marsch lebenVon Peter Helmes

Es handelt sich um eine Bewegung, die helfen soll, über uns und unsere Vergangenheit nachzudenken und gegen das Vergessen anzugehen. Die weichgespülten großen Kirchen sehen offensichtlich andere Themen als wichtiger, z. B. – wie auf diesem Forum schon mehrfach dargestellt – sich (zu sehr) mit dem Islam zu solidarisieren. Deshalb sind es meist freie Gemeinden, die den Marsch „tragen“.

Dennoch halte ich solche Veranstaltungen für wichtig, da sie Menschen wachrütteln, Verbitterungen auflösen und allerlei Strömungen, die eher aus der “griechischen Denkweise” kommen und nicht die judäo-christliche zum Fundament haben, in Frage stellen. Es geht nicht um das ewige Büßergewand, sondern darum, welchen Lebensstil wir in Zukunft pflegen werden. Ist Leben und leben lassen noch mit Nächstenliebe verbunden wie im biblischen / christlichen Sinn oder out – wie in den Naturreligionen?Der „Marsch des Lebens“ entstand im Jahr 2007. Seitdem wurde er zu einer Bewegung, an der zehntausende Menschen in über 100 Städten und 14 Ländern beteiligt waren. In den Jahren 2013–2015, also 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, finden in über 100 deutschen Städten „Märsche des Lebens“ statt. Der „Marsch des Lebens“ steht für:

  1. Erinnern. Aufarbeitung der Vergangenheit. Holocaustüberlebenden und anderen Zeitzeugen eine Stimme geben.
  2. Versöhnen. Heilung und Wiederherstellung zwischen den Nachkommen der Täter- und Opfergeneration.
  3. Ein Zeichen setzen. Für Israel und für ein unüberhörbares ‚Nie wieder!‘ gegen Judenhass und Antisemitismus unserer Zeit. Für alle notleidenden Menschen und verfolgten Christen im Nahen Osten. Für alle friedliebenden Minderheiten und Flüchtlinge in unserem Land. Hierzu der Text der Einladung für den nächsten Marsch:

Marsch des Lebens Bayern 2015

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitchristen in München und Bayern, liebe Mitbürger, liebe Freunde, anbei schicke ich Ihnen zwei Links mit Videoclips zum Marsch des Lebens, zu Ihrer Information, verbunden mit der Bitte, diese an Ihre Freunde und Bekannten weiterzugeben.

(Einladung kurz (1 Minute): https://drive.google.com/file/d/0B0KBRoGz38vXNGVaWFBWWXpJcVk/view?pli=1

Einladung lang ( 4 Minuten): https://drive.google.com/file/d/0B0KBRoGz38vXVlcyaXhHcHA5V1E/view

Außerdem möchte ich Sie auf unsere Facebookseite aufmerksam machen, mit der Bitte, vor allem die jüngere Generation darauf hinzuweisen. http://www.facebook.com/mdlbayern

Wir sind Ihnen von Herzen dankbar, wenn Sie unser Anliegen mittragen und viele Menschen über den Marsch des Lebens informieren.

Ebenso freuen wir uns über Ihre Teilnahme am Marsch in München am 24. April sowie an den Veranstaltungen in Dachau und Karlsfeld am 26. April (vgl. Flyer im Anhang).

Mit vielen Segensgrüßen, Renate Köhler-Krauß

Marsch   des Lebens Bayern e. V., Dr. Renate Köhler-Krauß, Gesamtkoordination, Pelargonienweg 55, 81377 München, Tel.: 089 711718, Mobil: 015201967438, Mail: renate.koehler-krauss@mdl-bayern.org, Website: www.mdl-bayern.org

Historischer Hintergrund

Im April 1945 endete das letzte tragische Kapitel des Holocaust: Die Todesmärsche. Über 700.000 Menschen – Gefangene der KZ, Lager und Außenlager – wurden in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs auf diese Gewaltmärsche geschickt. Etwa 250.000 überlebten nicht. Ziel- und Endpunkt der damaligen Märsche in der Südhälfte Deutschlands war das KZ Dachau. Die Menschen wurden oft direkt vor den Augen der Bevölkerung über unsere Landstraßen und durch unsere Ortschaften getrieben. Dachau war nicht nur das erste, sondern auch das letzte KZ auf deutschem Boden. Daraus ergibt sich eine besondere Verantwortung für die Region München / Oberbayern. Die drei Hauptstränge dieser Todesmärsche in Richtung Dachau kamen im April 1945 aus den Regionen Kaufering, Hersbruck und Mühldorf. In der letzten Aprilwoche 1945, im Zuge der Befreiung durch die amerikanischen Truppen, lösten sich die letzten KZ und ihre Außenstellen sowie die Todesmärsche in Dachau und ganz Oberbayern auf.

24.-26. April 2015: MdL-Bayern Zentralveranstaltungen

Freitag, den 24. April 2015

17:00 Uhr Begrüßung am Platz der Opfer des Nationalsozialismus 17:15 Uhr Marsch des Lebens in München 18:15 Uhr Abschlussveranstaltung am St.-Jakobs-Platz 19:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Sonntag, den 26. April 2015

15:30 Uhr Stilles Gedenken in der Gedenkstätte Dachau – am Mahnmal des unbekannten Häftlings – vor dem Krematorium (bitte Eingang über die Alte Römerstraße benutzen) 17:00 Uhr Fest des Lebens im Bürgerhaus Karlsfeld (Allacher Str. 1) 19:30 Uhr Ende der Veranstaltung

Weitere Infos: www.mdl-bayern.org, Planungsdaten zu Redaktionsschluss, Einzelheiten können sich noch ändern.

24. April 2015: Marsch des Lebens in München

Wir laden alle engagierten Christen und Bürger Münchens und Bayerns herzlich ein, am 24. April 2015 – 70 Jahre „danach“ – zu einem öffentlichen Bekenntnis gegen Antisemitismus, Judenhass und Ausgrenzung friedliebender Minderheiten. Wir gedenken besonders der jüdischen Opfer und mit ihnen allen Opfergruppen der Todesmärsche sowie in Dankbarkeit auch den Befreiern. Zeitzeugen von damals und Vertreter der „Täter“ und ihrer Nachkommen begegnen sich in einem Geist der persönlichen Betroffenheit und der Versöhnung. Ähnlich, wie die Europäischen Juden von damals wird heute das Volk Israel von Ausgrenzung und Terror bedroht. Dem Volk Israel, wie auch allen verfolgten Christen und notleidenden Menschen in Nahost, sowie den Flüchtlingen von Krieg und Terror in Deutschland gilt heute unsere Solidarität. Bitte kommen Sie mit Ihren Familien und Freunden! Bitte laden Sie breit dazu ein! Das ist unsere Chance, 70 Jahre „danach“, generations-, konfessions- und gesellschaftsübergreifend ein zeitgemäßes, zukunftsweisendes Zeichen der Versöhnung, der Solidarität und der Humanität zu setzen! Harald Eckert (Dipl.-Betriebswirt, Publizist) und Brigitte Fietz (Pfarrerin) Vorstand Marsch des Lebens Bayern, 2015

„Im Erinnern an unzähliges Sterben auf den Todesmärschen vor 70 Jahren und im ehrenden Gedenken derer, die überlebt haben, gehen die Märsche des Lebens auf Wegen zur Versöhnung. Wer ernsthaft in die Geschichte seiner Familie und seiner Gemeinde schaut und zugleich auch ins eigene Herz, wird Unversöhntheit finden. Das muss nicht so bleiben. Deshalb bitte ich Sie: kommen Sie mit auf den Lebens-Versöhnungs-Weg! Sie werden Segen erleben.“ Albrecht Fürst zu Castell-Castell (Schirmherr)

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Von conservo

Conservo-Redaktion