Abstoßende Eindrücke von einer Stippvisite in Bayern

– Strenggläubige in Afghanistan, bei uns gibt Söder den Corona-Taliban
– Bayern schottet sich mit absurden Corona-Vorschriften ab

(www.conservo.wordpress.com)

Von Albrecht Künstle *)

Rainer Lippert – Eigenes Werk

Zwischen Lockdown X und Lockdown Y endlich wieder einmal reisen! Das war nach vielen Monaten unser Wunsch. Aus Angst, sie lassen mich als „Ungeimpften“ nicht mehr nach Deutschland zurück, buchten wir eine Flusskreuzfahrt von Frankfurt nach Passau. Auch wegen der zum Zeitpunkt der Buchung verschwindend geringen PCR-Positiv-Teste hatten wir die Hoffnung, dass Corona-Vorschriften für unsere geschlossene Gesellschaft auf dem 135 Meter langen Schiff bei nur 180 Reisegästen gelockert würden. Aber weit gefehlt. Die 177 Durchgeimpften müssen denselben Mummenschanz mitmachen wie drei Nichtgeimpfte, darunter ich. Nur an den Tischen und am Sonnendeck dürfen die Masken abgenommen werden.

Offensichtlich wird den Corona-Impfungen nicht getraut, sonst könnte man die Gepiksten doch von der Maskenschikane befreien, oder nicht? Ich musste einen weniger als 24 Stunden alten Schnelltest mitbringen, der alle zwei Tage an Bord erneuert werden musste. Dabei rechnete ich den beiden Testerinnen vor, dass sie bei ihrer Schiffsgröße zwei Jahre testen müssen, um endlich einmal einen Treffer zu landen. Sie gaben zu, noch nie jemanden positiv getestet zu haben und beklagten, dass der Job langweilig sei und eklig dazu, da man den Leuten in Nase und Rachen herumfummeln müssen.

Mir verschlug es fast die Sprache, als wir auf Söders Herrschaftsgebiet zu Stadtbesichtigungen von Bord gingen. Nirgendwo in Bayern werden normale OP-Masken akzeptiert, es müssen FFP2 sein und sogar FFP3, die eigentlich „partikelfilternde“ Arbeitsmasken sind und für ein Virus kein wirkliches Hindernis sind. FFP3 sind die Masken mit einer oder zwei Membranen dran, wo zwar Luft raus geht aber kaum welche rein – „mords“ Geräte! Ich bin gespannt, wann man mit einer Pressluftflasche auf dem Rücken und den Lungenautomaten im Maul aufwarten muss. Selbst beim Höhlentauchen fühlte ich mich nicht so beengt wie mit diesen Dingern.

In der Residenz zu Würzburg bekam ich fast einen Kreislaufkollaps mit der vorgeschriebenen Maske. Obwohl es sich in diesem Weltkulturerbe um riesige Räumlichkeiten handelt, große Abstände zueinander möglich sind und Kontakte untereinander nur wenige Minuten dauern können, sind auch beim Treppensteigen diese mörderischen Masken zu tragen (Warnhinweis auf der Verpackung: „Nicht ordnungsgemäßer Gebrauch kann zu ernsthaften Gesundheitsschäden oder zum Tod führen“ – aber wer liest schon die kleingedruckte „Gebrauchsanweisung“?). Da kennt aber der Corona-Taliban aus München kein Pardon. Ich musste mich hinsetzen, um einen Kreislaufkollaps zu vermeiden. Eine Corona-Aufseherin erkannte meine Notsituation und brachte mich über einen Fluchtweg ins Freie. Wie mir, gehe es täglich einigen, offenbarte sie mir. Und dass sie aus einem sozialistischen Land komme, aber dort solch rigorose Einschränkungen wie von diesem Söder nicht erlebt habe.

Im Freien war/ist es noch erlaubt, ohne Masken durchzuatmen. Ich regenerierte mich in den wunderschönen Gärten der Residenz zu Würzburg, der Eintrittspreis für die Residenz selbst war futsch. Dann entdeckte ich den angrenzenden Staatlichen Hofkeller, in dem die nicht schlechten Frankenweine präsentiert und verkauft werden. Doch am Eingang zwei riesige Plakate, die den Abstand von 1,5 Meter einforderten; zusätzlich war das Tragen von FFP2/3-Masken vorgeschrieben und der Zutritt für höchstens fünf Personen gestattet. Wie sollte ich mit Maske den Wein probieren? Ich wurde von dem Besuch abgeschreckt und wunderte mich nicht, dass es auch sonst niemand wagte, das Söder-Areal zu betreten. Trinkt eueren Frankenwein alleine, dachte ich.

Die Lust auf ein Eis verging mir ebenfalls. Ich stellte mich in der kurzen Schlange an und wunderte mich, dass auch an der frischen Luft alle Mundwindeln trugen. Aber immerhin wurde ich nicht angeblafft, weil ich keine trug. Als ich an der Reihe war, forderte mich der Eisverkäufer auf, die Maske aufzusetzen, obwohl ich immer noch im Freien stand. Für die wenigen Sekunden, in denen er das Eis richtete, sollte ich eine Maske tragen? Und diese dann mit dem Eis in der Hand wieder absetzen? Der Boden vor dem Eisstand zeigte, dass das Kunststück nicht allen gelingt. Ich sagte zu dem Eismann: „Wissen Sie was, verkaufen Sie Ihr Eis doch dem Söder.“ Beim Weggehen ohne Eis hörte ich jemanden sagen, „der hat Recht, so sollten es alle machen.

Nach dem wunderbaren Abendessen an Bord dann der Besuch eines Lokals der Stadt. Im ersten prangte uns eine Schiefertafel entgegen mit Kreide geschrieben: „Keine freie Platzwahl, bitte zu uns kommen und anmelden! Max. 10 Personen, nur Geimpfte/Genesene.“

Ich bedauerte, nicht positiv auf Corona getestet worden zu sein. Denn wer theoretisch Corona hatte und als genesen gilt, ist besser dran wie ich als Negativ-Getesteter. Also weiter ins nächste Lokal. An diesem eine Phalanx von vier DIN A3 Plakaten. Eines informierte über die Corona-Regeln des Corona-Taliban Söder. Ein anderes lautete „Lieber Gast“ Im weiteren Text fand sich jedoch nichts, woraus man schließen könnte, dass Gäste in Bayern willkommen sind oder gar geliebt werden. Das dritte Plakat zeigte den Abstand von 1,5 Meter eines Symbol-Mannes zu einer Symbol-Frau. Wir waren drei Männer, woraus wir schlossen, dass dieses Abstandsgebot eigentlich auf uns nicht zutreffe. Das vierte Plakat pries einen Corona-Test an, Wartezeit 15 Minuten – Schnelltest genannt. Für mich eine Ewigkeit, in der ich fast zwei Viertele trinke. Geschlagen zogen wir uns auf die etwas freiere Burg, unser rettendes Schiff, zurück.

In den Kirchen, in denen ich gerne fotografiere, dieselben Gängelungen. Noch stehen sie und sind Zeugnis des einstmals christlichen Abendlandes, aber die Herrschaften in den Hauptstädten und Bischofssitzen tun alles, um ihre Gläubigen zu verprellen. Mit ebenfalls FFP2/3 auch bei z.B. nur zehn Besuchern in bis zu 10 000 Kubikmetern riesigen Gebäuden. Würde man diese Daten in den Aerosol-Calculator des Max-Planck-Instituts eingeben, kämen null Promille Ansteckungsgefahr heraus. Das hält diese Herrschaften aber nicht davon ab, endlich einmal Macht über das (Kirchen)Volk ausüben zu können, welches ohne das den „Oberhirten“ willkommene Corona-Virus einfach nicht mehr gehorchen würde.

Unsere nächste Radtour wollten wir eigentlich wieder einmal in Bayern machen. Aber solange dieser Corona-Taliban Söder in Bayern sein Unwesen treibt, bringt mich niemand mehr in dieses einst so sympathische Land. Liebe Bayuwaren, jagt solche Corona-Fundamentalisten und Helfershelfer in Bayern und anderswo aus ihren Befehlsständen. Deren Politik wurde inzwischen unberechenbarer als das Coronavirus selbst.

Vom Regen in die Traufe? Unsere Rückkehr erfolgt am Montag – gerade rechtzeitig? Denn Baden-Württemberg hat neuerdings ebenfalls einen Corona-Taliban, der die Beschlüsse aus der letzten Video-Konferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten nicht erst ab 23. August gelten lassen will, sondern bereits eine Woche früher. Sieht mir ganz nach einem Wettstreit zwischen Corona-Fundamentalisten aus.

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*) Der Autor Albrecht Künstle, Jahrgang 1950, ist im Herzen Südbadens daheim, hat ein außergewöhnlich politisches Erwerbsleben mit permanent berufsbegleitender Fortbildung hinter sich. Im Unruhezustand schreibt er für Internetzeitungen und Nachrichtenblogs der Freien bzw. Alternativen Presse zu den ihm vertrauten Themen Migration, Religionsfragen, Islam, Kriminalität, Renten, Betriebliche Altersversorgung, Wirtschaftsthemen u.a.. Zuvor schrieb er für Fachzeitschriften und seine Regionalzeitung, fiel aber bei ihr politisch in Ungnade.

Kuenstle.A@gmx.de

www.conservo.wordpress.com  

12 Kommentare

  1. Wie recht sie haben lieber Herr Künstle!
    Ich selbst z.B. bin in früheren Jahren immer gern nach Bayern (Franken) gefahren ferienhalber, was ich zugleich mit dem Besuch eines renommierten Klassik – Festivals dort verbunden habe.

    Zuletzt ist das entfallen, zunachst umständehalber und dann wegen der grassierenden KpCH (Wu -Han-) – Virus-Hysterie.

    Im letzten Jahr bereits hat mich dann auch das einsetzende, an eine Diktatur erinnernde, Gebaren und die unsäglichen Äußerungen des ‚Franken-Heitlers‘ ‚Adolf‘ Markus Söderer unendlich abgestoßen; mehr noch dessen Gebaren in diesem Jahr, auch und gerade in jüngster Zeit, wie Sie es ja auch ansprechen.

    Und auch für die Zukunft, solten bald wieder halbwegs ’normale‘ Zustande wieder einkehren, werde ich es mir sehr überlegen, ob ich das wieder aufnehme.

    Mich beschleichen da unabweisbare Zweifel, daß ich in einer Gegend, wo dieser Mensch, der mit ‚Corona‘ – Taliban‘ sehr zutreffend beschrieben ist, noch irgendetwas zu sagen hat, mich überhaupt noch wohlfühlen kann. Danke für Ihren, die Zustände entlarvenden, Bericht.

  2. Ach die da oben wissen schon, dass die sogenannte Impfung ein Schuss in den Ofen ist. Aber die haben das Zeug bestellt, das Geld dafuer haben sie gedruckt, und jetzt wird die Sumpfsuppe auch verimpft. Basta.

    Zudem sind sie darauf herein gefallen, dass die sog. Auffrischimpfung dann endlich wirksam sei. Also freut euch auf eine Weihnachtsdosis von Mutti. Und die Masken muesst ihr so lange auf behalten, bis sie naechstes Fruehjahr merken, dass die 3. „Impfung“ auch nicht wirkt. Mal sehen, wie viele Rentner die damit ‚entsorgen‘. Kein Problem, alles was wegstirbt wird nun durch Afghanen ersetzt. Ich empfehle ein schoenes Messerset als Weihnachtsgeschenk 😉

    Das grosse politische Problem ist, dass es die CDU/CSU immer noch gibt, nicht nur, dass jeder 2. Rentner die aus Gewohnheit waehlt. Und am 26.9. wird die „Deutschland-Koalition“ gewaehlt, damit der Korruptionssumpf genauso weiter geht wie bisher. Das muss man sich mal vergegenwaertigen. Diese 3 Parteien hatten in meiner Jugendzeit immer 100% aller Mandate im BT – jetzt waeren sie froh, wenn sie es knapp ueber die Haelfte schaffen. D.h. der alte Politsumpf hat die Haelfte seiner Waehler verloren.

    1. Gestern hatte ich Kontakt mit einer Person, die 30 Jahre alt ist und vor der Impfung gesund war.
      Er hatte sich vor kurzem impfen lassen um ungehindert in Urlaub fliegen zu können.

      In seinem Bekanntenkreis hatten dies viele auch so gemacht.
      Zunehmend stellten sie alle fest, daß sie sich nicht mehr so fit fühlten.
      Das war nach einhelliger Meinung aller vor der Impfung nicht so.
      Weiterhin beklagen diese jungen Geschöpfe zunehmend starke Gliederschmerzen.
      Geimpft wurde mit Biontech-Impfstoff.
      Mückenstiche, die vor der Impfung weitest normal vertragen wurden sind jetzt für die meisten ein Problem.
      Extreme Schwellungen nach Mückenstichen sind jetzt die „Normalität“ und eine Behandlung mit Antibiotika sorgt nun für eine weitere Schwächung des Immunsystems. Wohlgemerkt, ich spreche über eine Behandlung von Mückenstichen bei jungen Menschen, die vor der Impfung kaum Probleme damit hatten.

      Aus meiner Sicht ist das Abwehrsystem im menschlichen Körper nach der Impfung mit solchen Impfstoffen ein Risiko, daß nicht ausreichend bekannt und erforscht ist.

      Für mich ist diese vorschnelle Impfung ein Verbrechen am gesunden Menschen.

      Artushof

      NEC TEMERE – NEC TIMIDE

      1. Ich leide ja auch an einer, wahrscheinlich durch (normale) Impfstoffe erworbenen, Autoimmunkrankheit. Bhakdi hatte vorausgesagt, dass Autoimmunkrankheiten das grosse Risiko solcher COVID „Impfungen“ sein werden.

  3. Habe in den letzten Tagen, nach Wochen, eine Menge Leute getroffen die mich gefragt haben, wie meine Sommerwochen waren, ob ich verreist sei und wie es war. Habe nur geantwortet, dass ich in den Zeiten einer globalen Pandemie, wie es sich gehört, selbstverständlich zuhause bleiben würde, immerhin hätten wir eine Pandemie und dazu gehörte es früher, und da schlösse ich mich der damaligen Erkenntnis an, dass man nicht mutwillig in der Welt rumgondelt und seine Keime rumschleudert. Außerdem, eine Reise ohne Freiheit hätte für mich keinen Wert, denn es würde nur mein Portemonaie leerer und dieses ständige Nachweisen-müssen des tagesaktuellen Tests würde mir das Urlaubsfeeling vermiesen. Anwort: Betretenes Schweigen meiner Gesprächspartner über das Ärgerniss, durch die heißersehnte Impfung weder gesundheitliche, persönliche noch gedankliche Freiheiten erlangt zu haben.

  4. Danke für den tollen Bericht über „die Lage der Nation“ bzw. die Lage in Bayern.

    Ich muss schon sagen, dass da jemand noch sehr positiv und unerschrocken vorgegangen ist, überhaupt so eine Reise zu machen. Bei mir stelle ich fest, dass mir dieses ganze „Mundwindel“-Theater fast in allen Bereichen den Spaß verdirbt. Allerdings spare ich gerade auch Geld. Als leidenschaftliche Cafè -Besucherin, die ich früher war, geht heute kaum noch ein Euro an die Gastronomie. Ebenso Boutiquen. Erst kürzlich hatte ich in den sogenannten Kaiserbädern direkt an der Küste ein paar Stunden Zeit, ein wenig durch Geschäftsstraßen zu bummeln. Früher wäre ich von einem Laden in den nächsten geschlendert, hätte überall mal was anprobiert und hätte bestimmt auch ein wenig ungeplantes Geld, einfach aus Lust am Einkaufen, ausgegeben. Wir hier an der Ostsee dürfen ja im Freien ohne Maske rumlaufen, müssen sie aber überall aufsetzen, wo wir Räume betreten. Also sieht mich auch kein Klamottenladen mehr von innen. Was das Geld spart!😉 Am Ende hab ich gemerkt, dass ich mich lieber für eine Weile allein in den Park oder an den Strand setze, als irgend etwas zu „genießen“, was mit diesen hirnrissigen und bösartigen Vorschriften zu tun hat.

    Was allerdings Bayern und den corona-Taliban Söder betrifft, kam mir der Gedanke, dass man ja mal sagte, die Gattin ebendieses Fundamentalisten verdiene sich gerade eine goldene Nase an Maskenschildern usw. Könnten die extremen Bestrebungen dieses „Landesfürsten“ vielleicht auch damit im Zusammenhang stehen? Man will ja nicht spekulieren, aber dieser Gedanke drängt sich beim Lesen des Berichts förmlich auf.
    mpG Freya

  5. Ach, ach, lieber Herr Künstle! Am Ende keine Überraschung, diese Geschichte: Ichselbst habe zur Zeit seit Jahren heimwehartige Gedanken wie: ‚Was würde ich mal gern Bayern (lese: Nürnberg) noch mal wiedersehen‘, jedoch, weil vor Allem auf dem Netz regelmässig Berichten über der heutigen Situation im Söderbereichen durchsickern, realisiere ich mich immer wieder rechtzeitig: Was soll ich denn momentan auch eigentlich dort anfangen? Was man davon mitkriegt, ist es dort jetzt alles ausser angenehm, mit den Corona-Zuständen! Und Ihr Artikel beweist das mal wieder unmittelbar!

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