Hat Putin seinen Krieg bereits verloren ?

Von Dieter Farwick, BrigGen a.D. und Publizist

Ukraine-Russland-Konflikt (dpa-infografik / Deutschlandradio / Andrea Kampmann)

Putin wollte

  • die ukrainischen Streitkräfte mit einem Blitzkrieg besiegen,
  • die ukrainische Regierung durch eine moskauhörige Regierung ersetzen,
  • in dem Partner China einen wichtigen militärischen Partner gewinnen. Es muss Putin enttäuscht haben, dass China auf Abstand zu Russland gegangen ist,
  • durch konventionelle Streitkräfte den Widerstand der unterlegenen ukrainischen Streitkräfte  in wenigen Tagen brechen,
  • die zivile Bevölkerung der Ukraine vom Widerstand abhalten
  • westliche Staaten von einer Einmischung zu Ungunsten  der russischen Streitkräfte verhindern
  • auch durch feindselige Propaganda gegen die Ukraine, die als NAZI – Regime bezeichnet wurde
  • durch frühe Androhungen des Einsatzes von sog. „ taktischen Nuklearwaffen“ die Ukraine zur Aufgabe zwingen.

Er hat den Widerstand der ukrainischen Streitkräfte und der zivilen Kämpfer unterschätzt – wie auch den früheren Komödianten Selenskyi als Präsidenten. Durch dessen mutigen, öffentlichen Auftritte in Kiew hat er wesentlich zum starken Widerstand der ukrainischen Bevölkerung beitragen, deren Mut zu bewundern ist.. Er lehnt Angebote ab, durch andere Staaten in Sicherheit gebracht zu werden. Das gilt auch  für die  Brüder Klitschkow. Vitaly Klitschow und sein Bruder Wladimir wurden zu Helden des Widerstandes auch außerhalb Kiews.

Putin hat mehr finanzielle und wirtschaftlichen Sanktionen verkraften müssen, als er von dem schwachen „ Westen“ erwartet hatte. Leider hat sich Deutschland erneut als Bremser erwiesen.

Auch Putins Oligarchen kamen nicht ohne schwere Schäden davon. Ihre Konten wurden beschlagnahmt oder eingezogen. Ihre 300-500 Millionen Protzschiffe wurden beschlagnahmt.

Der englische Top-Fussballklub Chelsea – im Besitz vom Milliardär Abramowitsch – wurde durch Sanktionen zahlungsunfähig. Der deutsche Trainer Tuchel und seine deutschen Stars stehen vor einer unsicheren Zukunft.

Was ist schief gelaufen ?

Viele Fehler sind Putin anzulasten:

  • Putin ist kein Militärstratege. Er war KGB – Angehöriger. Er hat es aus Angst nicht verstanden, unabhängige Militärstrategen in seine Umgebung zu integrieren. Es herrschte eine Art „Bunkermentalität“. Er sah sich als militärischer Fachmann, der er nicht ist. Er war der politische Diktator, der anderen seinen Willen aufzwang. Er duldete keinen Widerspruch.
  • Es gab wenige russische Strategen, die die Bedeutung der „ gemeinsamen Operationen“  von Heer, Luftwaffe und Marine verstanden haben. Es dominierten Heeresgeneräle, die ihre Karriere im Heer gemacht hatten. Luftwaffe und Marine wurden überwiegend getrennt vom Heer eingesetzt.
  • Die Qualität von Streitkräften entsteht heute überwiegend durch gemeinsames Denken der Teilstreitkräfte, die z. B. in der NATO gemeinsam ausgebildet werden, gemeinsam üben und gemeinsam kämpfen.
  • Für Putin und Führer standen die Landstreitkräfte an der Spitze des Denken – auch bei dem Versuch des Blitzkrieges gegen die Ukraine. Die Landstreitkräfte sollten den schnellen Ein- und Durchmarsch garantieren
  • Die über 100.000 Soldaten, die die Ukraine besetzen sollten, reichten nicht aus. Das lag an dem Widerstand der ukrainischen Soldaten und der zivilen Bevölkerung, aber auch an logistischen und technischen Problemen. Kennzeichnend waren die Bilder einer rd, 60 kilometerlangen Militärkolonne, die auf einer Landstraße wie auf einem Präsentierteller ein lohnendes Ziel bot.

Die Ursache für dieses peinliche Bild war vielfältig. Ursachen kann man nur vermuten:

  • Fehlten klare Befehle für das weitere Vorgehen ?
  • Waren es die chinesischen Reifen, die angeblich reihenweise platzten ?
  • Haben russische Soldaten ihre Fahrzeuge verlassen, die die Straße blockierten ?
  • Sind besonders junge Wehrpflichtige desertiert?
  • War das Gelände beiderseits der Straße nach dem „ Wärmeeinbruch“ durch Schlamm unbefahrbar ?

Ein solches Bild über 3-4 Tage habe ich in meiner aktiven Zeit nicht erlebt. Die russischen Soldaten hatten Glück, dass seitens der ukrainischen Soldaten Kampfdrohnen und Erdkampfflugzeuge fehlten. Allerdings waren an und bei den russischen Fahrzeugen keine Nahsicherung zu erkennen.

Die  russischen Einsatzkräfte galten als „ kriegserfahren“ – mit Hinweis auf ihre Einsätze im Nahen Osten. Da waren überwiegend Luftstreitkräfte im Einsatz. Die Bodenkampftruppen hatten offensichtlich keine „klassischen“ Einsätze durchgeführt. Sie verblieben vermutlich aus Angst vor sog.“ Überfällen“ in gut gesicherten Camps.

Leider fehlten Fernsehaufnahmen von einem „Gefecht der verbundenen Waffen“. Deswegen kann man nicht beurteilen, wie sich russische Kampf- und Kampfunterstützungseinheiten in einem Gefecht mit gleichwertigen Gegnern verhalten hätten.

Eine längere Besetzung von weiten Teilen der Ukraine ist mit den vorhandenen russischen Truppen nicht möglich.

Die russische Führung hat den völkerrechtswidrigen, brutalen Angriff gegen die zivile Bevölkerung, Versorgungseinrichtungen – inkl. Atomkraftwerke und Hospitäler – befohlen. Die hohen Verluste und Zerstörungen werden den Widerstand der Ukraine eher verstärken als schwächen.

Eine anerkennenswerte  Rolle in dem Konflikt  spielt Polen – das ungeliebte Kind der EU.

Polen hat die Flüchtlingsströme hervorragend aufgenommen. Gemeinsam mit den bereits in Polen lebenden Ukrainern war die Aufnahme der rd. 1 Million Flüchtlinge privat und staatlich gut vorbereitet.

Besonders hilfreich sind Ukrainer, die seit Jahren in Polen leben. Ohne deren Hilfe wäre die Flucht von über einer Million Flüchtlingen deutlich schwieriger verlaufen. Der weitere Transport aus Polen in andere europäische Länder ist gut organisiert.

Deutschland hat bereits 100.000 Flüchtlinge aufgenommen und stellt sich auf weitere Flüchtlinge ein, die auf die Bundesländer verteilt werden.Die Hilfsbereitschaft der Deutschen ist enorm.

Was kann Putin-Russland tun, um aus dem selbstverschuldeten  Chaos herauszukommen ?

Mit der gegenwärtigen Truppenstärke ist der geplante Blitzkrieg zu einem Stellungskrieg verkümmert.

Russland könnte eine zweite strategische Staffel über die erste strategische Staffel hinweg zu einer Fortsetzung des weiteren Angriffs einführen.

Es ist mir nicht bekannt, über welche Einsatzbereitschaft Kräfte einer zweiten Staffel verfügen.

Es wird sicherlich etliche Tage dauern, bis erste Einheiten der zweiten Staffel im Westen Russlands eintreffen,

Der Einsatz von taktischen Nuklearwaffen verstößt gegen die Erkenntnis: Wer als erster Nuklearwaffen einsetzt, stirbt als Zweiter  und löst einen Krieg aus, der nur Verlierer kennt.

Die chinesische Regierung weiß, warum sie Russland nicht militärisch unterstützt. Sie hat genügend Probleme im eigenen Land – siehe Taiwan und Hongkong   

Russland sollte versuchen, mit der Ukraine zeitnah einen Waffenstillstand mit der Ukraine zu erreichen, der von UN-Truppen überwacht wird.

Die Ukraine könnte die russischen Provinzen Donezk und Luhanz als souveräne Staaten anerkennen. Dafür muss Russland alle Truppen aus der Ukraine abziehen und einen Abstand von 30 Kilometern zur ukrainischen Grenze einhalten.

Darüber hinaus könnte die Ukraine zehn Jahre auf eine Mitgliedschaft in der NATO verzichten, aber nach dem Beginn eines Waffenstillstandes mit Verhandlungen über die spätere Mitgliedschaft in der NATO beginnen,

Wir dürfen nicht vergessen, dass die Kriegsverbrechen Russlands tiefe Wunden in der Ukraine hinterlassen werden,

Die UN und die EU müssen beide Staaten unterstützen, die Kriegsfolgen zu beseitigen.

Die NATO muss in Osteuropa eine neue Sicherheitsstruktur entwerfen – besonders im Hinblick auf die Baltischen Staaten, die bereits seit Jahren NATO-Staaten sind, aber lange Grenzen zu Russland haben und dadurch verwundbar sind.

***

Im Sinne der Meinungsfreiheit veröffentlicht Conservo unterschiedliche Meinungen. Bitte bleiben Sie bei den Kommentaren höflich.

21 Kommentare

  1. Jo, supi. Also ich habe nur die westliche Propaganda- und Sudelpresse gelesen. Nach der hat Putin bereits letzte Woche Dienstag vor der Ukrainischen Armee kapituliert, Russland ist jetzt ein Teil der Ukraine und Putin wartet in Den Haag auf seine Aburteilung… .

  2. Das sind die Schlagzeilen der Westpresse jeden Tag:

    Egal was Putin tut, er wird verlieren.
    Hat Putin schon verloren?
    Taeglich tausend und mehr russische Soldaten getoetet.
    Wenn Voldemort Zottelinsky nur ein paar Flieger und Waffen vom Westen bekommt, wird die Ukraine Russland besiegen.

    Auf der anderen Seite macht Russland taeglich Gelaendegewinne, hat die Grossstaedte der Ukraine i.W. umringt, und die diversen ukrainischen Einheiten machen v.a. Strassenkampf, sind grossteils unkoordiniert und voneinander abgeschnitten.

    Vielleicht hat Putin nicht damit gerechnet, dass die Ukraine den Krieg “annimmt” und so wahnsinnig ist unbezifferbare Schaeden in Kauf zu nehmen. Das sinnvollste/unblutigste fuer die Ukraine waere gewesen, das zwangslaeufige Ergebnis vorweg zu nehmen, Putin seine 2 Provinzen zu geben, und zu garantieren der NATO und EU fuer mind. 30 Jahre nicht beizutreten.

    1. So ungefähr wird es ja auch ausgehen. Zumindest nach außen und offiziell. Aber inoffiziell wird der Geiheimdienstapparat auf Hochtouren laufen und die Ukrainer werden den Teufel tun und sich damit abfinden.
      Frieden gibt es dort noch lange nicht.
      Aber den hätte es vorher wie nachher nicht gegeben.
      Ich glaube, es ist ein Trugschluß anzunehmen, dass wenn man dieses und jenes vorher getan hätte, die Situation am Ende eine andere wäre.
      Auch ein Bürgerkrieg, der unzweifelhaft fortgesetzt worden wäre, hätte am Ende den jetzigen Kriegszustand bedeutet, denn irgendwann hätte sich einer der beiden Kontrahenten Ost oder West eingebracht.

      Meiner Ansicht nach, wird es in der Ukraine erst wieder Frieden geben können, wenn sie vollständig homogen und wirklich souverän ist.
      Der Kampf um den Donbass und die Krim ist noch lange nicht rum.

      Mit einem ukrainischen Ostgebiet wird weder Russland noch die Ukraine glücklich. Das wird in dieser Form ein ewiges Pulverfass bleiben.
      Im Endeffekt wird Putin nichts anderes erreicht haben, als eine noch größere und stärkere NATO-Gemeinschaft und in der Ukraine selbst, einen unbändigen Hass auf alles russische, was auch noch unglücklicherweise bis in die nächsten drei Generationen reicht.

      Wer dort wirklich Frieden will, muss diese Völker strikt voneinander trennen und nur noch den Freiwilligen einen Zugang zueinander gewähren.
      Völkerhass muss sich auswachsen und Vertrauen muss sich einwachsen. Das alles braucht unglaublich viel Zeit, man kann es nicht erzwingen.

      Hätte ich es zu tun, ich würde die russ. Minderheit nach Russland umsiedeln. Selbstverständlich mit einem fairen Kaufpreis all ihrer Grundbesitzgüter und allen gerechten Abfindungen ihrer Sozialversicherungsansprüche, eventuell sogar mit einem fetten Bonus für den guten Willen zu einem Neuanfang.

      Anders wird es nichts gutes – meine feste Überzeugung.
      Die Atmosphäre ist für beide Seiten ungesund vergiftet, so will und so kann man nicht leben.

      1. Meine Glaskugel ist genauso truebe wie deine. (My guess is as good as yours)

        Wenn man hier aber nur Westpropaganda wiederholt, sollte man sich m.A. zumindest bemuehen, die russische Propaganda zu beruecksichtigen, trotz heftiger Zensur.

        Der Glaube an eine größere und bessere Zukunft ist einer der mächtigsten Feinde gegenwärtiger Freiheit. (Aldous Huxley)

        Eine zynische, käufliche, demagogische Presse wird mit der Zeit ein Volk erzeugen, das genauso niederträchtig ist, wie sie selbst. (Joseph Pulitzer)

      2. Ich bemühe mich um beide Seiten. Wie Du ganz richtig sagst, wird stark zensiert. Vieles ist auf Englisch. Da ich keine Zeit für das Übersetzen habe, werde ich nun – nach einiger Überlegung – unter der Rubrik “Kurz reingepickt” englische Links einstellen.

      3. @Maria
        Zuerst kann man sich mal ueber den seit 2014 andauernden Krieg in der Ukraine informieren, der von vielen als Hirngespinst verleugnet wird, auch wenn der Reporter ein Soyboy ist:

        Eine realistische Einschaetzung eines ehemaligen US Marine Corps Mitglieds:

        Man muss nicht unbedingt in “die Tiefen des Internet” hinabsteigen. Auch auf YouTube findet sich vieles, manchmal nur fuer kurze Zeit.

      4. Dazu habe ich schon einige hochinteressante Texte eingestellt. Ich bin ja im Bilde – soweit das überhaupt geht 🙂

    2. Welche grossen Geländegewinne sollen es denn sein?
      Du scheinst zuviel Vox zu konsumieren.
      Dort wurde ja der endsieg sehr früh herbeigeschrieben.
      Ist halt was anderes gegen IQ100 zu kämpfen, als gegen IQ85.

      1. @Erstens: Achten Sie auf Ihre Rechtschreibung.
        Zweitens: Lassen Sie die Beleidigungen.

    3. Putin so wie er leibt und lebt:

      Selbstverstaendlich vor allem Propaganda, aber auch Propaganda muss ein Fitzelchen Wahrheit enthalten. Wird wohl abld “weg” sein.

  3. Auch wenn es so ausschaut, das Kommentatoren auf dem Schachbrett nur logisches Schach spielen um zu gewinnen, so fehlt hier gewaltig die logische Schlussfolgerung, aus dem geopolitischen Krieg, die jeder, wirklich jeder hätte sehen können!

    Man muss sich sogar schon als Putin Versteher beschimpfen lassen, nur weil man wie die Macht gierigen Eliten am Reißbrett nachdenkt und zwischen dieser Logik und Putin Verstehen, seine Diktatur mögen wir nicht, liegen Abgründe.

    Über Geopolitik nachdenken ist das eine, aber besonders Menschen die den Krieg erlebt haben, leiden unerträglich und richten ihren Hass nur auf eine Person, nicht das Kollektiv das diesen Krieg angerichtet hat, im Kampf um die Weltmacht.

    Putin kann im Gegensatz zu unseren Politikern über seine Handlungen nach denken, wie konnte es sonst passieren im Handelskonflikt, das Gazprom Schröders Erdgas Reserven völlig leer sind? Wer nun glaubt, das Putin wie ein angeschossenes Tier aufgibt, der irrt gewaltig, denn er kann selbstständig strategisch planen und denken, was bei den meisten unserer Politiker Fehlanzeige ist.

    Der IWF der glaubt die Globalisierung gäbe es schon, wird sich noch wundern, wohin seine Erpressungen im Handel noch führen. Der Osten wurde über Jahrzehnte als Billiglohnland ausgeraubt, weil er keine Devisen hatte, um im internationalen Handel zu bestehen. Was wenn Putin in asiatischer Partnerschaft den Spieß umdreht. Das Trauerspiel ist noch lange nicht vorbei.

    1. Nachtrag: Hat einer mal darüber nachgedacht, wie China gezielt an seiner Rolle als neue Weltmacht arbeitet? Dafür versöhnt es sich sogar mit Erzfeind Russland, die Dämlichkeit des Westens ist nicht zu überbieten.

      50 Prozent der amerikanischen Wirtschaft gehören bereits den Chinesen, die sich dort eingekauft haben, dank dem Würselener Würstchen Schulz wurde über die EU der Einkauf in die europäische Wirtschaft genehmigt. Aber sie haben nicht nur die Wirtschaft gekauft, sondern auch westliche Patente und das deutsche Roboter Unternehmen KUKO. Anstatt das wir sichere Atomkraftwerke bauen, baut China wie verrückt, Patent mit deutscher Beteiligung.

      Was wenn die Chinesen jetzt die Schlüsselrolle für die Globalisierung bekommen haben?

      1. Genau darum geht’s : um den chinesischen Weltkommunismus !
        Und was man hier gerne als “Russland in die Arme Chinas treiben” deklariert, ist in Wahrheit nichts anderes als “Chinas und Russlands gemeinsame Kommunismus-Geschichte”.
        Des Pudels Kern sitzt viel tiefer, als dass man ihn mit “Wandel durch Handel” übertünchen könnte.

        Geschichte lebt erst durch seine Menschen und dabei kommt es vor allem darauf an, wie diese Menschen sozialisiert wurden.
        Der “kalte Krieg” wurde und wird von seinen Zivilgesellschaften fortgesetzt und endet erst dann, wenn diese Generationen ausgestorben sind.
        Das weiß jeder Soziologe, wird aber zugunsten einer stetig bemühten Annäherung klein geredet oder ganz verschwiegen.

  4. Massive Ankunft von Söldnern in der Ukraine

    Kanadische Freiwillige in Kampfausrüstung versammelten sich am Warschauer Flughafen, während sie auf ihren Transfer in die Ukraine warteten.

    Die russische Regierung hat bereits angekündigt, dass freiwillige ausländische Kämpfer in der Ukraine als Söldner gelten und strafrechtlich verfolgt würden.

    Die ukrainische Regierung hat bereits bekannt gegeben, dass sie mehr als 66.000 Vorschläge von Freiwilligen aus der ganzen Welt erhalten habe und bereits ein Drittel davon aufgenommen.

    Die Regierung von Senegal ist die Einzige auf der Welt, die gegen die Rekrutierung von Söldnern auf ihrem Territorium protestiert hat.

    Sie tadelte den ukrainischen Botschafter, weil er im Internet Aufrufe zur Rekrutierung von Dschihadisten veröffentlicht hatte.

    https://www.voltairenet.org/article216101.html

    …….!!

    1. Was meint er denn mit “strafrechtlich verfolgt” ?
      Das Gesetz in der Ukraine bin ich, oder wie ?
      Nur ein Synonym für Liquidation. Dieser will er einen rechtsstaatlichen Anstrich verpassen, obwohl er das gar nicht nötig hätte. Freiwillige Kriegs-Söldner arbeiten immer auf eigene Gefahr. Aber offensichtlich hat man im Kreml Angst, es könnte ihm anders ausgelegt werden.

      1. Es sind keine Söldner. Sie sind regulär eingegliedert und sind demnach auch nach HLK geschützt.

      2. Ja, aber erstens nicht alle und zweitens sind es ausländische Staatsbürger.
        Mit welcher Anklage will er sie denn “strafrechtlich verfolgen” ?
        Geht ja nur nach Kriegsrecht und das bedeutet entweder im Krieg töten oder gefangen nehmen.
        Muss er sie erstmal kriegen, aber wenn er sie kriegt, dann hat er politische Geiseln und ein Erpressungsmittel mehr.
        Da wäre es klug gewesen, die Regierungen hätten ihre Freiwilligen eine Verzichtserklärung unterschreiben lassen, wodurch er sie nicht als Pfand mißbrauchen kann.
        Wer in diesen Krieg zieht, muss sich im klaren darüber sein, dass Putin Kriegsgefangene für Jahre und Jahrzehnte in Gefangenenlager steckt.
        Aber das ist Kriegsrecht, kein nationales Strafrecht ! – deshalb hat mich die Formulierung amüsiert.

        Allerdings, wenn es nach Putins Doktrin gar kein Krieg ist, sondern nur eine “Sonderoperation” und er nimmt Kriegsgefangene, dann kann er was erleben.
        Und genau deshalb hat man sich im Kreml auch diese halbgare Formulierung einfallen lassen. Da klaffen nämlich rechtliche Welten auseinander.
        Bin gespannt, wie er sich da aus der Affäre ziehen will.

  5. Putin bzw. die russ. Armee handelt (in meinen Augen) recht besonnen und ist daher langsam. ICH denke, wenn Putitin gewollt hätte, wäre das Thema Ukraine erobern nach 5-8 Tagen gelaufen gewesen!

    Na klar… Navalny! Der wird hier wieder gepäppelt!

    :::::
    kurzer Auszug:

    Was vertritt der russische „Oppositionsführer“ Alexei Nawalny?
    Clara Weiss 10. Januar 2018

    ….Diese Erkenntnis war für ihn vermutlich der Anlass, in die Politik zu gehen. Während er noch immer an der Börse arbeitete, näherte er sich der marktliberalen Partei Jabloko (Apfel) an. Mehrere Vorsitzende dieser Partei waren berüchtigt für ihre langjährigen Beziehungen zum US-Außenministerium und der CIA. Die bekanntesten davon waren Boris Nemzow und Garri Kasparow.

    Nawalnys Beziehungen zur extremen Rechten in Russland

    Nawalny fiel schon früh als aggressiver Befürworter eines Bündnisses zwischen den Liberalen und den Rechtsextremen innerhalb der russischen Opposition auf. Im Herbst 2005 nahm er erstmals am „Russischen Marsch“ in Moskau teil. Hierbei handelt es sich um jährliche Demonstrationen am 4. November, an denen zahlreiche monarchistische, faschistische, antisemitische und immigrantenfeindliche Organisationen teilnehmen.

    Im Jahr 2007 wurde er wegen seiner Sympathien für die extreme Rechte aus Jabloko ausgeschlossen…..

    https://www.wsws.org/de/articles/2018/01/10/nava-j10.html

    1. Das sagt gar nichts – für Putin sind auch Juden Nazis.

      Außerdem demonstrieren auch bei uns monarchistische, faschistische, antisemitische und immigrantenfeindliche Orgas. Nawalny ist also russ. Patriot !

  6. Stellungnahme eines BW-Generals : Wir haben den großen Fehler begangen, Putin wissen zu lassen, dass die NATO unter keinen Umständen eingreifen wird. Seither kann er machen was er will.

    Stimmt – ich hätte ihn auch im Ungewissen gelassen. Aber unsere Politiker sind ja auch keine Strategen, sondern Angstschisser.
    Auf jeden Fall ist es jetzt Essig mit Europa und Russland, jedenfalls solange Putin an der Macht ist.
    Den Navalny hat er zu noch mal 13 Jahren Haft verdonnert, aber Russland wird noch viele Navalnys hervorbringen, da kann sich Putin warm anziehen.

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