Deutsche Behörde braucht “nur” 15 Monate, um Buch mit Aufrufen zum Mord an Islamkritikern zu verbieten!

Michael van Laack

“Gottes Mühlen mahlen langsam, aber gerecht” lautet ein weithin bekanntes Sprichwort. Gerecht mahlen die Mühlen deutscher Institutionen und Behörden zwar nicht immer, diesmal allerdings schon. Ob sie schneller als Gottes Mühlen mahlen, darf aber gern hinterfragt werden.

Seit Januar 2021 ist bekannt, dass ein im Buchhandel auf Deutsch und Türkisch erhältliches Werk mit dem Titel “Ilmihal für Frauen” (Ilmihal bedeutet etwas ähnliches wie Katechismus) Mordaufrufe gegen Islamkritiker enthält und auch manch andere Passage, die zu Gewalt gegen Nicht-Muslime aufruft. Im April vergangenen Jahres berichtete sogar der Verfassungsschutz Baden-Württembergs darüber. Doch danach verschwand die Erkenntnis rasch im wieder Dunkel des islamophilen Teils Deutschlands, also im Dunkel des politischen Betriebs.

Nur Islamophobe blasen kleine Missstände künstlich auf… oder so!

Da aber bekanntlich nicht nur für die aktuelle Innenministerin, sondern auch schon für Vorgänger Horst Seehofer die Gefahr von rechts die grö0te Bedrohung darstellte, glaubte man offensichtlich, von der Verbreitung des Buches gehe trotz allem keine Gefahr aus. Schließlich verbreiten nur Nazis die Falschinformation, nicht alle bei uns lebenden Muslime stünden auf dem Boden der Verfassung und verhielten sich stets tolerant gegenüber anderen Religionen.

Nun wurde das Werk aber doch verboten. Zu groß war der interne Druck geworden, weil sich z. b. die Textpassage

“Jemand, der den Propheten beschimpft, beleidigt oder seine Religion in irgendeiner Weise schlecht macht, muss getötet werden. Wenn er Buße tut und Reue zeigt, wird zwar seine Reue von Allah angenommen, er muss trotzdem getötet werden.”

weder durch Gendern noch bei Betrachtung durch die bunteste zur Verfügung stehende Brille anders lesen ließ als ein Gewaltaufruf gegen jeden, der z. B. schreiben würde “Mohammed war ein Bigamist, Kinderschänder und Kriegstreiber”.

Gewalt kann ja auch Lustgewinn erzeugen…

Auch wurde endlich (vermutlich erst vor einigen Wochen, weil die Mitarbeiter einer der zuständigen Behörden das Pamphlet unter “religiöse Belletristik” abgelegt hatten) festgestellt, dass es darin einen Abschnitt gibt, der eine Anleitung zum schariakonformen Schlagen von Frauen bringt. Vielleicht war man in der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendschutz, die letztendlich dafür verantwortlich zeichnet, dass diese widerwärtige Schrift nun doch auf den Index kam, zunächst der Ansicht, es handle sich um die Beschreibung von SM-Praktiken. Die könnte man Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Sexualerziehung ja durchaus zumuten…

Sei es wie es sei! Dieser Vorgang zeigt einmal mehr, wie arglos und/oder ängstlich sich deutsche Behörden verhalten. Letzteres auch, weil sie bei Verboten welcher Art auch immer schlechte Presse und Druck der „Zivilgesellschaft“ befürchten.

Muslime können in diesem Land tun und lassen was sie wollen. Wer auf Missstände aufmerksam macht, muss nicht nur damit rechnen, ins Fadenkreuz radikaler Vertreter der Barmherzigkeitsreligion zu gelangen, sondern auch in jene von Politik und Leitmedien. Wohl auch deshalb ist diese Meldung nur durch Zufall zu finden, schamhaft auf kleineren Newsseiten versteckt. Denn: Es gibt keine Islamisierungstendenzen. Wer das Gegenteil behauptet, steht ganz weit rääächts!

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