Grausamkeit unter Kindern steigt – Liegt auch das am Klimawandel?

Alex Cryso

Wer darüber irritiert ist, warum in der jüngsten Zeit immer mehr Kinder zu Gewalttätern werden, der tut abermals Not, bei all der Misere erneut hinter die Kulissen zu blicken. In einem erschreckenden Bericht des Landesamtes für Statistik in Nordrhein-Westphalen wurde unlängst publik gemacht, dass auch die Gewalt gegen Kinder im besagten Bundesland in dramatischem Maße zugenommen hat.

Wie immer blenden Gutmenschen und Sozialromantiker die wahren Umstände aus, um dafür künstliche Sündenböcke zu stilisieren: Die Kinder seien nun mal etwas ungestüm, heißt es da beispielsweise. Die psychischen Folgeschäden des Lockdowns, der stetige Zustrom von bildungsfernen Migranten oder die allgemeine Verwahrlosung und Perspektivlosigkeit werden zugunsten der Bequemlichkeit und des verschrobenen Weltbildes mal wieder außen vorgelassen. Dabei gilt auch der anbrechende Fastenmonat Ramadan als kritische Phase speziell in den muslimischen Familien.

Das hat alles nichts mit nichts zu tun – Basta!

Unter anderem wurde in dem Bericht veröffentlicht, dass die Zahl der verurteilten Straftäter in punkto Gewalt gegen Kinder unter 14 Jahren allein in Nordrhein-Westphalen um 21,2 Prozent stark gestiegen sei: Waren es 2020 noch 460 Verteilungen, so erwischte es ein Jahr darauf schon 557 Gewalttäter, die dem Richterspruch nicht entkamen. Insgesamt wurden 2021 genau 853 Kinder Opfer von Straftaten, im Vorjahr wurden 652 Fälle registriert. Zu befürchten ist jedoch, dass die Dunkelziffer weitaus höher liegt.

Insgesamt wurden 530 Männer und 27 Frauen verurteilt, wobei der sexuelle Missbrauch oder die sexuelle Nötigung, die am meisten begangene Straftat ausmachte: Hier wurden insgesamt 512 Angeklagte dem Richter vorgeführt. Die Höchstzahl an Kindern, die einer verurteilten Person zum Opfer gefallen sind, lag bei 15 Minderjährigen. Exakt 781 Kinder wurden 2021 sexuell missbraucht.

Ich will Deine Haare brennen sehen, Du Hexe!

Dass die Minderjährigen aufgrund von solch traumatischen wie unverarbeiteten Erlebnissen erbarmungslos zurückschlagen, ist eine weitere Folge der komplett verfehlten grünen Sozialpolitik im heutigen Deutschland. In der jüngsten Vergangenheit schockierten gleich mehrere Fälle aufgrund der Tatsache, dass sich die Gewalttäter in einem noch extrem jungen Kindesalter befanden: Im Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) wurde eine 13-Jährige von mehreren Mädchen im Alter zwischen 13 und 16 Jahren einen Nachmittag lang geschlagen und gedemütigt, wobei man die Taten sogar mit dem Smartphone aufzeichnete.

Das war 1985 schon nicht (mehr) richtig und klingt heute in vieler Leute Ohren wie blanker Hohn.

Unter anderem wurden auch die Haare der Geschundenen angezündet. Vor etwa anderthalb Wochen war die zwölfjährige Luise in einem Waldstück zwischen NRW und Rheinland-Pfalz von zwei gleichaltrigen Mitschülerinnen mit 30 Messerstichen getötet worden. Bereits Ende Januar wurde die Leiche eines 14-jährigen Jungen auf dem verlassenen Grundstück einer ehemaligen Gärtnerei in Niedersachsen aufgefunden. Gegen einen Mitschüler gleichen Alters konnte inzwischen Haftbefehl erlassen werden. Allein in Brandenburg sind derzeit wohl 2700 Täter unter 14 Jahren.

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