Habeck & Co. sehen Rot, denn Atomkraft ist jetzt Grün!

Michael van Laack

Nicht einmal die Warnung der reichsten Buntfaschistin Deutschlands (Luisa Neubauer) und ihres Clubs der frustrierten Protestierer und Autobahnkleber-Fans

…reichte aus, um im EU-Parlament genug Stimmen zusammenzubekommen, die die Taxonomiepläne der EU-Kommission hätten verhindern können. 353 Abgeordnete wären notwendig gewesen, nur 278 haben dagegen gestimmt. Gas und Atomstrom tragen nun stolz das grüne Ökolabel!

Mist – jetzt müssen doch weniger Wälder und Felder gerodet werden!

Ein schwerer Schlag für die Ampelkoalition und in ihr hauptsächlich für die Grünen und die Klimakanzler-Partei, die nun arge Probleme bekommen werden, zu erklären, warum zur Reduzierung einer Gasnotlage ab Spätherbst 2022 bis ins folgende Frühjahr die aktuellen noch laufenden drei Meiler nicht weiterlaufen sollen und an den Bau moderner Atomkraftwerke kein Gedanke verschwendet werden dürfe.

Ein schwerer Schlag ebenso für die Aktionäre und Gesellschafter von Unternehmen vor allem im Bereich Windkraft und Solar, die sich bereits sicher waren, in den nächsten Jahren mangels Energieerzeugungskonkurrenz hohe Erträge erwirtschaften zu können.

Entsprechend auch das Entsetzen auf Twitter. Greta Thunberg schwadroniert sogar davon, diese Entscheidung würde uns weiter in die Hände Russlands treiben…

Abhängigkeit von Russland bei Uran nicht größer als bei Kohle

Was schon deshalb nicht stimmt, weil die EU, die USA und Kanada mit Blick auf Gas eine Unabhängigkeit von Putin herstellen können (ebenso wie bei Öl und Kohle). Und auch im fall von brennstofffähigem Uran muss uns nicht Angst und bange werden: Kasachstan, Kanada, Australien, der Niger, Namibia, China und die USA bauen große Mengen ab. Ebenso geschieht die Weiterverarbeitung zu Brennstäben bereits jetzt in zahlreichen europäischen Ländern.

Doch mit der heutigen Abstimmung ist die Sache leider noch nicht in trockenen Tüchern. Die Bundesregierung wird sich vermutlich Österreichs Klage gegen die Entscheidung der Kommission anschließen, um sicherzustellen, dass in Deutschland doch noch die Lichter ausgehen. Deshalb wolle man sich weigern – schließlich besteht die Bundesregierung zu 100 % aus lupenreinen Demokraten – “irgendeinen Beschluss welcher europäischen Institution auch immer anzuerkennen und umzusetzen, der im Widerspruch zur Energiepolitik der Bundesrepublik Deutschland steht”.

Läuft in Deutschland!

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2 Kommentare

  1. Anna Wolf, Branchen-Expertin am ifo-Institut, merkte an, dass sich die aktuelle Versorgung der Firmen der Chemiebranche mit Vorprodukten kaum entspannt habe. In der aktuellen Umfrage des Instituts meldeten 57,5 Prozent der Unternehmen einen Mangel, nach 58,7 Prozent im Mai. unter dem Strich ist nach wie vor extrem teure Mangelwirtschaft an der Tagesordnung. Das scheint zur neuen Normalität zu werden. Die Unsicherheit über ein mögliches Ende aller Gaslieferungen aus Russland schwebt wie ein Damokles-Schwert über der ganzen deutschen Volkswirtschaft Dann hoffen wir doch einfach auf das versprochene grüne Wirtschaftwunder !!!

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