Bastelt Baerbock an der neuen Weltordnung mit?

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– Corona-Epidemie nutzen Konzerne zulasten des Mittelstandes

– Neue grüne Welt – werden wir ohne Besitz glücklicher sein?

Von Dipl.-Kfm. Werner Krieger und Albrecht Künstle

„Schweine sind gleicher“ (frei nach Orwells „Farm der Tiere“)

Während die Corona-Epidemie kleine und mittelständische Firmen mit voller Wucht trifft, basteln vornehmlich amerikanische Großkonzerne an einer neuen Weltordnung. Die Pandemie eröffnet gerade den Technologiegiganten enorme Möglichkeiten – und dies unter dem Vorwand, die Welt retten zu wollen. Der Slogan heißt jetzt „The Great Reset, zu Deutsch „Der große Umbruch“. Dabei sollen Themen wie der Klimaschutz mit großer Eile umgesetzt werden, schließlich dulden solche Projekte keinen Aufschub mehr. Profitieren werden vor allem die Großkonzerne. Die geeignete Bühne, um den Umbruch einzuleiten, ist das World Economic Forum WEF mit Sitz in Genf.

Dieses Netzwerk versucht weltweit die Interessen der führenden Großkonzerne und deren Eigentümer wie Bill Gates durchzusetzen. Bekannt sind die jährlichen Tagungen des WEF in Davos. Unter den rund 2000 Teilnehmern befanden sich im Jahr 2019 insgesamt 119 Milliardäre und 53 Staatschefs, darunter natürlich auch unsere Bundeskanzlerin. Auch Greta Thunberg durfte 2019 nicht fehlen. Die Chefs der globalen Großkonzerne und Spitzenpolitiker stecken im Rahmen dieses Netzwerks die weiteren strategischen Ziele der Weltwirtschaft und Geopolitik ab. Natürlich nimmt der WEF dabei für sich in Anspruch, genau zu wissen, was das Beste für die Menschheit ist. Wenn aber Milliardäre mit Privatjets anreisen, um für eine grünere und gerechtere Welt zu kämpfen, mutet das schon sehr befremdlich an – heiligt der Zweck alle Mittel?

Seit 2011 versucht der WEF mit Programmen wie der Global Changers Group die künftigen „Eliten“ an sich zu binden und frühzeitig Schlüsselpersonen zu identifizieren – darunter auch die jetzige Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock. Sie wurde 2020 vom Weltwirtschaftsforum zum sogenannten Young Global Leader gekürt, einem Ausbildungs- und Vernetzungsprogramm des WEF für den Nachwuchs. Zum Zeitpunkt der Nominierung dürfen die ausgewählten Spitzenpolitiker nicht älter als 38 sein – und bereit, später große Verantwortung in ihrem Land und für die großen Ziele des WEF zu übernehmen. Zur ersten Generation dieser Eliteprogramme gehörten bereits der spätere Regierungschef José María Aznar aus Spanien, unsere Kanzlerin Angela Merkel – damals noch Familienministerin –, der spätere britische Regierungschef Tony Blair und natürlich auch der spätere französische Regierungschef Nicolas Sarkozy. Das WEF ist der Königsmacher schlechthin – schlecht und „hin“. Ob es Europa gut bekommt, von Gates und Co. aus Übersee hofiert zu werden?

Der Club der größten Konzerne und der geballten Finanzkraft hat die Macht, diese junge und formbare Elite später in wichtige politische Ämter zu bringen. Auch viele heutige Vorstandschefs von Unternehmen waren Young Global Leaders. Finanziert wird dieses Netzwerk durch großzügige Spenden der Global Player und einer Stiftung. Und auch spezielle Executive-Education-Kurse an der John F. Kennedy School of Government der Harvard University vernetzt diesen Nachwuchs frühzeitig mit der Philosophie der US-Elite. Wirtschaftsmacht und politische Macht sind zwei Seiten der gleichen Medaille, haben wir aus der Geschichte gelernt.

Das durch die WEF-Mitglieder vertretene Kapital ist inzwischen viel größer als die wirtschaftliche Macht mittelgroßer Staaten. Und dadurch, dass Geld die Welt regiert, ist der Einfluss des WEF immens. Für den Mittelstand ist hier wenig Platz. Schon jetzt bezahlen die großen Techkonzerne staatlich legitimiert fast keine Steuern. Google zum Beispiel hat über ein ausgeklügeltes Firmengeflecht seinen Steuersitz auf den Bermudas, sodass die Konzernmutter Alphabet laut FAZ gerade einmal sechs Prozent Steuern auf ihre Gewinne zahlt. Auch Amazon zahlte laut FAZ zwischen 2009 und 2018 auf Gewinne gerade einmal drei Prozent Steuern. Und die unverschämt niedrigen Steuern bringen den Wirtschaftskapitänen Extraprofite in Milliardenhöhe, die sie dann „spenden“ und die Gunst auserwählter Politiker kaufen können.

Klaus Schwab, Founder and Executive Chairman and Adrina Monck, Wold Economic Forum, during the Session: Meet the Leader with Professor Schwab at the World Economic Forum at the Young Global Leaders Annual Summit 2019 in Dalian, People’s Republic of China 2019. Copyright by World Economic Forum / Benedikt von Loebell

Die staatlichen Subventionen für die Großkonzerne sind ebenfalls gigantisch. Laut der Denkfabrik Good Jobs First erhielten Google, Facebook, Apple, Microsoft und Amazon rund zwei Milliarden US-Dollar für Megadeals. Nicht zuletzt kauft auch die amerikanische Zentralbank im Rahmen ihrer Anleihen-Kaufprogramme solche von Apple, Amazon, Alphabet und Microsoft. Auch von den Finanzierungskonditionen der Giganten können Mittelständler nur träumen. Alphabet zum Beispiel emittierte 2020 eine fünfjährige Anleihe mit einem Volumen von zehn Milliarden US-Dollar; der Zinssatz betrug gerade mal 0,45 Prozent. Auch Staatsaufträge sind den Giganten sicher. So erhält zum Beispiel Google gigantische Forschungsaufträge des US-Verteidigungsministeriums. So wäscht eine Hand die andere – deshalb ein sauberes Geschäft?

Die weltweite Vernetzung der geballten Kapitalmacht mit den wichtigen Spitzenpolitikern wird weitergehen. Doch welchen Platz wird dann noch das Rückgrat einer Gesellschaft, nämlich Mittelstand und Mittelschicht, einnehmen? Mit einer Young Global Leaderin als grüner Kanzlerkandidatin, einem eigentums- und wirtschaftsfeindlichen Wahlprogramm vor allem der Linken, aber auch der anderen Parteien wird es dem Mittelstand nach der Wahl noch mehr an den Kragen gehen. Schließlich müssen die Staatsschulden auf dem Rücken der Mittelschicht abgebaut werden. Und so wird der Spitzensteuersatz weiter steigen, eine Vermögenssteuer eingeführt und Immobilienbesitzer wohl mehr zur Kasse gebeten. Mit den privilegierten Superreichen und Mächtigen dieser Welt wird aber weiter geflirtet – immer unter dem Deckmantel, gemeinsam die Welt retten zu wollen.

Hoffen wir, dass sich der erste Teil des Zitats von Prof. Dr. Klaus Schwab, Gründer und Vorsitzender des WEF, für uns Mittelständler nicht bewahrheitet. Er sagte nämlich: „Du wirst nichts mehr besitzen, aber glücklich sein.“ Wir Autoren meinen, Gesellschaftspolitik ist zu wichtig, als sie Phantasten und Märchenerzählern zu überlassen.

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*) Der Autor Albrecht Künstle, Jahrgang 1950, ist im Herzen Südbadens daheim, hat ein außergewöhnlich politisches Erwerbsleben mit permanent berufsbegleitender Fortbildung hinter sich. Im Unruhezustand schreibt er für Internetzeitungen und Nachrichtenblogs der Freien bzw. Alternativen Presse zu den ihm vertrauten Themen Migration, Religionsfragen, Islam, Kriminalität, Renten, Betriebliche Altersversorgung, Wirtschaftsthemen u.a.. Zuvor schrieb er für Fachzeitschriften und seine Regionalzeitung, fiel aber bei ihr politisch in Ungnade.

Kuenstle.A@gmx.de

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13 Kommentare

  1. Lieber Maria Schreiber Vielen Dank für Deine schnelle Reaktion und Deinen Sachverstand in diesem wichtigen Jahr.
    Mit besten Grüßen

    Ihr

    Dieter Farwick.

  2. Danke Herr Künstle, genau so ist es. Ich als kleiner Bürger hab zwar immer mehr erkennen können, das die Finanzmafia der Realwirtschaft den Boden und Existenzen raubt, auch die Warnung von Marx und Engels vor dem staatsmonopolistischen Kapitalismus als schlimmste Form der Ausbeutung und Unterdrücken verstanden, aber das es je noch zu meinen Lebzeiten Wirklichkeit werden könnte, dass sich eine Elite des WEF die Bürger zu abhängigen Untertanen machen will, passieren könnte, daran hätte ich nie im Traum gedacht. Das sind keine Welt Verbesserer, es sind die schlimmsten Sklavenhalter der Neuzeit.

    1. Richtig, das WEF um Klaus Schwab sind keine Weltverbesserer, sondern sie wollen eine Massentierhaltung des Menschen ohne Eigenverantwortung und Freiheit. Schon vor ca. 2500 Jahren haben die Athener für den europäischen Individualismus, die Freiheit und die Eigenverantwortung gegen den asiatischen (persischen) Untertanengeist gekämpft.

      1. ‚Hoffen wir, dass sich der erste Teil des Zitats von Prof. Dr. Klaus Schwab, Gründer und Vorsitzender des WEF, für uns Mittelständler nicht bewahrheitet. Er sagte nämlich: „Du wirst nichts mehr besitzen, aber glücklich sein.“

        Na denn – ENTEIGNET SCHWAB!

  3. Die gute Annalena und die Grünen wollen für andere die Steuern erhöhen, die CO2 Steuer gibt es schon seit 1.1.2021 trotz der wirtschaftlich bedrückenden Coronakrise, aber selber will die gute Annalena für sich offensichtlich Steuern vermeiden. Wie so oft bei Moralaposteln, anderen Moral predigen, die man selber nicht einhält. Wie ihre grüne Parteigenossin Luisa Neubauer, um die Welt fliegen und anderen das Fliegen verbieten. Hier aus dem Focus, sehr interessante Kommentare:
    https://www.focus.de/politik/sprecherin-bestaetigt-gruenen-chefin-meldet-nebeneinkuenfte-bis-zu-37-000-euro-an_id_13310490.html

    1. Gelbkehlchen, ich habe jetzt mal unseren Kandidaten auf den Zahn gefühlt, außer denen mit denen ich kein Kontakt haben will. Natürliche Ausrede, man muss vollen Namen angeben. Wenn es durch die Bürger neue Parteien gibt, wie die Basis, völlig berechtigt, aber viele blenden aus, in dieser Welt braucht es Fachleute und auch ein kleines Wunder, um den Schlamassel den uns Merkel auch als WEF Kader bewusst eingebrockt hat, damit eine Elite sämtliche Völker als Sklaven dirigiert und ausraubt, eingebrockt hat. Allein mit Haus Frau Wissen in einfachsten Dingen, das tatsächlich noch klüger ausschaut, als das unserer korrupten Dummschwatzpolitiker, denn wenn der Kühlschrank leer ist, kann man nicht noch massenhaft Gäste einladen, wie es unsere Politiker tun, ist die desolate Lage in unserem Land nicht mehr zu retten. Es braucht Fachexperten mit Erfahrung. Ich finde es mutig, wenn Bürger aufstehen, aber als Realist würde ich diese eher überfordern. Ein Vorwurf war, warum die AFD ausgerechnet mit Sahra Wagenknecht wirbt, ich glaube die AFD und ich tue es auch schätzen an Wagenknecht, ihr kompetentes Fachwissen und der Osten ist nun mal 40 Jahre links sozialisiert, hat aber einen realistischeren Blick durch die Mangelwirtschaft, wie der Konsum verwöhnte Westen, das ist noch lange keine Werbung für Frau Wagenknecht. Wenn der Mensch Hunger hat, tun es krumme Gurken auch. Als Werbung für Frau Wagenknecht würde ich es nicht sehen, eher als Einsicht, das wir alle Leute mit Kompetenz für das Volk zur Lösung der riesigen Probleme brauchen. Immerhin war es die promovierte Volkswirtin nach BRD Standard, Sahra Wagenknecht, die Merkel zur Sau gemacht hat, dass sie mit den ESM Rettungsschirmen das eigene Volk in die Armut treibt, da gab es die AFD noch nicht und wir haben noch gepennt. Natürlich wurde sie ausgebuht. Über die Wege, wie man das Volk aus der Krise führt, kann man streiten, da muss man nicht mit Wagenknecht auf einer Linie sein, über dringend nötige Fachkompetenz um dieses Land noch zu retten, nicht. Die westliche Finanzwirtschaft ist am Ende und druckt Klopapier, ähm Euros bis zum Crash und ja, ich kann mir vorstellen nachdem die Überlegenheit des Westens aufgeflogen ist durch bewusste Abschaffung der sozialen Marktwirtschaft, das man durchaus aus Elementen der ökonomischen Mangelwirtschaft zumindest als Notnagel das riesige Finanzloch zum Schaden der Realwirtschaft, was zur Verarmung der Bevölkerung führt den Absturz abmildern kann, obwohl es keine Lösung auf Dauer ist.

      1. @rasputin
        Ich habe jetzt diesen einen Kommentar noch freigeschaltet. Bitte füge in Zukunft Absätze in deine Kommentare ein und mache Punkte. Die Kommentare sind sonst kaum leserlich. Vielleicht sprichtst Du sie ein – dann bearbeite sie bitte nach.

        Vielen Dank und viele Grüße von Maria

      2. Manchmal meine ich, dass Sarah Wgenknecht und auch Boris Palmer in den falschen Parteien sind. Ich will beiden auf jeden Fall nicht gesunden Menschenverstand absprechen. Sie sind erfrischend realitätsbezogen gegenüber ihren Parteigenossen.

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