Michael van Laack

Die AfD bricht auseinander. Daran besteht nach dem soeben beschlossenen vorzeitigen Ende des Bundesparteitags kein Zweifel mehr. Zuvor hatte sich an der Europa-Resolution der Partei ein heftiger Streit entzündet. Währenddessen war bereits einmal das Ende des Parteitags und später mehrere unterschiedlich lange Unterbrechungen gefordert, jedoch alle mit knapper Mehrheit zurückgewiesen worden.

Dann jedoch kam es zu einem dramatischen Appell von Tino Chrupalla, der erst gestern als 1. Sprecher bestätigt wurde und einiger Landesvorsitzender. Nachdem diesmal einige Flügelvertreter die Seiten wechselten und die Resolution an den Bundesvorstand und die Ausschüsse zurücküberwiesen wurde, heizte sich die Atmosphäre derart auf, dass eine Fortsetzung des Parteitags vielen als unmöglich erschien. Es wurde daher beschlossen, die Veranstaltung nach zwei kurzen Ansprachen der Sprecher und dem Absingen der Nationalhymne vorzeitig zu beenden. Ein in der Parteiengeschichte Nachkriegsdeutschlands – wenn ich das richtig übersehe – einmaliger Vorgang.

Wehe, wehe – Wehe, wehe – wenn ich auf das Ende sehe! Hier kurz die Höhepunkte der fast dreistündigen Debatte in Form meines Twitter-Tagebuches:

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