Von Maria Schneider, mit einem Nachtrag von Peter Helmes

Bild: Pixabay

Wer kennt das nicht? Man kauft eine neue Hose, oder – in meinem Fall – ein neues Kleid und führt es aus. Doch nach etlichen Stückchen Sahnetorte fängt es an zu kneifen und sitzt nicht mehr richtig. Oder man stellt fest, dass man irgendwie aus dem Kleid „herausgewachsen“ ist und seinen Stil verändert hat. Die meisten können sich schon denken, worum es geht: Putin. Nur soviel dazu: Putin ist mir egal. Ich bin keine „Putinversteherin“, sondern „Mariaversteherin“. In diesem Sinne bin ich in Europa für Nationalstaaten, für strengen Grenzschutz, für Nichteinmischung in kriegerische Konflikte sowie gegen Waffenlieferungen und harte Sanktionen – und vor allem gegen eine Überbewertung der USA.

Das Ergebnis ist, um im obigen Bild zu bleiben: Irgendwann braucht man ein neues Kleid.

Dies habe ich nun gemacht und den Blog beischneider.net ins Leben gerufen. Peter und ich bleiben uns weiterhin sehr freundschaftlich verbunden.

Alle Autoren, die bislang ihre Texte an Peter geschickt haben, können – wenn sie möchten – ihre Texte auch an meinen neuen Blog beischneider.net schicken. So haben sie den Vorteil, dass ihre Texte gleich auf zwei Blogs verbreitet werden.

Es dauert noch ein bißchen, bis mein neuer Blog steht – ich gehe aber von ungefähr einer Woche aus. Darin enthalten werden alle meine bisherigen Texte und die Artikel der Autoren sein, die während meiner Betreuung von conservo.blog hinzugekommen sind.

Peter wird conservo wieder betreuen bzw. einen Nachfolger finden, dem das conservo-Kleid besser paßt.

Ich bin Peter sehr dankbar, dass er mir vor rund 4 Jahren die Chance gegeben hat, meine Essays bei seinem Blog zu veröffentlichen. Er hatte großen Anteil daran, dass meine Geschichten einem breiten Publikum bekannt wurden. Sein besonderes Vertrauen in mich hat er mir gezeigt, als er mir im November 2020 seinen Blog anvertraute.

Ich habe sehr viel von ihm gelernt und durfte ihn jederzeit anrufen, wenn ich wieder mal eine Frage zu politischen Strategien hatte und wie man am besten mit bestimmten Situationen umgeht. Außerdem habe ich gelernt, wann es Zeit ist, sich als Freunde auf verschiedene Wege zu begeben, die allerdings durch zahlreiche kleine Gassen miteinander verbunden sind.

Lieber Peter, wir werden uns weiterhin austauschen und bleiben gute Freunde!

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Nachtrag von Peter Helmes:

Danke, liebe Maria,

danke für die fruchtbaren Jahre, die wir geteilt, und danke für Deine großartigen Beiträge, die conservo bereichert haben.

Du hast meinem politischen Blog ein sehr menschliches Gesicht gegeben. Deine „Beobachtungen“ der Menschen, z.B. auf Bahnhöfen, sind journalistische Meisterwerke, zu denen ich Dir gratuliere. Daß wir in all den Jahren nicht eine Minute Streit hatten, dürfte heute wohl eine Seltenheit sein. Auch dieser Charakterzug zeichnet Dich aus.

Trotz unserer großen Harmonie kam es zu einem Punkt, an dem wir gesagt haben, es ist besser, uns zu trennen. Den Punkt, zu dem wir keine gemeinsame Linie gefunden haben, kann ich mit einem einzigen Wort benennen: Putin. An ihm schieden sich unsere Geister.

Und da wir beide fest entschlossen sind, keinen Streit – schon gar nicht offen – auszutragen, wird in Zukunft jeder von uns seinen eigenen Weg gehen. Wir werden uns aber beide bemühen, Gemeinsamkeiten herauszuheben.

Ich danke allen Lesern für ihre Treue, die sie hoffentlich Maria und mir gegenüber auch weiterhin zeigen können.

Liebe Grüße

Peter Helmes

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