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Von Alex Cryso

Neu-Istanbul (ehem. Mannheim). Türkische Großfamilien versammeln sich jeden Abend zum geselligen Beisammensein. Indigene Deutsche (falls noch vorhanden) werden bisweilen zufällig angerempelt oder man fährt mit dem Auto haarscharf an ihnen vorbei. Verbleibende, traditionell deutsche Wirtshäuser werden stundenlang durch junge Türken mit lauter Musik beschallt.
Foto: MS

Suhl, eine kleine Stadt in Thüringen, rund 35.000 Einwohner, geographisch irgendwo im Dreieck Erfurt – Fulda – Coburg gelegen. Dort zeigen derzeit etliche engagierte Bürger, dass der Widerstand im Osten noch groß geschrieben wird und nicht nur von den Resultaten an der Wahlurne abhängt. Schon seit 2014 hat Suhl mit einer Erstaufnahmestelle zu kämpfen, die seit ihrer Errichtung als krimineller Hotspot gilt.

Ungefähr 450 Flüchtlinge sind zur Stunde dort untergebracht, doch seit das Asylantenheim seine Pforten eröffnet hat, geht von dem Standpunkt keine Ruhe mehr aus. Das Klientel: Die üblichen Verdächtigen aus den scheinbar so krisengebeutelten Ländern, die Vergehen: Einbruch, schwere Auseinandersetzungen, Diebstahl, Körperverletzung, Drogenhandel, Vandalismus und auch solche Dinge, von denen man nur hinter vorgehaltener Hand berichtet. Die Polizei muss permanent ausrücken, das Aufgebot an Nachtstreifen hat sich drastisch erhöht. Alleine zwischen Januar und Mai 2020 wurden exakt 205 Straftaten registriert. Im März vergangenen Jahres mussten 200 SEK-Einsatzkräfte ob schwerer Unruhen eingreifen.

Es gibt Busunternehmen, die seit dem zusätzliche Sicherheitsleute einsetzen. Kinder, die nicht mehr allein auf die Straße dürfen. Viele Betroffene, die sich nicht nur Hunde angeschafft, sondern ihr Eigenheim auch mit Kameras, Alarmanlagen, Scheinwerfern und Bewegungsmeldern aufgerüstet haben. Hinzu kommen Baseballschläger und Schreckschusspistolen. Suhl ist selbst am helllichten Tage nicht mehr sicher. Es soll Einwohner geben, die ob der unfassbaren Vorfälle tatsächlich schon traumatisiert sind.

Gehirnchirurgen warten in Heidelberg auf den kostenlosen Shuttle-Bus ins Asylheim, nachdem sie mit Steurgeld ihre Einkäufe erledigt haben. Foto: MS

Trotz der Hilfe zur Selbsthilfe ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht: Die Lage in Suhl ist angespannt, viel Bürger haben auf gut Deutsch gesagt die Schnauze gestrichen voll. Die sofortige Schließung der Erstaufnahmestelle wird gefordert, die rot-rot-grüne Landesregierung habe mal wieder komplett versagt. Die Situation vor Ort wird immer schlimmer. Dabei sind dies keine Ewiggestrigen oder Abgehängten, die so etwas von sich geben, sondern normale Bürger, die am eigenen Leib von den Unannehmlichkeiten der Realität betroffen sind. „Es hat keiner was gegen Fremde. Aber was hier abgeht, kann nicht sein“, so ein aufgebrachter Einwohner, der sich selbst als weder rechtsextrem noch als ausländerfeindlich bezeichnen würde.

Neben dem dubiosen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Die Linke) steht auch dessen grüner Migrationsminister Dirk Adams in zunehmender Kritik. Von Seiten der Gutmenschen wird gerne damit argumentiert, dass es ja nur ein kleiner Teil der Flüchtlinge ist, der unangenehm auffällt. Viele seien bestens integriert und außerdem leben wir ja immer noch in einem Rechtsstaat. Die wahren Problematiken blieben erneut ungehört. Der Schutz der Neuankömmlinge wird einmal mehr über den Schutz der Bürger gestellt. Niemand von der Landesregierung und Altparteien, der sich jemals in Suhl hätte blicken lassen.

Deutschlands neue Jugend. Foto: MS

Dort sieht man deshalb keine andere Lösung mehr, als die Sache selbst in die Hand zu nehmen: Es wurden Infoabende organisiert, Petitionen ins Leben gerufen und auch die Gründung einer Bürgerwehr steht zur Debatte. Straffällig gewordene Asylanten sollen zumindest des Nachts das Haus nicht mehr verlassen dürfen. Teilweise werden die Maßnahmen jedoch schon jetzt von Adams blockiert und verhindert. Stattdessen will der 52-jährige Grüne das Freizeitangebot verbessern, um aus dem jetzigen Pulverfass wieder ein idyllisches Örtchen werden zu lassen.

Eine von zahlreichen, eingewanderten Rentenzahlerinnen in der Kaiserstraße / Frankfurt. Foto: MS

Als Grund für die Konflikte in den Unterkünften wurden unter anderem die unterschiedlichen Sprachen und Herkünfte, Kriegserfahrungen, mangelnde Perspektiven, Lärm und Enge genannt. Ansonsten könne auch der Freistaat Thüringen noch mehr Flüchtling aufnehmen, ist Adams der Meinung. Stand September 2020 wollte die Landesregierung immerhin rund zwei Millionen Euro für neue Sicherheitsanlagen im Suhler Flüchtlingsheim investieren.

Alex Cryso

Links:

https://www.focus.de/kultur/gesellschaft/scharfe-kritik-an-politik-und-justiz-haben-schnauze-voll-verzweifelte-buerger-laufen-sturm-gegen-asylheim-in-thueringen_id_13263287.html

https://www.focus.de/politik/sicherheitsreport/bilanz-des-thueringer-innenministeriums-fluechtlingsheim-in-suhl-pro-woche-fuenf-polizeieinsaetze-mehr-als-200-straftaten_id_12414168.html

https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/sued-thueringen/suhl/suhl-fluechtlingsunterkunft-erstaufnahme-einrichtung-sicherheit-videoueberwachung-100.html

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Von conservo

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