„Festung Europa“– eher ein Käfig für kritische Chinesen

Von Dieter Farwick, BrigGen a.D. und Publizist

Vorbemerkung von Dieter Farwick: Dieser Beitrag ist primär für den “Spiegel Nr. 6 vom 5.01.2022 geschrieben. Der Beitrag „Festung Europa“ ist sehr zurückhaltend über China geschrieben. Das kann ich nicht akzeptieren. Ich schicke meine Stellungnahme an den Spiegel, erwarte jedoch nicht, dass sie veröffentlicht wird. Ich schlage daher vor, sie auch hier zu veröffentlichen.

„Europa als Festung“ ( siehe „Der Spiegel „ Festung Europa“ zu bezeichnen, ist ein eindeutiger journalistischer Fehlgriff. Europa ist keine Festung, es ist das Traumziel für Menschen aus aller Welt. Es gibt noch nicht einmal eine gemeinsame „Flüchtlingspolitik“. Die Zahlen legaler und illegaler Zuwanderung sind unverändert hoch. Flüchtlinge streben aus allen Himmelsrichtungen nach Europa – aus Nordafrika, über das Mittelmeer, über den Balkan und seit einiger Zeit über Belarus.

Polen zählt zu den wenigen Staaten, die versuchen, die Grenzen zu schließen. Dafür wird das Land von „Menschenrechtlern“ stark kritisiert. Die anfängliche Zustimmung zu der Unterstützung von Flüchtlingen ist in den meisten Aufnahmeländern gekippt. Das liegt daran, dass sich zahlreiche Flüchtlinge nicht an Gesetze sowie an Sitten und Gebräuche des Aufnahmestaates halten. Die jeweilige Kriminalitätsrate spricht eine deutliche Sprache.

In der Analyse Chinas gibt es wichtige Hinweise auf seine innere Lage. Allerdings vermisse ich Hinweise auf dunkle Flecken in der Bilanz Chinas:

  • Das markanteste Negativbeispiel ist die Westprovinz Xjanjang, wo ca. eine von zehn Millionen Uiguren – sprich Muslime – ohne Gerichtsbeschluss in Umerziehungslagern ausharren. Sie haben keine Verbindungen zu ihren Angehörigen, die auch nicht wissen, wo ihr Familienmitglied gefangen gehalten wird.
  • Die Bevölkerung Chinas leidet unter einer totalen Überwachung. Ein landesweites Überwachungssystem, das in großen Teilen Chinas bereits existiert, meldet mit Gesichts- und Bewegungsmeldern ohne Zeitverzug das Verhalten der einzelnen Bewohner an eine Zentrale.
    Dort gibt es ein Auswertesystem, das Wohlverhalten – und Fehlverhalten in ein personenbezogenes Punktesystem überträgt. Die Ergebnisse bestimmen über Wohl und Wehe im „privaten“ und „beruflichen“ Leben. So können wegen Fehlverhaltens Reisen in andere Provinzen oder gar ins Ausland verboten werden. Wohlverhalten begünstigt hingegen den Aufstieg innerhalb der KPCH und staatseigener Firmen.
  • Die Zerstörung der autonomen Provinz Hongkong mit drastischen Folgen für „auffallende“ Menschen – besonders junge Studenten und Studentinnen, die an Demonstrationen teilgenommen und zeitweise initiiert haben. Sie sind aus dem Straßenbild verschwunden.
  • Das wiederholte „Säbelrasseln“ gegen Taiwan, dem eine Besetzung – auch unter Anwendung von Gewalt – mehrfach angedroht wurde. Diese Drohung wird durch wiederholtes Überfliegen mit Kampfjets untermauert.
  • Teilsperrungen für das populäre Internet, wenn für die Regierung unangenehme Meldungen den Weg in das Netz gefunden haben.
  • Ausbau von weltweiten Abhängigkeiten, die Wohlverhalten erzwingen.
  • Unterdrückung von ethnischen Minderheiten – z.B. der Tibeter.
  • Überzogene militärische Aufrüstung.
  • Aufschüttung künstlicher Inseln im Südchinesischer Meer, die militärische Einrichtungen aufnehmen können – z.B. Marinebasen oder Flugplätze.

Diese Liste ist nicht vollständig, stimmt aber nachdenklich.

Dazu kommt noch die Kreditvergabe an die Länder, die in der Gesamtstrategie als wichtige Glieder in der Strategie „Belt und Road“ vorgesehen sind. Länder, die chinesische Offerten annehmen, können nach kurzer Zeit die Schuldzinsen, die sich auf Weltniveau bewegen, nicht mehr bedienen und müssen die Bauruinen Chinas in ihren Ländern zu günstigen Konditionen abgeben.

China ist der große Gewinner in dieser Veranstaltung.

Dieses Vorgehen Chinas trägt nicht zum Ansehen Chinas in den betroffenen Staaten bei.

Mit seinem Verhalten über Asien hinaus, unterstützt China unfreiwillig die Vereinigten Staaten von Nordamerika bei dem Auf- und Ausbau wichtiger Partner in der gesamten indo-asiatischen Region außerhalb Chinas.

3 Kommentare

  1. Herr Farwick….

    ……bei diesem Artikel darf ich ihnen Zustimmen.
    Ich habe eine Chinesin in der Familie, sie kommt aus Nanking.
    Und mein Patenmädchen hat dort 13 Monate gelebt und gearbeitet.
    Ernüchternd was man da so alles hört…..

    China ist ein Reich des bösen…… Organspenden auf Termin, Hinrichtungen nach Mass um die Organe zu schonen. Alles möglich. “Auf Mass” hiess da vor 20 Jahren, dass wenn man Lungen brauchte, schoss man in den Hinterkopf, brauchte man Hirnhäute oder anderes, schoss man in den Rücken.

    Gunter von Hagens der gestörte Saukerl hat die Leichen bekommen wie er sie brauchte.
    Hagens hatte ja in China ja eine Fabrik eröffnet. Nun allerdings machen die Chinesen die Plastinate selber….. bei kopieren sie die Weltmeister.

    Organraub, gibt es ein schlimmeres Verbrechen wie dieses…?

    Falung-Gong Anhänger werden offenbar gezielt beim Eintritt in die Gefängnisse für die Organentnahme getestet.

    Seit ca. 15 Jahren ist in China eigentlich die Hinrichtung via Giftspritze vorgesehen…….. damit die Organe weniger beschädigt werden ?
    Frage mich aber, sind die Organe nach der Spritze noch gut oder werden die nur betäubt und sterben an der Entnahme von alleine ?

    https://www.bing.com/videos/search?q=you+ntube+china+organspenden&qpvt=you+ntube+china+organspenden&view=detail&mid=C7AD25029791F5F64B70C7AD25029791F5F64B70&&FORM=VRDGAR&ru=%2Fvideos%2Fsearch%3Fq%3Dyou%2Bntube%2Bchina%2Borganspenden%26qpvt%3Dyou%2Bntube%2Bchina%2Borganspenden%26FORM%3DVDRE

    Und da wird gerade die Winterolympiade abgehalten ?

    Ich habe mit unserer Chinesin schon über die Uiguren gesprochen.
    Die sind nicht so ungefährlich wie man uns hier erzählt, sie haben alles was Islamisten auch haben…..
    Gewalt, Bomben…. Militanz……

    Und die Muslime sind bei China eben an eine noch Ruchlosere Ideologie geraten, die Chinesen sind sogar für Muslime zu hart.
    Bevor die Uiguren da was ändern können, wird China sie ausrotten.
    Die Muslime sind brutal, die Chinesen sind brutaler.

    Da hat sich der Islam einen Feind zugelegt den sie nicht bezwingen können.

    1. “Und die Muslime sind bei China eben an eine noch Ruchlosere Ideologie geraten, die Chinesen sind sogar für Muslime zu hart.
      Bevor die Uiguren da was ändern können, wird China sie ausrotten.
      Die Muslime sind brutal, die Chinesen sind brutaler.”

      Nach dem Durchlesen dieser Aussage muss ich schmunzeln.
      Die Uiguiren sind ein Turkvolk. Wenn Sie wissen wollen, wohin die Reise gehen würde, falls die uiguren einen eigenen unabhängigemn Staat gründen würden, schauen Sie in die Türkei.
      Ich habe irgendeinen offiziellen Bericht über die Pressefreiheit ind er Türkei aus dem jahre 2017 gelesen, wonach es hieß, dass in der Türkei sogar mehr Reporter udn Journalisten im Knast sitzen als in China.
      Außerdem schauen Sie wie Erdogan die Türkei in einen islamistsichen Staat umgebaut hat:
      Umwandlugn der Hagia Sophia in eine Moschee, verefolgung von christlichen Minderheiten (1920 waren noch 25 % der Bevölkrung in der Türkei Christen, heute 0,5%), völkerrechtswidrige Bombardierung von Nordsyrien,Nordirak; Besetzung von Zypern, Unterstützung von Terrorgruppen, Unterstützung der radikalislamischen Muslimbruderschaft die mit der türkksichen AKP Partei eng verbandelt ist, massive Verfolgung der Opposition wie beispielsweise Gülen,kritischen Journalisten, MNassenverhaftung von Menschen, die angeblich am Putsch 2016 beteiligt waren, Massenerschießung von unliebsamen Kurden in der Osttürkei, Verfolgung von kurden die linken nahestehen, seit 2016 mehr als 150.000 Lehrer entlassen, die in ihrer Gesinnung der Opposition zugerechnet werden.
      DIe Aleviten werden in der Türkei auch überall diskriminiert und verfolgt!

      So sieht die moderne Türkei aus. Man muss hierbei noch bedenken, dass es in Deutschland immer noch trotz alledem noch Politiker gibt, die die Türkei in die EU aufnehmen wollen.
      Aber wen wundert es?
      Die Merkel und die NATO-Fanatiker wollen noch die Mafia-Staaten wie Kosovo,Bosnien,Montenegro und Albanien in die EU EU/NATO holen…

      DIe US-Politiker sind übrigens von dem ultra-kriminellen Staat Kosovo total begeistert.
      Daran erkennt man auch, wie unfassbar gesitesgestört die allermeisten US Politiker sind, die die Realität einfach verdrängen…
      Aber ja ist doch kein Problem, Deutschland würde auch solchen Pleitestaaten unter die Arme greifen. Ukraine bekommt ja mittlerweile auch viel Geld von Deutschland. Notfalls wird iN Deutschland die Rente mit 80 eingeführt, damit Deutschland die gesamte EU finanzieren und durchfüttern kann…

Kommentare sind geschlossen.