Seeschlacht von Lepanto am 7.10. vor 450 Jahren

– Ihr gingen viele grausame Eroberungen der Osmanen voraus
– Der Sieg der „Heiligen Liga“ brachte eine Verschnaufpause

(www.conservo.wordpress.com)

Zum 7. Oktober 2021, von Albrecht Künstle

Yavuz Sultan Selim Moschee in Mannheim. Der Eroberer Yavuz Sultan Selim war für seine Grausamkeit bekannt und verfolgte erbarmungslos Aleviten und Schiiten. Zahlreiche Moscheen in Deutschland wurden nach Sultan Mehmet II. mit dem Beinamen „Christenschlächter“ benannt. Hubert Berberich (HubiB), CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Im heute griechischen Golf von Patras in der Meerenge am nördlichen Ende des Peloponnes, fand am 7. Oktober 1571 eine der größten Seeschlachten der Geschichte statt. Die „Heilige Liga“, zusammengestellt von Papst Pius V., besiegte mit 206 Galeeren und 68 000 Mann die noch mächtigere Osmanische Flotte mit 80 000 Mann auf 255 Galeeren. Die Schlacht forderte 38 000 Tote auf beiden Seiten. „Sie beendete die weitere Expansion des Islam nach Südeuropa und beschränkte dessen Machtbereich auf das östliche Mittelmeer“ – schreiben die Historiker.

Aber es war nur eine kurze Verschnaufpause für die Nichtislamische Welt. Bereits drei Jahre nach der Niederlage eroberten die Osmanen das weit westlich gelegene Tunis, die heutige Hauptstadt von Tunesien. Von ihm aus machen sich erneut Schiffe voller Muslime auf – Richtung Europa. Und wieder werden ihnen Schiffe entgegengeschickt. Aber nicht, um sie abzuwehren wie 1571, sondern um deren Passagiere auf größere Schiffe zu übernehmen. Aber nun wieder zurück zu damals.

Die osmanische Flotte hatte schon ein Jahr nach der Schlacht den Verlust der 260 Schiffe ausgeglichen, baute über 150 Kriegsgaleeren neu und verfügte insgesamt wieder über 250 Galeeren. Der Großwesir Sokollu Mehmed Pascha zeigte sich vom Verlust seiner 30 000 Mohammed-Jünger unbeeindruckt, als er dem venezianischen Botschafter in Konstantinopel den Unterschied zwischen dessen und seiner Niederlage schreiben ließ: „Indem wir Euch das Königreich Zypern entrissen haben, haben wir Euch einen Arm abgetrennt. Indem Ihr unsere Flotte besiegt habt, habt Ihr uns nur den Bart abrasiert. Der Arm wächst nicht wieder nach, aber der Bart wächst nun umso dichter.“ Womit er Recht behielt; die Bärte des Propheten wurden jedenfalls zahlreicher, wenn man sich auf unseren Straßen umschaut.

Die islamischen Herrscher hatten es Mitte des 16. Jahrhunderts nicht nur auf Zypern abgesehen. 1529 standen die Türken das erste Mal vor Wien, nachdem sie schon 1396 auf dem Balkan in der Schlacht_bei_Nikopolis die christlichen Verteidiger besiegten. Zum Triumpf wurde in Bursa die Ulu Camii errichtet, nach jener Siegermoschee sind viele DiTiB-Moscheen in Deutschland benannt. Am „Tag der offenen Moschee“ wurden auch diese türkischen Ulu-Camii-Moscheen ehrfurchtsvoll besucht.

Unter Sultan Selim II. (reg. 1566-1574) fiel dann die Entscheidung für die Annexion Zyperns. Er stützte sich dabei auf ein (islamisches) Rechtsgutachten (fetva) von Ebu-us-Suud Effendi. Dieser war damals der „Şeyh-ül-Islam“, zugleich war er als Mufti der höchste geistliche „Würdenträger“ des Landes. Der Kernsatz seines Gutachtens lautete:

„Der Fürst des Islam kann nur dann gesetzmäßig mit den Ungläubigen Frieden schließen, wenn daraus für die gesamten Muslime Nutzen und Vorteil entsteht. Wird dieser Vorteil nicht bezweckt, ist auch der Friede nicht gesetzmäßig. Sobald ein Nutzen erscheint … so ist es … allerdings erforderlich und notwendig, den Frieden zu brechen.“ Joseph von Hammer-Purgstall, ein österreichischer Orientalist des 19. Jahrhunderts, schrieb dazu: „Dieses Fetva beleidigte in hohem Grad die ersten Grundsätze des Völkerrechts und öffentlicher Treue …“ Recht hatte er, und das hat sich bis heute nicht geändert. Die UN-Menschenrechtskonvention ist von den 57 islamischen Staaten immer noch unter den Scharia-Vorbehalt gestellt.

So eroberten die Türken Nauplia und Monemvasia, weshalb Nikosia, Kyrenia und Ammochostos von 1540 an stärker befestigt wurden. Es half nichts, 1570/71 wurde Zypern erobert von den osmanischen Heeren unter dem Befehl zweier Kommandeure des sogenannten Propheten. Anfang Juli gingen die Türken bei Larnaca an Land, am 9. September fiel Nikosia in einem Blutbad, dann Paphos und Limassol. Ende September kapitulierte Kyrenia, dann folgte der Endkampf um die Insel. Am längsten konnte das befestigte Famagusta, das griechische Ammóchostos, den osmanischen Angreifern standhalten. Nach langer Belagerung kapitulierte die Stadt.

Die islamischen Eroberer sicherten den Bewohnern von Famagusta Unversehrtheit zu. Am 4. August 1571 wurde die Stadt unter dieser Bedingung übergeben. Am 5. August brachen die Osmanen die Vereinbarung und richteten ein Blutbad an. Die Christen wurden in einem Massaker niedergemetzelt und die Stadt zerstört. Die Mustafa Pascha Moschee des Eroberers von Famagusta wurde in die ehemalige St. Nikolaus Kirche hineingebaut. Weitere islamische Völkermorde.

Das islamische Gebot der Täuschung war und ist kein Missbrauch des Koran, sondern dessen Gebrauch. Von gutgläubigen Islamverstehern aber wird die These von der Taqiyya als islamophob gebrandmarkt. Übrigens: Nach dem Christenschlächter Selim II sind in Deutschland sehr viele türkische DiTiB-Moscheen benannt – die sogar von unserer Geistlichkeit als Teil des interreligiösen Dialogs hofiert werden. Auch diesen Moscheen wurden am letzten Sonntag die Türen eingerannt.

Nach dem blutigen Fall der letzten Stadt Zyperns schlug Papst Pius V. in der Bibel nach und stellte vielleicht fest, dass dort nur etwas von der zweiten Wange steht, die man dem Feind hinhalten solle. Aber seinen Christen wurden gleich die Köpfe abgeschlagen. So nicht, dachte er wohl. Die Flotte der Heiligen Liga, überwiegend der Venezianer, versammelte sich bis Mitte September im Hafen von Messina, dann segelte sie um Apulien herum der osmanischen Flotte entgegen.

Am 7. Oktober 1571 nach dem Gottesdienst bewegten sich die beiden Flotten aufeinander zu. 206 Galeeren und 6 Galeassen der Liga mit 28 000 Soldaten, 40 000 Matrosen und Ruderern gegen die überlegenen 255 osmanischen Galeeren mit 34 000 Soldaten des Propheten, 46 000 Matrosen und Rudersklaven. Weil der enge Golf keine Möglichkeit für Wendemanöver zuließ, wurde Schiff gegen Schiff und Mann gegen Mann gekämpft. Schließlich gelang es der Liga, die türkischen Galeeren gegen die Klippen zu drängen. Vielleicht war es gar keine Kriegskunst, sondern nur günstig stehender Wind – von oben? Ausführlicher!

Nach fünfeinhalb Stunden war die Schlacht für die Heilige Liga gewonnen – gewonnen? 8000 ihrer Besatzung sanken mit 13 Schiffen auf den Meeresgrund. Den osmanischen Aggressoren im Dienste Muhammads fehlten jedoch auf einen Schlag (ins Wasser) 30 000 Mann. Wie sein „Paradies“ wohl mit diesem Ansturm fertig wurde? 12 000 christliche Rudersklaven konnten aus den 117 eroberten Galeeren befreit werden. Fast die Hälfte der osmanischen Flotte fehlte zum Schluss in ihrer Sammlung. Uludsch Ali gelang es mit 30 Schiffen nach Konstantinopel zu entkommen, welches schon 1453 von islamischen Horden dem Oströmischen Reich entrissen wurde. Der Mythos der Unbesiegbarkeit der osmanischen Mittelmeerflotte war gebrochen.

Dem kurzen Stopp der Ausbreitung des Islam gilt das Rosenkranzfest. Es wurde eingeführt von Pius V. (1566–1572) als Dank für den Sieg der christlichen Flotte in der Seeschlacht von Lepanto. 1573 wurde es von Papst Gregor XIII. in Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz umbenannt. Nach dem Sieg der kaiserlichen Truppen unter Prinz Eugen von Savoyen über das Osmanische Reich in der Schlacht von Peterwardein 1716 wurde das Rosenkranzfest in den „Römischen Kalender“ aufgenommen. Anno 1913 legte man es auf den 7. Oktober. Und welch Wunder: Dieses Datum steht noch im „Direktorium“ unserer Erzdiözese. Das Evangelium dieses Tages gilt allerdings nicht mehr dem alttestamentarischen „Aug um Auge, Zahn um Zahn“, was damals vielleicht die christlichen Kämpfer angefeuert hatte, die um ihre in voraus gegangenen Jahren getöteten Mitchristen trauerten. Die Gebete im Gottesdienst am Morgen der Schlacht werden kaum alleine entscheidend für den Sieg gewesen sein.

Dieser Artikel ist zuerst auf der Webseite des Autors erschienen

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*) Der Autor Albrecht Künstle, Jahrgang 1950, ist im Herzen Südbadens daheim, hat ein außergewöhnlich politisches Erwerbsleben mit permanent berufsbegleitender Fortbildung hinter sich. Im Unruhezustand schreibt er für Internetzeitungen und Nachrichtenblogs der Freien bzw. Alternativen Presse zu den ihm vertrauten Themen Migration, Religionsfragen, Islam, Kriminalität, Renten, Betriebliche Altersversorgung, Wirtschaftsthemen u.a.. Zuvor schrieb er für Fachzeitschriften und seine Regionalzeitung, fiel aber bei ihr politisch in Ungnade.

Kuenstle.A@gmx.de

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11 Kommentare

  1. Eine Liebeserklärung Halle Saale, die die Stadt vor den Abrissbirnen a la Merkel, Hofstaat und Muslim Diaby nicht retten wird und ebenso wie Leipzig verunstalten wird.

    Trotz 2. Weltkrieg konnte die Geschichte bewusste Stadt noch etwas von ihrem historischen Flair, der Schaffenskraft der Ahnen bewahren. Selbst die Industriearbeiterstadt Halle Neustadt, hat dem keinen Abbruch getan.

    Merkel nebst Hofstaat war da, Abrissbirne folgt. Die Stadt hat eine stolze christlich jüdische Geschichte, die will man ausradieren für die muslimische Übernahme. Ein rotzfrecher Neg… ,der auch noch frech als Hallenser bezeichnet wird, der nur Wohlstandsnomade ist, fordert die Ausradierung dieser Traditionsgeschichte in der MZ. Obwohl der Begriff Mohr nicht negativ besetzt ist, fordert er wegen historischer Unkenntnis und Platzhirsch Gehabe, wegen nicht begründeten Rassismus, der Name habe zu verschwinden.

    Die Pfaffen, mitschuldig an der Misere, katzbuckeln vor muslimischen Neubürgern, ein islamisches Kulturzentrum und ein Gebetshaus für alle, reicht denen nicht. Um die Erpressung für eine Moschee durch zu setzen jaulten fast 1000 Muslime auf den Wiesen von Halle Neustadt mit Kriegsgeschrei des Imam Allah an.

    Hallenser gingen entweder, weil der organisierte globale Arbeitsmarkt ihnen keine Chance gab und sie wegen Arbeit ausgewandert sind, oder weil sie für die Schaffung von Vierteln für Neubürger mit kriminellen Firmen brutal aus ihren Vierteln vertrieben wurden und Rechts Verdreher machen mit, natürlich mit politischem Segen.

    Mit Diaby und den Medien Hyänen die Halle als islamisch jüdisch christliches Zentrum verklären, steigt die Wahrscheinlichkeit, das die Marktkirche ähnlich wie die Hagia Sophia dank der 4 Türme eine Moschee werden könnte, damit der Imam kräftig jaulen kann.

    Natürlich, obwohl der heilige Mauritius für sein Bekenntnis zum Christentum von Kaiser Diokletian ermordet wurde, wie kann sich eine christliche Kirch erlauben einen Schwarzen dar zu stellen, wird sofort Rassismus gebrüllt und er muss weg, damit vorwiegend muslimisch geprägte Neg. sich nicht am Christentum stören können.

    Die Kirchen schaffen sich ab und das Christentum das der mittelalterlichen versklavenden mohammedanischen Religion überlegen und humanitär war, auch.

    Mir blutet das Herz bei dieser kulturellen Vernichtung, aber die Wähler wollten es so. Vielleicht werden sie mit Betonsilos glücklicher.

    Ich habe so die Schnauze voll von Geschichtsfälschern und Politikern, es reicht.

  2. Belarus-„Flüchtlinge“: In Brandenburg werden wieder eifrig Zelte aufgestellt
    https://journalistenwatch.com/2021/10/07/belarus-fluechtlinge-in/

    „Auf dem Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt sind die Vorbereitungen in vollem Gange. Es wird schließlich kalt und die ersten Einwanderer, die Belarus hinter sich gelassen haben, überqueren die nahe Grenze zu Polen. Allein am vergangenen Wochenende kamen 251 Menschen illegal über die deutsche Grenze und damit mehr als im gesamten August. Und sie sind nur die Vorhut.

    Die Zahl der hauptsächlich von Irakern, Syrern, Iranern und Jemeniten gestellten Asylanträge hat sich im September versechsfacht, das erklärte der brandenburgische CDU-Innenminister Michael Stübgen in der vergangenen Woche den Abgeordneten des Landtags.“

    DIe CDU-Wichtigtuer ziehen mal wieder eine Schmierenkomödie ab. Sie waren es doch, die Merkels Kurs zur Grenzöffnung ab 2015 mit großer Mehrheit mitgetragen haben. Kritiker wurden damals sofort mundtot gemacht und ausgegrenzt!

    Ich hoffe die CDU/CSU wird noch weiter in der Wählergunst abstürzen…

  3. Geschichte ist weithin vergessen . . .

    Gegen das vergessen [ der Geschichte ]

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    Die Seeschlacht von Lepanto
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    Oberbefehlshaber auf der Seite der Heiligen Liga von 1571 war Don Juan de Austria, auf osmanischer Seite Kaptan-ı Derya Ali Pascha, der in der Schlacht fiel. Sie ist die Seeschlacht mit den meisten Gefallenen an einem Tag.

    Don Juan de Austria (Ritter Johann von Österreich; * 24. Februar 1547 in Regensburg; † 1. Oktober 1578 in Bouge, Teil des heutigen Namur) war Befehlshaber der spanischen Flotte und Statthalter der habsburgischen Niederlande. Er war der außereheliche Sohn Kaiser Karls V. und der bürgerlichen Regensburger Gürtlerstochter Barbara Blomberg.

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    Das tausendjährige Österreich
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    Inhaltsangabe
    Vorwort
    I. Deutschösterreichische Heimat
    II. Tausend Jahre deutsches Österreich
    a) Ostmark und Österreich.
    b) Territorialpolitik der mittelalterlichen Habsburger.
    c) Abwehr der Türken. Im deutschen Glaubensstreit.
    d) Schirmherr am deutschen Rhein und Hüter im Südosten.
    e) Großmacht Österreich
    f) Großdeutschland oder Kleindeutschland ?
    g) Die Doppelmonarchie und ihr Untergang
    h) Wiederum Ostmark
    III. Des Ostmarkdeutschen Wesen und Wert
    Stammtafel der Habsburger
    Verzeichnis der 16 Bildtafeln
    Namens= Verzeichnis
    2 Karten

    Das tausendjährige Österreich [ PDF ]
    https://archive.org/details/Sonnenspiegel18/mode/2up

  4. Danke, Herr Künstle!
    Geschichte ist weithin vergessen, die Lehrpläne geben das nicht her.
    In Wien wird im Gymnasium gelehrt, daß die bösen Verteidiger von Wien bei den weitgehend friedlichen Türkenbelagerungen viele Türken umgebracht haben und die Verluste in den Vorstädten selbst verursacht haben. Suleiman der Prächtige sei sehr tolerant gewesen.

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