Von Matt812 *)

Würden Sie für Ihr Land kämpfen? Deutschland liegt mit 17% an vorletzter Stelle. Karte von Reddit-Forist Spartharios, basierend auf einer Gallup-Umfrage aus dem Jahr 2014.

Die Fähigkeit Verantwortung zu übernehmen, sich seiner Tätigkeit bewusst zu sein, fängt im Elternhaus und Kindergarten an. Dort werden die ersten Weichen für das weitere Leben gestellt. Die Schule baut dann darauf auf sowie die weitere Ausbildung wie Studium oder Lehre. Dazwischengeschaltet bei Abiturienten kam früher die Wehrpflicht. Bei Lehrabsolventen, erfolgte sie nach der Lehre.

In den späten 1960ern wurde die Wehrpflicht aufgeweicht, der Zivildienst kam dazu. Für ehemalige Wehrpflichtige oder auch Zeitsoldaten änderte sich das Erscheinungsbild der Bundeswehr-Angehörigen sehr deutlich. Um es burschikos zu sagen, eine Art Verlotterung wurde sichtbar, auf den Kasernenhöfen.

Das mag der Eine gut finden oder nicht, Stahlberg hinterließ ja das Büchlein „Die verdammte Pflicht”, in dem er beschreibt, wie sich dies in Kriegszeiten äußern kann. Eigenverantwortung, Mannespflicht und Wehrhaftigkeit sind für die grünen oder roten Weltverbesserer ja unmögliche Entgleisungen.

Wenn aber die äußere Sicherheit eines Landes in Frage gestellt wird, durch Drohungen der Nachbarn oder Feinde, dann wird nach genau dem geschrien, von Leuten, denen man durchaus berechtigt unterstellen darf, dass sie die Hose mit der Beißzange hochziehen. Im Augenblick lässt sich dies in Deutschland beobachten.

Das jetzt bereitgestellte Geld, für durchaus notwendige Waffensysteme oder Reparaturen solcher, wird nichts, aber auch nichts an der mentalen Unfähigkeit der Verteidigung ändern. Für die breite Mehrheit der jungen Männer eines Landes ist eine Wehrpflicht unerlässlich. Entsprechende Kreise der Bevölkerung haben immer Mittel und Wege gefunden, ihre Söhne dabei zu entschuldigen – dies sind aber Ausnahmen und Ausnahmen gibt es immer.

Nach Meinung vieler Analysten aus allen möglichen Ländern haben Frauen nur im äußersten Notfall etwas bei der Truppe zu suchen.

Ein Beispiel dahingehend bietet das Alte Rom. Selbst nach entscheidenden Niederlagen durch Hannibal waren der Stadtstaat und seine Verbündeten immer wieder in der Lage, eine neue Armee aufzustellen, während Hannibal ausblutete. Dabei ist auch das Wort Cato des Älteren zu bedenken: „Et ceterum censeo, Cathargo esse delendam”.

Der alte Cato hatte Carthago besucht und die Kinderopfer für Baal gesehen. Die frühen Römer liebten ihre Kinder, ein Vernichten der Kleinen in diesem bronzenen Göttermaul-Ofen für Baal musste ihn so revoltiert haben, dass er es nie vergaß. Außerdem war da natürlich der wirtschaftliche Zwist. Die Namen der Karthager geben ja Zeugnis für diese Baals-Verehrung: Hannibal, Hasdrubal, Marhabal etc.

Wenn wir die Kinder nicht richtig erziehen – man kann von einem gigantischen Nachholbedarf sprechen – dann wird es mit einem Verteidigungswillen nichts werden.

Die Apathie, die sichtbar ist, bei der Einwanderung illegaler Fremder ohne Ausweispapiere, sollte Beweis dafür sein. Es ist nicht gewollt, die eigenen Grenzen zu schützen! Dazu kommt die Verachtung aller Werte, die einmal Deutschland berühmt machten.

Neid war der Motivator für die beiden Weltkriege.

In den Universitäten und Kirchen, man lese „Frieden, Krieg und Frieden” von Juan Mahler, wurde in England seit 1880 dieses „Germania esse delendam” gepredigt und gesungen und selbst der höchste Würdenträger der anglikanischen Kirche aus Canterbury stimmt mit ein. Winston Churchill war besonders geprägt von diesem Gedankengut.

Die Atlantik-Brücken Herren möchten natürlich nicht, dass die deutsche Allgemeinheit darüber nachdenkt und auch nicht, dass durch das Ausräumen des Deutschen Patentamtes alle diese Unterlagen nach den Vereinigten Staaten wanderten, nachdem man die deutschen Städte in Schutt und Asche gelegt hatte. Aber solche Diebstähle halten nicht ewig vor, die Patente sind erst mal nützlich, aber es wachsen kaum Neue nach, trotz „Operation Paper Clip”.

Die Verteufelung deutscher Soldaten, wie das Hängen von Männern wie General Jodl, der nur seine Pflicht im Krieg getan hatte, verurteilt in Nürnberg, wo Ankläger, Richter und Vollstrecker eine Person war, hat dieses Nachkriegsdeutschland geprägt.

Die Politiker der zwei deutschen Besatzungsländer nach 1948 waren Ex-Auswanderer und Drückeberger, unter denen sich auch üble Elemente befanden, die man früher im Volksmund als Haderlumpen bezeichnet hätte. Der Aufschrei der Entrüstung wird zu diesen Vorgängen dereinst erschallen, aber im Moment sprechen wir von Wehrfähigkeit und nicht von Fahnenflucht.

Fazit: Es könnte eine Menge mehr gesagt werden, wie zum Beispiel zur Behandlung von Kriegsgefangenen nicht nur auf den Rheinwiesen und in Landsberg, wo selbst ehrlichen Ausländern auffiel, welche Verbrechen dort von den West-Alliierten begangen wurden. Schließlich verloren nach Kriegsende insgesamt noch etwa 13 Millionen Deutsche ihr Leben, viele im Osten.

Ohne Aufarbeiten der Wahrheit ist keine Änderung in Sicht, dies ist nicht erwünscht. Daher muss jede Teilarbeit hinsichtlich Wehrfähigkeit Stückwerk bleiben. Es ist traurig, aber auf Lügen hat noch niemand etwas Bleibendes aufgebaut.

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*) Zu meiner Person, ich bin 1982 ausgewandert, mit Sack und Pack, wie man so sagt. Ich habe in verschiedenen Ländern gearbeitet, war bei IBM.

1986 habe ich mich auf dem aufkommenden IT-Geschäft selbständig gemacht und bis 1998 auch PCs verkauft, installiert und repariert. 1993 hatte ich einen Deutschen, auf der Durchreise von Zimbabwe nach Südafrika getroffen, der ein Delikatess-Geschäft in Gaborone, Botswana betrieb. Da ich oft unterwegs war, hat er mich hier und da um einen Gefallen gebeten, ihm etwas mitzubringen. Mein Bekannter hatte Bank- und Lieferantenprobleme, die ich für Ihn löste, zu seiner Zufriedenheit. Worauf er mir eine Partnerschaft in seinem Delkatessladen anbot. Zusammen haben wir dann den Umsatz in den ersten 5 Jahren verzehnfacht.

Er machte den Verkauf, ich fuhr den Kühl-LKW für den Einkauf und machte Administration.

Mein Geschäftspartner war ein extrem robuster gesunder Mensch, aber 1998 entwickelte er Prostatakrebs an dem er 2006 verstarb. Ich habe seine verbleibenden Firmenanteile übernommen und dann die Firma alleine betrieben, bis vor 5 Jahren mein Schwiegersohn dazu kam.