Unruhen in Kasachstan – Chance für Putin

(www.conservo.blog)

Von Peter Helmes

Kasachstan. Bild: Pixabay

Das scheinbar so ruhige Kasachstan ist nun auf einmal in den Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit gerückt. Hauptauslöser für die Unruhen waren vermutlich höhere Gaspreise. Und in dem Land gibt es eine enorme Ungleichheit, die Unzufriedenheit mit der Regierung ist groß. Die Dürre im vergangenen Jahr, ethnische Gegensätze sowie die Schließung der Grenze zu China aufgrund der Pandemie haben die Lage weiter verschärft.

Es geht nicht nur um Gas, im Grunde hat sich alles verteuert, und das Gefälle zwischen Arm und Reich nimmt zu. Eigentlich hätte die Lage im Land bereits früher eskalieren müssen. Neben wirtschaftlichen Gründen hierfür gibt es auch politische. Die Unterdrückung ist enorm.

Aber: Kasachstan galt in den letzten Jahren eigentlich als relativ stabil. Umso überraschender sind diese Unruhen. Allerdings sieht es bis jetzt danach aus, daß die Menschen lediglich ihren Frust gegen das Regime äußern und keine konkreten Forderungen haben. Der Aufstand in Kasachstan – mit einer noch unbekannten Zahl von Opfern und Toten(!) – ist sicher nicht nur die Folge der Preiserhöhung beim Gas. Er zeigt vielmehr die allgemeine Unzufriedenheit der Bürger darüber, daß ihr Lebensstandard nicht so hoch ist, wie er aufgrund des Reichtums ihres Landes an Bodenschätzen sein könnte. Hinzu kommt aber eben auch das unerfüllte Versprechen von mehr Demokratie; denn in Kasachstan regiert eine einzige Partei, und es gibt keine politische Opposition. Das sind die Zutaten für eine soziale Krise, die das Zeug dazu hat, auch auf andere nicht eben stabile Staaten in der Region überzugreifen

Die Proteste in Kasachstan zeichnen sich zwar durch ihren Netzwerkcharakter aus. Aber trotz der klaren Organisation der aktiv auftretenden Personen hat der Protest keinen eindeutigen Anführer. Infolgedessen haben die Behörden niemanden, mit dem sie konkret verhandeln könnten. Das wird immer bedenklicher, da sich der Protest gegen den Anstieg der Gaspreise innerhalb weniger Stunden in eine politische Revolte verwandelt hat. Alles deutet auf eine schwere Krise hin. Von Moskau aus betrachtet, könnte eine Militärintervention zur Unterstützung des wackeligen kasachischen Regimes Präsident Putin offiziell wieder in die ersehnte Rolle des Restaurators des Sowjetimperiums bringen.

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Einschub:

Hintergrundinformationen

„…Es handelt sich nicht nur um einen Straßenprotest gegen hohe Stromrechnungen: Der Aufstand, der Kasachstan seit dem 5. Januar in Aufruhr versetzt, sei inzwischen eine echte politische Krise, die vor allem von der neuen obere Mittelschicht vorangetrieben werde und eventuell auch zu antiwestlichen Kampagne führen könne.

Dies betont der italienische Pater Edoardo Canetta, der zwanzig Jahre Missionar in Kasachstan wirkte, davon fünf Jahre als Generalvikar für Zentralasien, gegenüber dem Fidesdienst:

„Bis letztes Jahr“, stellt er fest, „kostete der Kraftstoff in Kasachstan 40 Cent pro Liter, ein Preis, der in Italien schon lange undenkbar ist. Heute haben sich diese Preise verdoppelt, und gleichzeitig hat die Inflation sehr hohe Spitzenwerte erreicht. All dies hat zu gewalttätigen Protesten der Mittelschicht geführt: Diese Bürger fühlen sich am meisten betroffen, da die Armen ohnehin keine Autos besitzen. Die Menschen können nicht verstehen, warum ein Land, das auf Gas und Öl „schwimmt“, selbst so viel für Öl und Gas bezahlen muss“.

Dieses Phänomen, erklärt Pater Canetta, sei auf die mehrjährigen Verträge zurückzuführen, die unmittelbar nach dem Ende der UdSSR zwischen Kasachstan und den großen Öl- und Energiekonzernen geschlossen wurden:

„Als die Sowjetunion zusammenbrach, befand sich Kasachstan, wie alle Länder der Region, in einem Zustand absoluter Armut. Deshalb hat sie sich auf Verträge geeinigt, die noch heute und für mehrere Jahre gültig sind und nach denen nur ein sehr geringer Prozentsatz der Gewinne aus der Förderung an das Land geht. Es sind also die großen ausländischen Unternehmen, die sich durch diese Tätigkeit auf kasachischem Gebiet bereichert haben, die andererseits Investitionen unterstützt und Technologie und Forschung eingebracht haben.

Die kasachische Bevölkerung versteht jedoch den Grund für diese Vereinbarungen nicht und beansprucht weiterhin das Eigentum an den Vorkommen. Aus diesem Grund ist es, wie auch immer die Proteste dieser Tage verlaufen, ist es gut möglich, dass die Schuld auf die Ausländer abgewälzt wird und  eine nationalistische Kampagne, insbesondere gegen den Westen geführt wird“.

Die jüngsten Unruhen begannen in den frühen Morgenstunden des 5. Januar und betrafen mehrere kasachische Städte, sein Epizentrum war jedoch Almaty, die Finanzhauptstadt im Sücen Kasachstans.

Dutzende von Demonstranten wurden bei den Zusammenstößen verletzt oder getötet, 18 Polizeibeamte verloren ihr Leben und mehr als 2.000 Menschen wurden festgenommen. Einige Protestierer besetzten und plünderten Fernsehstationen und Flughäfen, was zur Aussetzung von Flugverbindungen führte.

Seit den ersten Stunden der Unruhen ist das Land isoliert: Die Telefonverbindungen sind prekär und die Internetverbindung ist fast vollständig ausgefallen, wie Pater Guido Trezzani, Leiter der Caritas in Kasachstan, bestätigt:

„Seit zwei Tagen“, so der Missionar, „wurde aufgrund der Unruhen, die in verschiedenen Teilen des Landes ausgebrochen sind, der Ausnahmezustand verhängt. Die erste Folge ist, dass das Internet und alle damit verbundenen Dienste blockiert werden. Gelegentlich ist es möglich, E-Mails zu nutzen, aber andere Dienste wie Skype und soziale Medien wurden blockiert…“

Ende des Einschubs.

(Quelle: Fidesdienst, zitiert nach Kath. Missionare zur Lage in Kasachstan: Es geht nicht nur um den Spritpreis – Christliches Forum)

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Stichwort Putin – Offene Fragen

Wer sind diese bewaffneten Protestierenden, welchen Gruppen gehören sie an, und was sind ihre Forderungen? Interessant ist hierbei ein Treffen von Nachfolgestaaten der Sowjetunion in Sankt Petersburg Ende des Jahres: Dort kam Kreml-Chef Putin zuerst mit dem ehemaligen kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew zusammen und dann mit dessen Nachfolger Tokajew. Putin habe Ansprüche auf Kasachstan gestellt, hieß es danach. Nasarbajew habe diese Forderung abgelehnt, Tokajew dagegen habe zugestimmt. Was ist nun mit Nasarbajew? Steht er unter Hausarrest, hat er das Land verlassen? Vielleicht hat er sich an die Spitze des ‚bewaffneten Widerstands gegen die russische Besatzung‘ gestellt. Solange all diese Fragen   nicht beantwortet sind, wird man nicht verstehen, was in Kasachstan passiert.

Es ist zu hoffen, daß am Ende das kasachische Volk als Gewinner aus den Unruhen hervorgeht. Die Unruhestifter planen – nach meinem Wissensstand von heute (7.1.22) –  offensichtlich keine Machtübernahme und stellen keine politischen Forderungen. Niemand weiß, ob die Proteste koordiniert werden – und wenn, von wem. Präsident Tokajew gibt die Schuld für die Gewalt „internationalen Terroristen“. Er hat die Armee losgeschickt und Hilfe seiner Bündnispartner angefordert. Erste russische Truppen sind bereits in Kasachstan eingetroffen, angeblich um strategisch wichtige Objekte zu schützen. Eine andere Frage ist, wie sie die Probleme lösen wollen, die zum Ausbruch der Proteste geführt haben.

Das kasachische Regime wirft sich damit aus Angst vor dem eigenen Volk in die Arme des Kreml. Dieser wird für seine „Hilfe“ einen Preis verlangen, der noch lange nachwirken dürfte. Putin  wird sich seine Hilfe etwas kosten lassen – und wird das Land nicht so schnell wieder verlassen. Putin ist bekannt dafür, daß er Gelegenheiten ergreift, wenn sie sich bieten. Offenbar sieht er die Unruhen in Kasachstan als Chance, um das größte Land Zentralasiens für absehbare Zeit fest an Russland zu binden.

Moskau sieht sich immer noch befugt, in seiner Nachbarschaft militärisch einzugreifen, wenn es dies für nötig hält. Ja, formell ging alles mit rechten Dingen zu: Der kasachische Präsident Kasym-Schomart Tokajew rief die „Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (ODKB)“ um Unterstützung an. Vom Ausland ausgebildete terroristische Banden steckten hinter den Unruhen, sagte Tokajew – allerdings ohne die geringsten Belege dafür vorzulegen. Die in Moskau beheimatete Organisation sagte dennoch zu.

Der ODKB gehören außer Russland und Kasachstan auch Weißrussland, Armenien, Kirgistan und Tadschikistan an. De facto werden deren „Friedenstruppen“ aber russisch sein. Zu groß  ist das politische und militärische Ungleichgewicht zwischen den Mitgliedsländern, als daß  man von gleichwertigen Partnern sprechen könnte. Die ersten Truppen wurden denn auch aus Moskau eingeflogen.

Während die Polizei von Angriffen extremistischer Kräfte spricht, zeigen Videos in sozialen Medien den Aufmarsch von Soldaten und Schüsse auf Demonstranten. Gleichzeitig kommt es zu massiven Unruhen und Plünderungen von Geschäften. Dutzende Menschen sollen getötet worden sein, außerdem gab es offenbar hunderte Verletzte. Tokajew hat inzwischen eine Rücknahme der Preiserhöhung versprochen. Geholfen hat es ihm nichts. Auch die Entlassung der Regierung hat nicht zu einem Ende der Proteste geführt.

Die an die Bündnispartner gerichtete Bitte um Unterstützung ist ein riskantes Manöver des kasachischen Präsidenten. Die Inanspruchnahme der Hilfe Moskaus ist nicht nur ein stillschweigendes Eingeständnis der Schwäche Tokajews, sondern dürfte auch viele Menschen in einem Land verärgern, das auf seine Außenpolitik stolz ist. Das Bündnis der postsowjetischen Staaten hat bislang noch nie in eine Krise eingegriffen, aber Russland, wie auch Kasachstans anderer mächtiger Nachbar China, will Stabilität an seinen Grenzen und nicht, daß Straßenproteste eine weitere Regierung in der Region stürzen.

Dieses Szenario der Instabilität beunruhigt nicht nur das Land. Aufmerksam verfolgen die Nachbarstaaten, daß Russland mit der Entsendung von Friedenstruppen ein deutliches Signal an den Westen ausgesandt hat, sich nicht einzumischen. Ähnlich wie Russland ist auch China sehr an einer Rückkehr zur Normalität im Nachbarland Kasachstan gelegen; denn Zentralasien ist eine wichtige strategische Drehscheibe der neuen Seidenstraße.

Kasachstan ist ein besonderes postsowjetisches Land, das vielleicht als einziges den Weg einer relativ erfolgreichen autoritären Modernisierung beschritt und gleichzeitig relativ lange enge, vertrauensvolle Beziehungen zu Russland unterhielt. Nicht zufällig wird dort das lateinische Alphabet verwendet, und nicht zufällig ist Kasachstan das einzige zentralasiatische Land, das über 50 Prozent seiner Exporte in die EU leitet und in dem fast 80 Prozent der Auslandsinvestitionen aus den Vereinigten Staaten und europäischen Ländern kommen. Heute steht dieses Land vor einer großen historischen Entscheidung, und 2022 dürfte für den postsowjetischen Raum nicht weniger wichtig sein wird als 2003 mit der georgischen ‚Rosenrevolution‘ oder 2014 mit der ukrainischen Revolution.

Es wird zudem deutlich, daß Moskau mit dem Einsatz seiner sogenannten ‚Friedenstruppen‘ auch geopolitische Ziele verfolgt. Der gewiefte Opportunist Putin nutzt die Schwäche der kasachischen Autokraten geschickt für sich aus. Es ist damit zu rechnen, daß die russischen Truppen Kasachstan nicht so schnell wieder verlassen werden. Moskau nutzt seine ‚Friedenstruppen‘ in zahlreichen Republiken der ehemaligen Sowjetunion gnadenlos für seine geopolitischen Interessen. Wenn die Lage in Kasachstan einmal unter Kontrolle gebracht ist, wird sich das Land wohl in diese Liste einreihen.

Das Eingreifen der russischen Truppen ist alles andere als selbstlos. Bei der Gelegenheit will Russland gleich einige Forderungen durchsetzen. Das wird in den Erklärungen der Chefin der Kreml-nahen Medien Sputnik und Russia Today klar: Etwa die Anerkennung der Krim als Teil Russlands durch Kasachstan, die Einführung des Russischen als zweite Amtssprache, die Rückkehr zum Kyrillischen und die Zulassung russischer Schulen.

Manch einer wird sich noch erinnern, wie russische Einheiten im vorigen Jahr den Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan um Bergkarabach beendet haben. Auch diesmal sorgt Russland für Ordnung. Das kann man nicht pauschal als Verbrechen verurteilen. Doch das Problem liegt darin, daß Russland nicht weiß, wo es anfangen darf und wo es aufhören muß. Sein Einschreiten in Bergkarabach und in Kasachstan störten den Westen nicht. Doch würde das auch im Falle Georgiens, der Ukraine oder gar des Baltikums gelten? Darüber müssen die USA und die Nato mit Russland verhandeln.

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12 Kommentare

  1. Nun ja….

    Zitat aus dem Artikel:

    Moskau nutzt seine ‚Friedenstruppen‘ in zahlreichen Republiken der ehemaligen Sowjetunion gnadenlos für seine geopolitischen Interessen.

    Natürlich sind die Kasachischen Herrscher keine Demokraten, sie tun nur gelegentlich so als ob.
    Wo im Islam gibt es Demokratie und wo eine saubere Regierungsführung ?

    Dann…. Kasachstan ist einem Abkommen beigetreten….. dem OVKS. Und im Rahmen davon hat es Russland um Hilfe gebeten.
    Es standen Alternativen zur Verfügung.
    Keine Hilfe anfordern oder die Amerikaner fragen…. was wäre wohl besser gewesen.
    China…… also die Kasachen sind keine Chinesen, die Russen stehen ihnen ethnisch viel näher.
    Russland hat nach dem Krieg einige Länder vereinnahmt und sie auch nicht mehr aus ihren Fängen gelassen, aber das ist 70 Jahre her. Den Kommunismus der Russen und eines Stalin, der ganz Europa kommunistisch machen wollte, mit der Armee…….. den Kommunismus haben die Russen aufgegeben.

    Zudem, sehe ich mir an wie wir die Russen seit 1990 behandeln, also dann kann ich Putin ob seiner Rationalität im Handeln nur bewundern.

    Amerika ist der Weltmeister im intervenieren….. und wenn sie irgendwann gehen, lassen sie nie etwa funktionierendes zurück. Afghanistan ist da nur das letzte Beispiel.

    Ob Putin dort bleibt….. das ist eine Behauptung, nichts weiter, das wird sie erst noch erweisen müssen.
    Bislang hat Russland kaum eine Tradition des “bleibens” …. ausser was ihr Staatsgebiet angeht.

    Und bringe mir da keiner Tschetschenien als Beispiel.
    Wer sich mit den Muslimen dort beschäftigt ht, kann nur zum Schluss kommen, das es besser ist die Russen kontrollieren die für uns. Diese archaische Gesellschaft in der Mord und Entführung alltäglich waren und teils noch sind, ein Steinzeitislam herrscht……. boah, Gottseidank erledigen das die Russen für uns. Diese Mafiöse Islamgesellschaft…. ist Toxisch hoch 3.

    Alternativ hätte man natürlich eine dreifache Grenzbefestigung machen können um die draussen zu halten. Ob das in Russland aber ginge ?
    Wir Europäer staunen oft über die Sitten in Albanien mit ihrer Blutrache. Tschetschenien ist Albanien mal 5.

    Also Russland hat die Kasachen beruhigt….. ich würde sogar sagen, das sie eine Farbenrevolution verhindert haben. Die wird übrigens von einem verurteilten Banker und Ex-Regierungsmitglied angefacht und vielleicht sogar geleitet und Mitfinanziert, der damals Milliarden an Geldern veruntreut haben soll.

    Verwundert das einen…… das die Russen vor ihrer Türe keinen Amoklaufenden Islamistenstaat haben wollen ?

    Ist es wirklich so, das Putin sein “Reich” mit einen islamischen Teil vergrössern möchte ?

    Ich denke kaum……. aber natürlich wird er versuchen auch die anderen da raus zu halten. Vor allem China und die USA.

  2. Russland und Kasachstan sind in einem Militärbündnis. Die kasachische Regierung hat Russland um militärische Hilfe gebeten.
    Russland ist mit vielen zentral-asiatischen Staaten durch militärische Allianzen (über unterzeichnete Abkommen) eng vernetzt.

    1. Das ist ja Doppelmoral vom Feinsten. Merkt das der deutsche Otto Normalverbraucher und guckt, wie das mit der Versammlungsfreiheit und der Zensur im eigenen Land aussieht?

    2. Stimmt !! Solche ‘Doppelmoral’, ÄUSSERTST vorsichtig ausgedrückt, ist einfach nur widerlich!

      Die Bilder, die wir letztes und vorletztes Jahr in Berlin (z.B. 18.11., ‘Ermächtigungsgesetz) und anderswo gesehen haben, und auch jetzt wieder sehen bei der Unterdrückung und Verunglimpfung aktueller ‘Corona’ (‘Impf’pflicht ) – Proteste, sprechen für sich.

      Da MIT FINGERN AUF ANDERE SOUVERÄNE STAATEN ZU ZEIGEN, ZEIGT, AUF WELCHEN TIEFSTAND DIE MORAL DIESER POLITALUNKEN GESUNKEN IST, WENN SIE EINE SOLCHE ÜBERHAUPT JE BESESSEN HABEN.

      Nur noch abstoßend, aber vermutlich glauben diese ‘Herrschaften’ damit noch ihre Anhänger, die ‘Corona’ – Gläubigen, einlullen zu können.

      Wir freiheitsliebende Bürger müssen unbedingt ‘dranbleiben’.

      Dazu ein Hinweis auf einen Artikel bei ‘PI’

      Bundesweite Straßenproteste gegen Impfpflicht zeigen Wirkung

      https://www.pi-news.net/2022/01/bundesweite-strassenproteste-gegen-impfpflicht-zeigen-wirkung/

      Auszug:
      “Denn der Feind ist zwar irritiert, wird sich aber neu formieren und an seinen wirklichen Zielen, nämlich die maximale Kontrolle und Unterwerfung verängstigter Massen und Isolation seiner Gegner, eisern festhalten. Deshalb müssen die „Spaziergänge“ unvermindert und noch weiter wachsend fortgeführt werden.

      Nichts fürchtet das Machtkartell mehr als eine Ausweitung des Straßenprotestes auf die Themen Inflation, Energiepreise und Energieversorgung sowie die immer akuter werdende Friedensfrage. Diese Themen dürfen allerdings nicht künstlich den „Spaziergängen“ aufgedrängt werden, sondern sollten dort von anerkannten Aktivisten behutsam eingepflanzt und entwickelt werden.”

  3. Kasachstan, Unruhe, Wem nutzt es, Text von 2008:
    ………………………

    Wiederaufleben des Islam in Kasachstan
    Ein pragmatischer Islam

    In Kasachstan erfreut sich der Islam einer zunehmenden Popularität. Für viele Menschen bedeutet er eine Rückkehr zu kasachischen Traditionen und zur eigenen Identität. Die kasachische Regierung setzt dabei auf multi-ethnische Religionsvielfalt und wehrt sich gegen fundamentalistische Extreme. Edda Schlager berichtet.

    reitag Nachmittag in der Zentralen Moschee von Almaty, unweit vom Grünen Basar, mitten im Zentrum der kasachischen Zwei-Millionen-Stadt: Während der Vorbeter per Mikrofon auf das Freitagsgebet einstimmt, strömen die Leute zu Hunderten in die Moschee. Der große Gebetssaal ist schon voll, die Männer lassen sich auch in schmalen Seitengängen und auf den Treppen nieder. Selbst der Hof der Moschee ist zu Beginn des Gebets mit bunten Gebetsteppichen und Schuhen bedeckt, zu spät Kommende finden kaum noch Platz. Hastig eilen ein paar junge Mädchen, mit hochhackigen Stiefeln und kurzem Rock, die Haare mit einem Tuch bedeckt, in den Gebetssaal der Frauen.

    Es ist unverkennbar – der Islam ist in Kasachstan wieder angekommen. 17 Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Unabhängigkeit Kasachstans machen Muslime, ob aktiv oder nicht, mehr als zwei Drittel der 15 Millionen Einwohner Kasachstans aus – Kasachen, aber auch Usbeken, Uighuren, Aserbaidschaner, Kurden, Iraner, Türken.

    “Ja, Kasachstan ist ein muslimischer Staat, aber nicht islamisch,” betont Yershat Ongarov, “Staat und Religion sind in unserem Land strikt voneinander getrennt.” Ongarov leitet die Bildungsabteilung der Geistlichen Verwaltung der Muslime Kasachstans (DUMK), unter deren Dach sich die Muslime des Landes organisiert haben. Gab es zu Beginn der Unabhängigkeit nur 68 Moscheen in Kasachstan, sind es derzeit über 2.200, die meisten wurden in den letzten Jahren gebaut. “Jeden Monat kommen durchschnittlich drei neue Moscheen hinzu,” so Ongarov, “wir haben ein Defizit an Imamen.”

    Bildungsinvestionen aus Ägypten und den Emiraten

    Deshalb wurde im Jahr 2001 mit finanzieller Hilfe der ägyptischen Regierung die Universität für Islamische Kultur “Nur-Mubarak” gegründet. Die Universität war die erste in Kasachstan, an der Imame ausgebildet wurden….

    mehr im Archiv:

    *ttps://de.qantara.de/inhalt/wiederaufleben-des-islam-in-kasachstan-ein-pragmatischer-islam
    ………………………..
    Jetzt haben wir das Jahr 2022 a.D. und der Islam ist stärker denn je!
    ………………………..
    Sogar Wikipedia gibt zu….

    Islam in Kasachstan

    Der Islam in Kasachstan ist die weitestverbreitete Religion des Landes; der Statistik zufolge waren im Jahre 2009 70,2 % der Bevölkerung Muslime.[1] Ethnische Kasachen sind überwiegend sunnitische Muslime der Hanafi-Schule, daneben gibt es auch eine kleine Anzahl von Schiiten und wenige Ahmani-Muslime.[2] Geographisch betrachtet ist Kasachstan das nördlichste, mehrheitlich muslimisch bevölkerte Land der Welt. Weitere ethnische Gruppen mit muslimischem Hintergrund in Kasachstan sind die Usbeken, Uiguren und Tataren.[3]…..

    mehr dazu
    *ttps://de.wikipedia.org/wiki/Islam_in_Kasachstan
    ………………………….

    ALSO…!
    WER hat ein Interesse, das die derzeitige Regierung beseitigt wird und eine andere Politik Einzug hält?
    In welchen Teilen der Welt sitzen die Finanzierer der “Revolution”?

    ………………………….

    Live-Ticker zur Krise in Kasachstan: Kämpfe dauern an / Tote und Verletzte / Waffenfunde

    7 Jan. 2022 21:15 Uhr

    Die Proteste in Kasachstan weiteten sich innerhalb nur weniger Tage zu blutigen Kämpfen aus. Der Präsident Kasachstans spricht von einem terroristischen Angriff. Das Militärbündnis OKVS hilft dem ins Chaos gestürzten Land mit einer Friedensmission. Alle aktuellen Informationen zur Entwicklung in Kasachstan
    im Live-Ticker von RT DE. …..

    https://de.rt.com/asien/129430-live-ticker-zur-krise-in-kasachstan-ausnahmezustand-ganzen-land/
    ………………………………………………………..
    Teheran / Ruhollah Musawi Chomeini lassen grüßen!

    1. “Semenchkare sagt:
      8. Januar 2022 um 19:51 Uhr”

      Der Islam in Kasachstan ist überhaupt nicht mit dem fundamentalistischen Islam von Pakistan oder Saudi Arabien zu vergleichen!
      In Kasachstan gibt es tatsächlich den moderaten Islam. Dort sind die Frauen auch nicht gezwungen Kopftücher zu tragen.
      Übrigens die US Amerikaner pflegen traditionell zu radikal fundamentalistisch islamischen Ländern (siehe Saudi Arabien oder Pakistan) bessere Beziehungen als zu zu islamischen Staaten , wo der Islam sehr moderat praktiziert wird (siehe Assad Regime in Syrien)!

      Noch ein Beweis, wie gut sich die US Regierung mit radikal islamischen Ländern verstehen:

      Westliche Werte
      Spaltung der Welt: Wozu richten die USA einen „Demokratiegipfel“ aus?
      https://www.anti-spiegel.ru/2021/spaltung-der-welt-wozu-richten-die-usa-einen-demokratiegipfel-aus/

      “Eine vorläufige Liste der eingeladenen Länder wurde von der Zeitung Politico unter Berufung auf ihre Quelle in Washington veröffentlicht. Sie zeigt, dass der Gipfel sowohl „reife Demokratien“ wie Frankreich und Schweden als auch Staaten, in denen es zur Demokratie Fragen gibt, wie die Philippinen und Polen, zusammenbringen wird. Pakistan, die Malediven und die Demokratische Republik Kongo sind als Gäste noch fragwürdiger. Besonders merkwürdig ist vor diesem Hintergrund das Fehlen einer Einladung an Ungarn.

      Aus Asien wurden Japan, Indonesien und Korea zu dem Gipfel eingeladen, Thailand und Vietnam jedoch nicht. Aus dem Nahen Osten der Irak und Israel, aber nicht Ägypten und die Türkei. Russland und China, die eher als „Antagonisten“ des Gipfels dargestellt wurden, standen ebenfalls nicht auf der Liste, dabei sind auch die Ukraine und Taiwan unter den Eingeladenen.”

      Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
      DIe Amis laden zu ihrem Demokratiegipfel Staaten wie Pakistan oder Irak ein. Ungarn aber nicht (wegen dem Demokratiefeind Orban). Pakistan ist eines der homofeindlichsten, frauenfeindlichsten sowie gefährlichsten Staaten für Minderheiten und Andersgläubige der Welt. Ehrenmorde stehen dort an der Tagesordnung. Taliban fühlte sich all die Jahre, als der Westen in Afghanistan seine Truppen stationiert hatte, in Pakistan sehr wohl. In Pakistan fanden die oft Zuflucht .
      In Pakistan wird eines der radikalsten fundamentalistischsten Richtungen des Islam im ganzen Land unterrichtet und gepredigt!
      In Pakistan werden selbst die moderateren Richtungen des Islam, mit Unterstützung der pakistan. Regierung unterdrückt und politisch verfolgt…

      1. Ob “moderat” oder nicht, Islam ist bleibt Islam.
        ……………………………………..
        Der Text ist vom Februar 2020:

        Die islamistische Radikalisierung der zentralasiatischen Jugend – Mythos oder Realität?

        Der amerikanische Politikwissenschaftler Paul Kubicek (Universität Auckland) untersucht die Frage, welche islamistischen und radikalen Ansichten in Zentralasien Unterstützung finden. Seine Studie Islamist Political Orientations among Central Asian Youth ist vor Kurzem in der wissenschaftlichen Zeitschrift Europe-Asia Studies veröffentlicht worden. Folgender Artikel erschien im russischen Original bei Fergana News, wir übersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.

        Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass nach dem Zusammenbruch der UdSSR eine Wiederbelebung des Islam in Zentralasien begann. Neue Moscheen und religiöse Schulen werden eröffnet, Sufi-Orden ins Leben gerufen, immer mehr Menschen fasten im Ramadan und lesen islamische Schriften – schließlich identifizieren sich viele Menschen in der Region als Muslime. Allerdings schürt diese Wiederbelebung auch die Angst vor einer Radikalisierung des Islam. Die Anschläge vom 11. September 2001 sowie die Erfolge der Taliban in Afghanistan und der in Russland verbotenen Terrororganisation IS, die viele Dschihadisten aus Zentralasien aufnahm, haben zu Angst vor islamistischen Aufständen geführt, vor allem vonseiten radikaler Jugendlicher.

        Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und Dank eurer Teilnahme. Wir sind unabhängig und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine Spende helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.

        Die Gerüchte über Tausende kirgisische und tadschikische Jugendliche, die früher für den IS gekämpft hätten, jetzt aber in ihre Heimat zurückgekehrt und bereit seien, die Regierung durch die Einführung der Scharia zu stürzen, werden nicht nur von den wichtigsten Repräsentanten der Staaten (für die diese Gerüchte Anlass für verstärkte Kontrollen bieten) wiederholt. Sie wurden auch von internationalen Organisationen aufgegriffen, die immer wieder vor der Hinwendung junger und armer Kirgisen zum radikalen Islam warnen.

        Lest auch bei Novastan: Terrorismus aus Zentralasien: Experte rät zu mehr Zusammenarbeit in der Region

        Aber wie berechtigt sind diese Befürchtungen? Inwieweit unterstützen junge Menschen (unter 30) radikale oder „extremistische“ Ansichten über den Islam?

        Um eine fundierte Antwort auf diese Fragen zu geben, haben Wissenschaftler seriöse Meinungsumfragen untersucht, die in den 2010er Jahren in der Region durchgeführt wurden. …
        .
        .
        .
        …..Im Vergleich zu anderen Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit (so etwa in Ägypten, Indonesien, Malaysia, Tunesien oder der Türkei) wirkt der islamische Faktor in der Politik der zentralasiatischen Republiken äußerst zurückhaltend. Clans, Landsleute, Patron-Klientel-Beziehungen und die Privatwirtschaft bestimmen die Politik in viel stärkerem Maße.

        Dies kann sich jedoch noch ändern: Wachsende Ungleichheit, die Wirtschaftskrise und korrupte Führungseliten können den Islam (und nicht etwa nur Extremisten) zu einer mächtigen Kraft in der Politik der Region machen, sagt der Wissenschaftler.

        (Einschub von mir: Genau das passiert ,meiner Meinung nach, gerade)

        der ganze Text hier:

        https://novastan.org/de/kirgistan/die-islamistische-radikalisierung-der-zentralasiatischen-jugend-mythos-oder-realitaet/
        ………………………
        Ich lehne Islam in jeder Form ab!

      2. Sehr gut Semenchkare, wer den mörderischen und menschenfeindlichen Koran nur teilweise gelesen hat, sollte den Islam ablehnen. Der Koran wurde von einem machthungrigen und geltungstriebgesteuerten Menschen geschrieben, um sich die Autorität eines höheren Wesens für seinen Krieg, für seine Raubzüge und für seine Morde und für seine Pädophilie zu sichern. Dieses höhere Wesen ist allerdings eine Erfindung von ihm selbst, denn dieser Allah widerspricht sich im Koran. Sodass er sogar durch Menschen abgeändert wurde. Diese Abänderung nennt man Abrogation. Würde ein höheres allmächtiges, allwissendes Wesen seinen eigenen Aussagen widersprechen, einmal dies und dann das Gegenteil sagen? Denn dass der Koran widersprüchlich ist, beweist er in Sure 2. Dort wird im 62. Vers das Christentum befürwortet und später im 191. Vers wird zur Tötung der Ungläubigen aufgerufen.

      3. “Semenchkare sagt:
        Ob “moderat” oder nicht, Islam ist bleibt Islam.
        ……………………………………..
        Der Text ist vom Februar 2020:

        Die islamistische Radikalisierung der zentralasiatischen Jugend – Mythos oder Realität?

        Der amerikanische Politikwissenschaftler Paul Kubicek (Universität Auckland) untersucht die Frage, welche islamistischen und radikalen Ansichten in Zentralasien Unterstützung finden. Seine Studie Islamist Political Orientations among Central Asian Youth ist vor Kurzem in der wissenschaftlichen Zeitschrift Europe-Asia Studies veröffentlicht worden. Folgender Artikel erschien im russischen Original bei Fergana News, wir übersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.”

        Sie sollten sich eher die Frage stellen, warum die US Regierung immer noch sehr gute Beziehungen zU Saudi Arabien unterhält und mit denen sogar viele Waffengeschäfte abwickelt, und mit denen sogar in Jemen helfen Ungläubige abzuschlachten, obwohl schon seit Jahrzehnten bekannt ist, auch unter den Mächtigen des Pentagons, dass Saudi Arabien weltweit den radikalen Islam wie (Wahhabi, Takfiri) überall auf der Welt finanziert und unterstützt.
        Unter anderem auch in Tschetschenien. Warum gab es nie NATO/US Sanktionen gegen Saud Arabien?
        Saudi Arabien hat im eigenen Land den arabischen Frühling 2011 mit brutaler Gewalt niedergeschlagen (sogar Human Rights Watch berichteten), wo war damals der Aufschrtei des Westens oder US Sanktionen ? Und es ist nicht der Iran, welches hauptverantwortlich ist für duie Radikaliseirung der jungen Muslime weltweit, sondern Saudi Arabien (Saudi Arabien ist Erzfeind von Iran). 95% aller sunnitischen Terroristen wurden maßgeblich von der Wahhabi/Takfiri/Salalfismus Ideologie beeinflusst, so eine US Studie.
        Die Wahhabiten betrachten übrigens die schiitischen Iraner als Ketzer und als Ungläubige!
        Auch die Syrischen Alawiten werden als Ungläubige angesehen…

        Die Taliban ist übrigens auch sunnitisch und betrachtet die Schiiten als Ungläubige!
        Die Hauptfinanziers der radikalislamischen Muslimbruderschaft, auch eine mächtige Organisationen, mit denen sich viele Terrororganisationen identifizieren, die Hauptgeldgeber dieses sunnit. Dachverbandes der Muslimbruderschaft vieler muslim. stammen aus der Türkei, Katar und Ägypten. Auch hier hat der Iran nix damit am Hut. Aber die Amis hetzen lieber ständig gegen Iran und behaupten ständig, dass Iran den Nahen Osten destabilisiert und überall auf der Welt Terroristen züchtet. Eine dreiste Lüge! Es ist eher andersherum. Nicht der Iran, sondern die Arabische Liga sowie die Türkei haben den gesamten Nahen Osten destabilisiert und haben dort in vielen Gebieten und Territorien verbrannte Erde hinterlassen.

      4. Und ich möchte Sie noch einmal an eine wichtige Tatsache erinnern. Fast alle 9/11 Attentäter stammen aus Saudi Arabien.
        Warum gab es damals wie heute keinen US Krieg gegen Saudi Arabien ?

      5. Die Sufi-Muslime sind einigermaßen friedliche und säkulare Menschen .
        Selbst die gläubigen Hindus
        in Indien können das bestätigen. Die haben
        historisch gesehen mit den Sufi Muslimen keine größeren Probleme gehabt,
        sofern sich Politik und mächtige Herrscher nicht in Religiösen Fragen einmischten…

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