Alex Cryso

Sehen so die Bemühungen aus, wenn man sich als Migrant tatsächlich um Integration bemüht und die deutsche Sprache erlernen will? Genau deshalb musste im Juli ein 22-jähriger Syrer fast mit seinem Leben bezahlen. Der Moslem hatte einen Landsmann, ob dessen eher bescheidener Leistungen im gemeinsamen Deutschkurs als „faul“ bezeichnet, woraufhin der Beleidigte das Messer zog und ihm in den Hals stach.

Beide besuchten in Wien einen Sprachkurs für Migranten, der als Integrationsmaßnahme vorgeschrieben ist. Bei der Zeugnisausgabe im Sommer fielen die Bewertungen allerdings unterschiedlich aus, weshalb es im Anschluss und auf offener Straße zu einer heftigen und fast tödlichen Auseinandersetzung kam.

Faulheit sticht besser!

Dabei war „Streber!“ noch das Harmloseste, was der Geschädigte zu hören bekam: Kurz nach der verbalen Auseinandersetzung zückte Yas A. ein Klappmesser, das er angeblich nur zum Apfelschneiden immer bei sich führt und stach seinem Kontrahenten Odai A. drei Mal in den Hals, in die linke Achsel und in die Brust. Der 22-Jährige überlebte jedoch schwer verletzt. Ein Gerichtsmediziner bestätigte daraufhin, dass das Opfer ohne sofortige Not-OP schnell verstorben wäre.

Als Auslöser für die Tat nannte Yas A. den Grund, dass er sich herabgewürdigt sah und von Odai A. ständig wegen seiner schlechteren Noten gehänselt wurde. Während der 22-Jährige als ehrgeizig und einer der Besten in dem Kurs galt, hinkte der Messerstecher in seinen Leistungen deutlich hinterher. Draußen auf der Straße kam es dann zur Prügelei, woraufhin Yas A. das Messer zog, dabei jedoch behauptete, er hätte Odai A. „nur Angst machen wollen.“

Das Opfer hätte erneut provoziert, Yas A. daraufhin die Nerven verloren und zugestochen. Der Prozessauftakt startete vor zirka einer Woche, bislang ohne Resultat. Dem Angeklagten drohen zehn bis 20 Jahre Haft. Außerdem musste ein Arabisch-Dolmetscher während der Verhandlung aushelfen.

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Von conservo

Conservo-Redaktion