Prinzip Betreuung

(www.conservo.wordpress.com)

Von Heino Bosselmann *)

Das einstige Land bekannter Naturwissenschaftler und Ingenieure gibt es ebenso wie das vormalige Buch- und Leseland nur noch als Restbestand hochqualifizierter Eliten, kaum mehr aber im Sinne einer breiten „Volksbildung“.

Bilanz der bundesdeutschen Schulen zu Beginn des 21. Jahrhunderts: Zwanzig Prozent funktionale Analphabeten bei den unter Fünfzehnjährigen. Das ist politisch nirgendwo Thema. Mehr muss man nicht wissen, um die Situation einschätzen zu können, denn im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) dürften die Bestandsverluste ähnlich gravierend sein.

Offenbar reichen dank digitaler Informationssysteme immer weniger Spezialisten in Industrie, Technik, Medizin und Recht aus, um eine immer größere Verwaltungsmasse von Discounter-Konsumenten zu versorgen. Den Rest besorgen die globale Arbeitsteilung sowie die Unterhaltungsindustrie der TV- und Computermedien, die den Stumpfsinn der vielen Abgekoppelten kunterbunt zu unterhalten weiß – nicht zuletzt mit dem Effekt, dass die vielbeschworene Demokratie und die hochgehaltenen Grundrechte immer mehr Heranwachsenden völlig einerlei sind, solang nur der Super-Markt pünktlich öffnet und rund um die Uhr alle Screens bewegte Bilder zeigen.

Die Staatsquote in Deutschland betrug 2020 51,3 Prozent. Man kann das als eine Variante des Sozialismus auffassen. Der Staat unterhält sich selbst, also sich als Hofstaat, und der unterhält seine Klienten. Sicher, er investiert in Innovationen und Infrastruktur, aber der größte Teil geht für die Alimentierung von Schwachmaten drauf. 54 % der Staatsausgaben werden 2025 Sozialausgaben sein. Die Inklusionskampagne wird diese Tendenz verstärken.

Man erinnere sich: Wer hüben wie drüben eine Schule durchlief, der konnte im Ergebnis einer auf Inhalte und anwendungsbereite Kompetenzen orientierten Pädagogik, der es an Erziehung, also an Haltungen wie Anstrengungsbereitschaft, Selbstüberwindung und Leistungsorientierung gelegen war, nach zehn Jahren grundsätzlich richtig lesen, schreiben und rechnen; und er hatte den Eingang in die Welt der Natur- und Geisteswissenschaften gefunden.

Erwies er sich als talentiert, erarbeitete er sich das Abitur, damals noch ein „Reifezeugnis“, das heute kraft inflationierter Benotung als „Abi“ noch jedem ausgestellt wird, der einigermaßen aufgeschlossen die Oberstufe besucht. Die Bildungspolitik hat überdies das Kunststück vollbracht, immer eingeschränktere Fähigkeiten im Zensurenbild immer besser auszuweisen. Weil beispielsweise elementarsprachliche Fehlerquoten in Abituraufsätzen keine Rolle mehr spielen, sind so viele „Einserschnitte“ wie noch nie möglich. Alle sind über diese ungedeckten Schecks zunächst erfreut, dann aber verblüfft über hohe Abbruchquoten beim Studium.

Aber selbst für jene, die wenig wollen und wenig können, gibt es seit den Bologna-Reformen den Bachelor. Nicht mal Promovenden dürften beim Weg zum Doktor mangelndes Vermögen im Lesen und Schreiben sowie fehlende Allgemeinbildung im Wege sein. Das Prinzip Betreuung reicht bis zu höchsten Abschlüssen, schon weil die Politik meint: Mehr Abi, mehr Job! Was nicht funktioniert, wird eben dekretiert. Wer etwas nicht schafft, gilt als überfordert und gestresst. Da lässt sich rücksichtsvoll Abhilfe per Nachhilfe schaffen.

Es geht nicht allein um das Lesen und Schreiben als elementare Voraussetzung für die Teilhabe an Kultur und Demokratie: Klare Grammatik der Sprache ermöglicht erst die Klarheit der Gedanken, ganz abgesehen davon, dass sich Persönlichkeit zwar zunächst durch das „Outfit“, danach jedoch sogleich über Sprache ausweist. Die Curricula aber sind ausgedünnt. Wer immer noch von der Substanz des Wissens und Könnens ausgeht, wer auf das Lernen, Üben, Systematisieren und Wiederholen setzt, also Inhalte und echtes Können sichern will, wer all den Methoden wie Frei-, Gruppen- und Projektarbeit sekundäre Bedeutung zuweist, gilt schon lange als antiquiert oder gar reaktionär.

Im Netz grassiert unter selbsterklärt „Linken“ das böse Wort vom „Grammatikfaschisten“ für jene, denen es um Sprachpflege zu tun ist.

Nur ein kennzeichnendes Phänomen: Die Schulbuchverlage halten kaum mehr Lesebücher bereit, da ja alles – und viel besser! – „integral“ zu behandeln wäre, vorzugsweise in Lehrbüchern, die exemplarisch das eine und das andere in einem hyperkinetisch aufgeregten Layout vereinen.

Das Gymnasium fungiert längst als neue Gesamtschule; und wer es nicht bis dort bringt, bekommt an den „Reste-Schulen“ mit Fördervereinbarungen Nachteilsausgleiche gewährt, die ihn zur vermeintlichen „Berufsreife“ führen – einem dieser euphemistischen Begriffskonstrukte, von denen es in der „Bildung“ eine Menge gibt, weil sie politisch zu einer Anthropologie verdonnert ist, die allen alles zutraut, wenn nur die richtige Methode in Anschlag gebracht wird.

Überhaupt erscheint das Politische gerade wieder wichtiger als das konventionell Unterrichtliche. Wesentlicher, als eine Schule für das Lesen und Schreiben zu sein, ist es, andere Titel nachzuweisen: Schule gegen Rassismus und Gewalt – Schule mit Courage, Schule gegen Homophobie, Schule für Demokratie und gegen Extremismus, Europäische Schule und so weiter und so fort. Ganz so, als gäbe es Schulen, die je das Gegenteil dessen wollten.

Eine echte Schule für Demokratie wäre jene, die ihre Schüler anspruchsvoll und herausfordernd auf ein Leben vorbereitet, in dem nun mal permanent zu lernen, zu arbeiten und kritisch zu urteilen ist. Diesem Anspruch wird die Schule im Allgemeinen nicht mehr gerecht. Deswegen erfindet ihr die Politik ersatzweise neue und schicke Etikettierungen.

Klar, es gibt Orthographie-Korrekturprogramme, und Excel-Tabellen rechnen längst von selbst; nur sollte, wer mit Texten oder Gleichungen umgeht, ein Grundverständnis von dem haben, was er da tut. Gewissermaßen mit Verstand und Augenmaß. Das Leben selbst ist kein Computerspiel.

Woher aber rühren all die kognitiven und sprachlichen Defizite, die wieder und wieder getestet und an denen dann mit immer neuen Programmen und Initiativen laboriert wird? Ein Drittel aller Erstklässler in Mecklenburg-Vorpommern hat gravierende Sprachstörungen, schrieb die Rostocker Ostsee-Zeitung. Schon gibt es Klassen, in denen zwei Drittel der Schüler irgendeine „Diagnose“ mitbringen: Legasthenie und Dyskalkulie ohnehin, weil für diese Zuschreibungen schon schwache Rechtschreibung und problematische Matheleistungen ausreichen, ferner „sozial-emotionalen Förderbedarf“ und ebensolchen im Lernen, immer gestaffelt nach präventiver oder dringlicher Förderungssituation. Für diese Kinder gibt es „Förderpläne“, viel beschriebenes Papier in anwachsenden Aktenordnern, mit dem Ziel, sie gemäß der als Segnung dargestellten Inklusion irgendwie durchzuziehen und einen Abschluss zu ermöglichen, der den Anschein erweckt, sie wären sehr erfolgreich gewesen und könnten diese Bilanz in der Arbeitswelt fortsetzen.

Man lese die „Standards der Diagnostik für die Schulen Mecklenburg-Vorpommerns“, stolz verteilt vom Kultusministerium und im Internet aufrufbar. Es finden sich darin eine Menge bizarrer Beschreibungen wie etwa das „maladaptive Verhaltensmuster in Abweichung von kultur- und zeitspezifischen Normen mit organogenen und milieureaktiven Ursachen“. Man weiß danach, was an den Schulen los ist. Sie reduzieren sich mittlerweile weitgehend auf ein sozialpädagogisches Betreuungsprogramm mit minimalstem Bildungsanspruch, so dass man sich darüber wundert, weshalb immer noch etwa zehn Prozent ohne Schulabschluss bleiben, wo doch für die Attestierung“ der Berufsreife nicht etwa Prüfungen zu bestehen wären, sondern eine physische Anwesenheit völlig ausreicht.

Aber nicht nur die Probleme verlangen nach Diagnosen, sondern umgekehrt konstituieren die Diagnosen die Probleme in der Art selbsterfüllender Prophezeiungen. Da die einstigen Förderschulen fatalerweise aufgelöst wurden und sich deren Lehrkräfte den Regionalschulen irgendwie als Reisekader beigeordnet finden, bedarf es eines gewissen Anteils von „Förderungen“ schon als Arbeitsbeschaffungsprogramm. Man scannt ganze Klassen mit diversen Tests daraufhin ab, wer denn wohl eine Auffälligkeit zeigen könnte, die eine sonderpädagogischen Betreuung rechtfertigt.

Statt erzieherisch Haltungen auszubilden, aus denen heraus Schüler motiviert und anstrengungsbereit Herausforderungen annehmen, werden sie zu Fällen für die Fördervereinbarung, in deren Folge ihnen zugetragen wird, was sie sich selbst erarbeiten müssten, um ihr Können auszuprobieren, praktisch einzuüben und stolz auf den eigenen Erfolg zu sein. Um Erziehungsziele wie Ausdauer, Bedürfnisaufschub, Konzentration und Gründlichkeit geht es in all den Handreichungen des Ministeriums nirgendwo. Stattdessen schrumpft der Heranwachsende zum Förderfall, der nach Jahren des „erhöhten Präventionsbedarfs“ überhaupt nicht mehr in der Lage ist, aus eigenem Anspruch und mit eigener Kraft und Selbstvertrauen zu arbeiten.

Die „Maßnahmekarrieren“ des Jobcenters beginnen mit dem Hospitalismus der Ganztagsschule, deren fragwürdige Aufgabe es neuerdings ist, Limitierungen und Verhaltensstörungen eher zu betreuen, als Wege zu weisen, wie ein junger Mensch selbstständig und erfolgreich leben könnte, wenn er innerhalb einer zehnjährigen Schulzeit eine Idee vom eigenen Selbst entwickeln würde und dazu über Fähigkeiten verfügte, die ihn auf sein eigenes körperliches und geistiges Vermögen sowie idealerweise auf seine Talente vertrauen ließen.

So wie viele Kinder sichtlich physisch degenerieren – man frage Sportlehrer –, retardieren sie geistig. Nicht trotz, sondern wegen des Bildungssystems! Kinder wollen von Natur aus jedoch eher gefordert als gefördert sein. Die psychologische Diagnostik sollte echten Problemfällen vorbehalten bleiben, die sich nicht zu helfen wissen. Der Heranwachsende kann aber genau das lernen, wenn er dazu erzieherische und didaktische Impulse erhält. Ein Förderfall wird meist ein Förderfall bleiben – in der Schule wie im Leben.

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*) Dieser Beitrag wurde zuerst bei AktionNordost unter diesem Link veröffentlicht.

(www.conservo.wordpress.com)

20 Kommentare

  1. Guten Tag,

    Danke für die klare Ansprache des Textes.
    Ich erlaube mir festzustellen, dass die “Conservo Gemeinschaft” in einer Schule sicher den “Altersdurchschnitt” messbar anheben würde. Mir ging durch den Kopf nach dem Lesen. Mit dieser Jugend möchte ich nicht tauschen. Soll heißen, in der heutigen Zeit, wohl eher in dem vorherrschenden Zeitgeist, aufzuwachsen! Die täglichen Zipperlein und Wehwehchen ließen mich dieses Fazit noch einmal überdenken. Ich bin zu dem Schluss gekommen, mein Alter anzunehmen, jedoch dem körperlichen “Verfall” versuchen, Einhalt zu gebieten. Ich fühlte mich nie jünger im Kopf als in meinem 62-zigsten Lebensjahr. Und wie denken Sie darüber?
    Herzliche Grüße und einen heiteren Tag Ihnen allen.

    Harald Hütt

    1. @ Hütt: Volle Zustimmung, lieber Herr Hütt!
      Es hat doch keinen Zweck, den abgelaufenen Jahren nachzulaufen. Das Gegenteil ist wichtig: mit Zuversicht in die Zukunft schauen!

      Ich weiß sehr genau, wovon ich rede; denn ich war (gefühlt) in meinem bald 80-jährigen Leben mehr in Krankenhäusern als im heimischen Bett. Würde ich mich daran orientieren, wäre ich schon längst bei den Walküren.

      Nein und nochmals nein: Der Wille, weiterzumachen und zu leben, hilft – hilft auch über Krank- und Verzagtheit hinweg. Und wenn jemand gläubig ist, wird dieser Wille noch stärker.

      Gut, ich gebe gerne zu, daß ich Optimist bin – getragen von unerschütterlichem Gottvertrauen. Und da ich conservo immer sehr “offen” geführt und hin und wieder über meine Seelenlage geschrieben habe, wissen “alte” conservo-Leser, daß mein Wille mich trägt.

      Und so eitel bin ich, Ihnen auch noch zuzurufen: “Lassen Sie sich anstecken!” Optimismus ist ansteckend!
      Herzlichst Euer/Ihr P.H.

      1. Hallo Peter, das ist ein Kommentar wie ich ihn von einem Kämpfer wie du es bist gewohnt bin. Seit vielen Jahren kenne ich dich so auch durch die KONSERVATIVEN. Du hast meine Sympathie dadurch, dass du kritisch bist und ehrlich. Das sind Tugenden die heut immer seltener werden. Lieber mal einen Freund vor den Kopf stoßen als einen Schleimer zu beweihräuchern. Bleib wie du bist und alles Gute für deine Gesundheit. Liebe Grüße an dich und deine Frau von mir und Maria aus dem Odenwald.

      2. @ Danke, lieber Ulfried. Gerade Deine Anerkennung tut mir gut. Du bist aus dem gleichen Holz: nicht verbiegen lassen!
        Danke für Deine stets Nachdenklichkeit anregenden Beiträge. Und viele liebe Grüße, auch an Deine tapfere Maria!

  2. Das fing schon Anfang der 60er Jahre an. März 1962, ich 10 Jahre, ca. 3 Tage Aufnahmeprüfung für das Gymnasium in Ahlen/Westfalen. Nur wer sie bestand, durfte aufs Gymnasium, kein Elternteil konnte sich die Schule für sein Kind aussuchen so wie heute. 2 Jahre später, 1964, waren die Aufnahmeprüfungen für meine 2 Jahre jüngere Schwester abgeschafft. Durch weniger Leistungsanforderung sinkt natürlich das Niveau. Versuchte sozialistische Gleichmacherei von Menschen, die naturgemäß nicht gleich sind.
    Aber später im Leben wollen diese Gepamperten von anderen Leistungen verlangen, z. B. ein gutes Auto, das auf der Autobahn nicht liegen bleibt.

    1. Ja, lieber gelbkehlchen, das kenne ich auch noch, wenngleich ich sz. von der Aufnahmeprüfung befreit war. Aber üblich war diese durchaus noch.

      Und als ich dann später Abitur machte … das war noch ein Abitur mit schriftlichen/mündlichen Prüfungen in vier ‘knackigen’ Hauptfächern!

      Nicht so ein ‘Abi’ das das Papier nicht wert ist. Habe da gerade das Beispiel einer Nichte vor Augen ….

      1. Genau 4 knackige schriftliche Hauptfächer: Abitur schon 1970 wegen der Kurzschuljahre in NRW: Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik. Schriftliche Abiturarbeit mehrere Stunden lang. Mündliche Prüfung vor den Honorationen der Stadt Ahlen. Das Städtische Gymnasium Ahlen war neusprachlich. Latein hatte ich von der Quarta bis zur Obersekunda, also 5 Schuljahre, im Abitur dann nicht mehr.

  3. Pegida-Dresden:
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    Pegida Dresden geht heute um 19 Uhr zum 232. Mal auf die Straße und hat mit Andreas Kalbitz und Jürgen Elsässer zwei prominente Gäste verzeichnen. Allerorten wachsen Bürgerinitiativen aus dem Boden, das Volk hat die Nase voll und verweigert der Regierung aktiv die Gefolgschaft. Die politische Stimmung in Mittelsachsen ist gekippt. Am Montag sind in ca. 80 (!) sächsischen Städten Proteste geplant.

    (Zitat: Pi-News)

    ca 70 min.

    31.05.2021 PEGIDA vom Altmarkt Dresden

  4. Wichtig wird zukünftig Arabisch sein. Dann kann der Koran im Original auswendig gerlernt werden!
    Seit mindestens 2016 fordern interessierte Kreise Arabisch und Türkisch in deutschen Schulen (teilweise als Pflichtfach) und setzten sich hier und da schon durch!
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    Das war 2017:

    Arabisch und Farsi sollen jetzt Schulfächer werden
    Veröffentlicht am 06.04.2017

    https://www.welt.de/regionales/hamburg/article163481785/Arabisch-und-Farsi-sollen-jetzt-Schulfaecher-werden.html

  5. https://www.world-economy.eu/fileadmin/_processed_/4/b/csm_Depositphotos_12778335_xl-2015_d6b723562c.jpg
    Ist KRIEG zw. Europa und Russland das Ziel ??

    2017 landete in Bremerhaven eine ganze US-Panzerbrigade an, die an die NATO-Ostflanke nach Polen und Litauen verlegt wurde. Das war der größte Aufmarsch seit Ende des kalten Krieges. Seither haben Manöverumfang und -dichte der NATO in der Region ständig zugenommen. Seit 2020 wird nun eine ganze Panzerdivision in Bremerhaven ausgeladen und auf dem Landweg nach Polen oder dem Baltikum verlegt.

    Im Mai 2021 wurden rund 30.000 Soldaten aus 21 NATO-Staaten und aus fünf dem Bündnis nahestehenden Ländern – Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Moldawien, die Ukraine und Georgien – in Richtung Schwarzes Meer verlegt und dort eine Vielzahl von Gefechtsübungen abgehalten.

    Für Russland müssen all diese US/NATO-Aktivitäten beängstigend wirken.

    Natürlich ist wieder SOROS beteiligt. In Absprache mit dem US-Außenministerium und der CIA. Dass er den Putsch in der Ukraine 2014 unterstützt hat, ist inzwischen erwiesen. Während der Präsidentschaft Donald Trumps wurden keine neuen Kriege begonnen und einige Brandherde eingehegt. Unter Biden flammen jetzt die Provokationen wieder auf (Ukraine, Naher Osten). Wie lange kann Putin dem Druck noch stand- und seine Militärführer noch hinhalten?

    https://www.world-economy.eu/nachrichten/detail/gewissenlose-eliten-hetzen-europa-und-russland-in-einen-krieg/

      1. Gelbkehlchen,
        Der Islam kann ja bleiben, woe er will, wenn er bloß nicht in unsere Länder eindringt.
        Und daß die eur. Staaten das zulassen, daran ist ja nicht Russland schuld, nicht einmal die USA.
        Schuld an der Misere sind die Leute, die seit Jahrzehnten blind gegen den Einfluß von SOROS und seinen Auftraggebern sind.
        Und schuld sind wir, weil wir keinen Aufstand machen.

  6. Prinzip Betreuung vermeindlich renitenter Jugendlicher unter Hammer Zirkel und Ährenkranz:
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    Die Schocktherapie reichte bis zur Vergewaltigung

    Toilettengang im Kollektiv, brutalster Sport: Am 1. Mai 1964 wurde der DDR-Jugendwerkhof Torgau eröffnet. Ziel: „Herstellung der Umerziehungsbereitschaft“. Selbstmordversuche waren keine Seltenheit.

    …Heute hat Ingolf Notzke, Projektleiter der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau, sein Büro im einstigen Verwaltungsgebäude. Es liegt auf der Etage, wo auch der für seine sexuellen Übergriffe berüchtigte Jugendwerkhofleiter Horst Kretschmar Jahrzehnte lang seine Privatwohnung hatte. In den Kellerräumen befinden sich noch einige Dunkelarrestzellen.

    Seit es die Gedenkstätte auf Seite 130 in den Koalitionsvertrag von Union und SPD geschafft hat, wo die institutionelle Förderung durch den Bund festgeschrieben ist, sollte es damit voran gehen. Bereits 1993 hatte die Enquetekommission des Bundestages „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland“ den geschlossenen Jugendwerkhof Torgau die „Bankrotterklärung des Systems“ in der DDR genannt…

    Dabei waren die insgesamt 4046 Jugendlichen, die den geschlossenen Jugendwerkhof Torgau durchlitten, keine Kriminellen, sondern in den Augen des SED-Staates rebellisch und schwer erziehbar, weil sie sich den Vorgaben der staatlichen Organe nicht unbedingt fügten. Sie sollten daher durch eine Art „Schocktherapie“ zu einer „allseits gebildeten sozialistischen Persönlichkeit“ herangezogen werden nach dem atavistischen Motto: Wer nicht hören will, muss fühlen.

    Erzieher kannten keine Grenzen

    In Torgau, dessen Schwarze Pädagogik von seinem langjährigen Leiter Horst Kretzschmar in seiner Diplomarbeit „Die Entwicklung des Jugendwerkhofes Torgau und die sozialpädagogische Aufgabenstellung“ ausführlich beschrieben wurde, ging man sogar noch einen Schritt weiter: Hier stand die „Herstellung der Umerziehungsbereitschaft“ im Mittelpunkt. Das Mittel dazu war eiserne Disziplin, die nicht nur den Einzelnen traf, sondern die Gruppe. Entsprechend brutal war der Anpassungsdruck.

    Wie das in der Realität aussah, beschreibt Ralf Weber als Zeitzeuge in der Gedenkstätte. Fünf Monate war er 1971/1972 in Torgau.

    Die Repressalien reichten von körperlicher Züchtigung bis hin zu seelischer Erniedrigung. Weber erzählt von Sporteinheiten nach der Arbeit und am Wochenende, bis das Blut aus den Schuhen floss. Toilettengänge wurden im Kollektiv abgehalten, keine Wände zwischen den Schüsseln, zum Teil gab es auch für die Mädchen nur männliche Aufseher. Oft wurden sie vergewaltigt.

    Selbstmordversuche waren keine Seltenheit. Im April 1988 erhängte sich der 17-jährige Steve B. mit seinem Hemd am Zellenfenster. Er war erst zwei Tage zuvor eingewiesen worden. Ein anderer Häftling zündete sich an.

    Die Erzieher hätten „keine Grenzen“ gekannt, genauso, wie sie keinen Grund brauchten, um zuzuschlagen, berichtet Weber. Einmal hätten drei erwachsene Männer auf ihn eingeschlagen, einer trat zusätzlich mit Stahlkappenschuhen. „Die Erfahrung Torgau wird brachial bleiben, sie wird nie wieder verlöschen.“

    In der DDR habe darüber kein Wort verloren werden dürfen. Heute kämpft Weber vor Gerichten für Entschädigungen und spricht regelmäßig vor Schülern und Studenten über seine Erlebnisse, „für die Aufarbeitung“.

    https://www.welt.de/geschichte/article127486778/DDR-Jugendwerkhof-Torgau-Von-Schocktherapie-bis-Vergewaltigung.html

    …die Salonbolschewisten von blutrot bis schwarz (siehe aktuell Wanderwitz, u.a.) wollen uns die Welt erklären!

  7. Alles richtig. Auch bei uns im hochgelobten Bildungsparadies Bayern sieht es kaum anders aus.

  8. “Restbestand hochqualifizierter Eliten…”. Restbestand trifft es genau, der Rest ist Resterampe auf Ramschniveau.

  9. Diese Diagnose kann ich bestätigen. Ich hatte an der Universität Diplomanden der Biologie zum Abschluß zu führen, d.h., sie machten in meinem Labor ihre Doktorarbeit. Diese Leute hatten also Grundschule und Gymnasium abgeschlossen, wenigstens 8 Semester studiert und eine Diplomarbeit angefertigt.
    Mehrere dieser diplomierten Naturwissenschafler konnten nicht mit dem Dreisatz umgehen, haben nicht verstanden, was eine Konzentration mehrerer Stoffe in einer Lösung ist und waren nicht dazu imstande, die Ergebnisse ihrer Experimente (die Protokolle dazu mußte ich ihnen vorgeben) in einer schriftlichen Arbeit zusammenzufassen (“deutscher Aufsatz”).
    .
    Es ist ja völlig klar, daß Unterricht nicht mehr durchgeführt werden kann, wenn die Hälfte der Klasse die Unterrichtssprache nicht beherrscht. Ich könnte auch keinem Vortrag auf Zulu oder arabisch folgen. Wäre eine Lösung des Problems politisch gewollt, so müßten sofort Minderheitsschulen für Deutsche und andere Europäer eingerichtet werden. Förderklassen für alle MiHiGru`s zusammen könnten dann von Lehrern mit MiHiGru übernommen werden.
    Natürlich wäre eine wirkliche Lösung nur das, was Helmut Schmidt sagte: “Mir kommt kein Türke (usw., usw., usw.) mehr über die Grenze!” Und die, die schon hier sind: “In Würde heim!” , aber schnell.
    https://conservo.wordpress.com/?s=sachs-plan

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