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Von Artushof *)

Meine Vorfahren lebten über Jahrhunderte in Danzig, das niemals freiwillig zu Polen oder zum übrigen deutschsprachigen Raum gehören wollte. Dokumente und alte Schriften, die der Zensur nicht unterlagen oder durch die Raubzüge der baltischen Staaten und der Polen zum Opfer fielen, sind gerettet und sicher gelagert. Dass die BRD in der Nachkriegszeit „zur Versöhnung“ den Polen in Nacht- und Nebelaktionen, ohne den deutschen privaten Kulturverbänden auch nur den Hauch einer Chance zu geben, deutsche uralte Kulturgüter blitzschnell nach Danzig verschoben hat, ist schon eine Glanzleistung besonderer Art.

Danzig war eine deutsche Stadt, die auch Bevölkerungsschichten aus den westlichen Ländern (Holland und Frankreich) beheimatete. Die deutsche Zunge setzte sich mehrheitlich durch und so tief heute der Pole auch in der Danziger Erde graben mag, wird er immer auf deutsche Mauern stoßen, die nur einen Zweck hatten, diese Stadt vor ihren Übergriffen zu schützen.

Gehen wir in die frühere Geschichte zurück, waren es meist Lüge und Verrat, die den Danzigern Unheil bescherten. Der Zugriff durch Napoleon war eben durch Verrat möglich gewesen und nicht nur das Umfallen dieser wehrhaften Bürger. Jedes Kind deutscher Zunge kannte den deutschen Spruch NEC TEMERE -NEC TIMIDE (Weder unbesonnen – Noch furchtsam).

Die Menschen hatten es gelernt, sich erfolgreich zu verteidigen und der immer wieder zu erneuernde Freundschaftsvertrag mit den polnischen Königen sicherte dieser Stadt staatliche Privilegien und ihre Souveränität. Selbst der polnische König mußte zu jeder Zeit den Danziger Rat befragen, ob er in Danzig übernachten durfte.

Die Entwicklung in wirtschaftlicher und deutscher kultureller Art war enorm, besonders ab dem siebzehnten Jahrhundert. Die Schiffswerften, der Maschinenbau und Bedeutung des Danziger Umschlagshafens war gigantisch. Der Pole sah dies immer mit Neid. Und meine Vorfahren konnten Bücher darüber schreiben. Was dem einen seine Freude, ist dem anderen sein Leid. So war es auch mit Danzig bis zur völkerrechtswidrigen Vertreibung der wahren Bevölkerung Danzigs.

Nun, der erste Weltkrieg verlief ganz im Sinne der Polen, denn sie waren schon zu dieser Zeit die echten Gewinner. Der Versailler Vertrag aber sollte als der eigentliche Verursacher des 2. Weltkriegs genannt werden, denn er provozierte die Danziger Frage zu einem beispiellosen Konstrukt, das der Willkür der Polen oft freien Lauf ließ, ohne dass die internationalen Kontrollorgane auch nur freiwillig einen Finger rührten.

Die Westerplatte wurde entgegen den Vereinbarungen zu einem militärischen Stützpunkt ausgebaut und selbst die Schleswig Holstein schoß nicht die schweren Kaliber ab, die möglich gewesen wären. Die Deutschen wussten nicht, wieviel Sprengstoff dort gelagert war. Man wollte die Stadt nicht gleich mit zerstören, die Gefahr war zu groß. Als die Schüsse der Holstein zu hören waren, liefen die Danziger auf die Straße und viele schrien mit Tränen in den Augen: „ES IST KRIEG-ES IST KRIEG!“


Meine Vorfahren konnten sich daran erinnern, wie die polnischen Züge, die Danziger Gleisanlagen benutzen durften und nachts schwer beladen Richtung Westerplatte fuhren.
Als dann noch über Nacht polnische Postkästen aufgestellt wurden und wieder keine Reaktion der Siegermächte erfolgte, machte sich Angst unter den Danzigern breit. Man wollte nicht zum deutschen Reich gehören, man wollte frei bleiben. Aber die Angst führte zu dem Entschluß, dass mit einer „starken“ Macht im Rücken die Stadt in deutschen Händen bleibt und nicht durch weitere polnische Repressionen, die schon viele Jahre andauerten, verloren sein würde.

Dieser Entschluß sollte sich bitter rächen. Die vermeintliche starke Macht war überhaupt nicht in der Lage, diesen Krieg zu gewinnen. Dieser linksfaschistische Hitler mit nationalem Anstrich war das größte Unglück für die deutschen Menschen in Europa und der übrigen Welt. Der anschließende Hass gegen alles Deutsche entlädt sich bis heute, selbst ein Teil der Deutschen ist der Meinung, dass Deutschland verrecken solle – „das Pack“.

Die Siegermächte des ersten WK, allen voran die englischsprachigen Länder und deren Finanzkräfte, wollten schon damals kein mächtiges Land der Deutschen im Herzen Europas. Es sollte für alle Zeiten geschwächt werden. Die Weichenstellung zeigte sich in den Erfolgen zwischen den Weltkriegen und anschließend bis zum heutigen Tag.

Der GREAT REASET wäre die Erfüllung ihrer geheimsten Träume, während der Rest der denkenden Deutschen sich weiterhin zurücklehnt und sich viel eher über einen Donnerstag freut, der wieder als Einkaufstag genutzt werden „DARF“.

Mein Wunsch für Danzig?

Danzig wird völkerrechtsmäßig wieder zu dem was es war, eine freie Stadt ohne einer Nation anzugehören.


Sie sollte wieder der heimliche Vermittler zwischen dem Osten und dem Westen werden.

Deutsche und Polen begegnen sich auf Augenhöhe und setzen ein Zeichen für die ernstgemeinte Versöhnung und den Willen zur Wahrheit im Frieden.

Die Sprache sollte Deutsch und Polnisch sein.

Die Straßenschilder bekommen ihre alten ursprünglichen Namen in Deutsch und in polnischer Übersetzung zurück.

Das Schulwesen wird zweisprachig und die Geisteswissenschaften kommen wieder an ihren alten Ort zurück.

Beflaggt werden neben der europäischen stets die deutsche und die polnische Flagge.

Die gesamte Altstadt darf niemals durch moderne Bauten ersetzt werden.

Polnische Herrscherfiguren sollen auf öffentlichen Plätzen und an Gebäuden entfernt werden.

Diese sollen nicht durch die ursprünglichen deutschen Herrscherfiguren ersetzt werden. an diesen Stellen sollen Zeichen des Friedens und der Freude am gemeinsamen Zusammenleben werden.

Mahntafeln sollen verschwinden und das was gestern war soll nicht vergessen aber auch nicht täglich zu sehen sein.

Diese Ideologie sollte auch bei uns und unseren Nachbarn überdacht werden. Sie ist nicht mehr zeitgemäß. Wir können nicht für alle Zweiten immer und immer wieder den Dolch aus der Scheide ziehen und uns täglich verletzen.

Hier möchte ich abbrechen, den es gäbe so viel zu schreiben, was letztendlich doch nur von wenigen gelesen wird. Die Wahrheit und die Meinung der Zeitzeugen interessieren immer weniger Menschen. Die Denkprozesse der heranwachsenden Generationen fixieren sich zunehmend auf staatlich gelenkte Ideologien mit einer dazu gehörenden Sprache.

NEC TEMERE – NEC TIMIDE

Anmerkung conservo: Die Postkarten wurden freundlicherweise von Artushof bereitgestellt.

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*) Artushof kommt aus der Industrie und war bis zum Arbeitsaustritt/Ruhealter als Vertriebsleiter Europaweit tätig. Die gesellschaftlichen negativen Veränderungen in der BRD und in Europa finden sich in vielen seiner Essays wieder. Das die Geschichte der deutschsprachigen Länder heute mehr und mehr aus dem öffentlichen Interesse verschwindet nutzt er um mit seinen Beiträgen gegen das Vergessen klare Zeichen zu setzen. Nec Temere – Nec Timide. http://danzig.mozello.de/

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