-6).
www.conservo.wordpress.com     1.3.2021

2 Kommentare

  1. Wenn immer man das maliziöse Verhalten der Alliierten nach dem WW-1 betrachtet muss man immer daran denken wessen Geist diese Verbrechen entsprangen! — denn es war nicht ger Geist dieser Völker! Man darf es nicht sagen, aber DAS erklärt ALLES was später geschah. Dass sich die englisch-amerikanische Welt auf diese brutale Art und Weise benahm um einer anderen,total fremden Macht beizustehen gibt mir böse Gedanken.

  2. Die Verträge von Trianon (Ungarn), St. Germain (Österreich), Versailles (Deutsches Reich), Neuilly sur Seine Bulgarien und Sevres (Türkei) waren furchtbare Menschenrechtsverletzungen und ein klarer Bruch mit den 14 Punkten von Wilson.
    Der Papst verurteilte die Verträge als „rachsüchtiges Diktat“ und forderte Gerechtigkeit für die besiegten Mittelmächte. Die USA ratifizierten die Verträge nicht. Die Türkei erreichte 1923 eine Revision (Vertrag von Lausanne).

    Die 14 Punkte versprachen, es werde keine Gebietsveränderungen geben, die nicht mit dem Willen der Landesbewohner übereinstimmten.
    Tatsächlich wurden viele Millionen Deutsche, Ungarn und andere Völker in andere Staaten hineingepreßt, ohne daß auf Proteste auch nur im Geringsten Rücksicht genommen wurde.

    Das Deutsche Reich verlor 3 Millionen Menschen an Polen und Litauen, etwa 1 Million an Frankreich, Dänemark, Holland, Belgien, dazu die deutschen Siedler in den Kolonien.
    Im Habsburgerreich lebten 10 Millionen Deutsche, nur 6 Millionen davon konnten den neuen Staat Deutschösterreich bilden, 3 1/2 Millionen Böhmendeutsche (später Sudetendeutsche genannt) und Karpatendeutsche wurden der CSR einverleibt, mehrere Hunderttausend Italien (Südtirol), Jugoslawien und Ungarn.
    Die neuen Kunststaaen Polen, CSR und Jugoslawien wurden als Vielvölkerstaaten gebildet.
    In Polen und der CSR waren wenig mehr als 50 % der Bevölkerung ethnisch Angehörige der Titularnation. In Polen lebten Ukrainer, Weißrussen, Deutsche, Kaschuben, Slonzaken und Juden, in der CSR Slowaken, Deutsche, Ungarn, Ukrainer.
    Die ethnischen Polen (im Polen), die Tschechen (CSR) und Serben (Jugoslawien) verfolgten gnadenlos eine brutale, chauvinistische Politik der Polonisierung, Tschechisierung, Serbisierung.
    Die Italiener wollten die Südtiroler italianisieren oder vernichten.

    Dazu kamen enorme wirtschaftliche Verluste. Etwa verlor das Deutsche Reich in Oberschlesien eines der industriellen Zentren mit Bergbau (Kohle, Zink), in Westpreußen (Korridor, Posen) wichtige Landwirtschaftsgebiete, in Elsaß Lothringen Schwerindustrie. Wesentliche Industriezweige des alten Österreich lagen in den deutschen Gebieten Böhmens,

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