Offene Strafanzeige gegen Dr. Rainer Stinner, FDP, wegen Volksverhetzung u.a.

(www.conservo.wordpress.com)

Von Dr. Juliana Bauer

“Gefährlicher Sozialschädling” – “ausgesprochener Volksschädling”
Das erste Zitat stammt von Rainer Stinner, einem Politiker der Bundesrepublik Deutschland und Mitglied einer demokratischen Partei, und bezeichnet die nicht-geimpften Menschen dieser Bundesrepublik. Das zweite Zitat, in Gegenüberstellung zum ersten, stammt von Adolf Hitler, dem einstigen “Führer” des deutschen Volkes und bezeichnet die jüdischen Bürger.

Die Bundesrepublik Deutschland wurde 1949 gegründet und als freiheitlich-demokratischer sowie sozialer Rechtsstaat verfasst.

Unter Adolf Hitler war Deutschland/das Deutsche Reich ein totalitärer Staat (nationalsozialistische Diktatur), in dem “missliebige Personen” “entfernt” wurden, in dem u.a. die Schaffung einer “gesunden Volksgemeinschaft” angestrebt wurde. Am Ende einer jahrelangen diskriminierenden Ausgrenzung, Verunglimpfung und Entwürdiging dieser “missliebigen” Menschen, zu denen die Juden, die Sinti und Roma wie auch Kranke, Behinderte, so genannte Asoziale u.a. zählten, stand deren Vernichtung.

Bei dem Satz “er (der Impfgegner) darf nur, hoffentlich bald, nicht mehr unter die Leute gehen, weil er ein gefährlicher Sozialschädling ist” läuteten bei mir alle Alarmglocken, die bei Ausbruch eines großen Stadtbrandes einst läuteten. Eine Strafanzeige gegen diesen Mann mit seinen menschenverachtenden Äußerungen, Äußerungen in hitlerscher Manier, war mir daher unvermeidlich.

Strafanzeige

An die
Staatsanwaltschaft München
Linprunstr.25
80335 München

Lahr, den 13.08.2021

Erstattung von STRAFANZEIGE gegen Dr. Rainer Stinner, FDP, wegen Volksverhetzung, Beleidigung, Verunglimpfung und Diffamierung:

seine öffentliche Bezeichnung von Impfgegnern als „gefährliche Sozialschädlinge“

Report 24, CORONAPOLITIK. FDP-Politiker: Gegner der Corona-Impfung sind „gefährliche Sozialschädlinge“, 6.August 2021.

Sehr geehrte Damen und Herren Staatsanwälte,

unter einer Impfaufforderung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege postete der FDP-Politiker Rainer Stinner, München, Anfang August auf Facebook folgende Worte:

„Kein Impfgegner wird wie ein Staatsfeind behandelt. Er darf nur, hoffentlich bald, nicht mehr unter die Leute gehen, weil er ein gefährlicher Sozialschädling ist. Aber er hat die Freiheit, sich nicht impfen zu lassen. Aber er hat nicht die Freiheit, mich zu gefährden.“

Dazu stelle ich als Kulturhistorikerin, die sich intensiv mit dem Judentum befasst, folgendes fest:

Herr Stinners Wortwahl „gefährlicher Sozialschädling“ ist eindeutig dem menschenverachtenden Wortschatz der Nationalsozialisten entnommen. Er stellt eine leichte Abwandlung des Begriffes „Volksschädling“ dar, eines im Nationalsozialismus, insbesondere während der Kampfzeit der NSDAP gängigen, der Tierwelt entnommenen Begriffs für Menschen, die als minderwertig angesehen, als „Ungeziefer“ verunglimpft und gezielt entmenschlicht wurden.

Die niederträchtige, menschenverachtende Bezeichnung gaben die Nazis sowohl angeblichen Landesverrätern, als auch insbesondere den jüdischen Menschen. So bemerkt Adolph Hitler in einem seiner Tischgespräche im Führerhauptquartier 1942 mit Bezug auf die Judentransporte nach dem Osten: „Was gebe es dagegen zu sagen, wenn man von Staats wegen einen ausgesprochenen Volksschädling unschädlich macht“ (VIERTELJAHRSHEFTE FÜR ZEITGESCHICHTE 13. Jahrgang 1965, S.145).

Betreffs des von Herrn Stinner in den sozialen Netzwerken veröffentlichten Textes weise ich ausdrücklich auf die Macht der Sprache und ihre Nutzung als politisches Instrument hin. Goebbels “Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda” stellte ein überaus anschauliches Beispiel von Sprachmacht, Sprachlenkung und Sprachmissbrauch dar. Der Einsatz „seiner“ Sprache, seiner hetzerischen, gezielten Wortwahl in den Jahren 1933-45 bereitete unmissverständlich den Boden für die Vernichtung der Juden.

Mit Sorge, Entsetzen und Zorn nahm ich daher die oben zitierten Worte von Herrn Stinner auf. Sie verunglimpfen und brandmarken eindeutig die Menschen in unserem Land, die sich nicht impfen lassen möchten oder können, sie verunglimpfen sie als Virenschleudern und „Schädlinge.“ Sie bereiten mit den Boden vor, diese Menschen auszugrenzen – was die sich mehr und mehr totalitär gebärdende Regierung bereits mit einigen Maßnahmen begann –, sie zu diffamieren, ihnen ihre Rechte als Menschen und damit auf ein menschenwürdiges Leben abzusprechen und sie letztlich der Wut andersdenkender Bürger auszuliefern (wie es Herr Brinkhaus, CDU, kürzlich in der FZ andeutete), ja sie letztlich als „Schädlinge unschädlich“ zu machen.

Daher sehe ich außer der Verunglimpfung der nicht-geimpften Menschen, außer ihrer Diffamierung und Beleidigung in den Worten Herrn Stinners auch die Tatsache der Volksverhetzung erfüllt und erstatte aus all diesen Gründen STRAFANZEIGE gegen Herrn Dr. Rainer Stinner, München, der Sie bitte sobald wie möglich stattgeben möchten.

Die Öffentlich-Machung meiner Anzeige im Internet behalte ich mir vor.

MFG

Dr. Juliana Bauer

(www.conservo.wordpress.com)

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