Beim nächsten Länderspiel trägt “Die Mannschaft” Regenbogenschuhe und Antifa-Aufnäher

Michael van Laack

Laut einer kurz nach Anpfiff des Fußballländerspiels zwischen Deutschland und England unter ziemlich vielen Soziologie-Studenten vom in der Allgäuer Metropole Katzenhirn ansässigen “Institut für ultimative Gleichheit” durchgeführten Umfrage zeigten sich mindestens 100 % der Interviewten begeistert vom solidarischen Kniefall vor dem Kriminellen George Floyd und dem Tragen der Trikots der Frauennationalmannschaft.

Das Ergebnis dieser die Mitte der Gesellschaft repräsentierenden Befragung bestärkte sowohl den DFB als auch die Bunderegierung, in Zukunft regelmäßig Zeichen für oder gegen etwas zu setzen.

Bunte Zeichen setzen gegen Intoleranz und Spaltung

So habe man sich, wie Nancy Faeser während der Halbzeitpause in den Tagesthemen verkündete, darauf geeinigt, beim nächsten Spiel in der Euro-League am kommenden Samstag in Ungarn in regenbogenfarbenen Fußballschuhen aufzulaufen, die bereits ab morgen als Sonderedition im DFB-Fanshop käuflich zu erwerben sein werden. 50 % des lediglich der Inflation geschuldeten Verkaufspreises von € 249,90 pro Paar kommen dem in der Roten Flora in Hamburg residierenden “Hilfsverein politisch verfolgter traumatisierter Transgenderkinder aus PoC-Familien” zugute.

Darüber hinaus werde sich das Team um Mannschaftskapitän, LGBTI-Held und Träger des Großkreuzes zum Gratismut-Kreuz am Bande – Manuel Neuer – statt des DFB-Wappens über die vier WM-Sterne das Antifa-Abzeichen aufnähen lassen. Denn, so Faeser: “Mit dieser Aktion kann der ‘Kampf gegen rechts’ einem Millionenpublikum vor den TV-Geräten in die Herzen geschrieben werden.”

Energiewende und Ukraine-Krieg dürfen nicht vergessen werden

Nach dem Spiel meldete sich dann Verteidigungsministerin Christine Lambrecht zu Wort. Sie habe – erklärte sie vor der eilig zusammengerufenen Hauptstadtpresse, die sich innerlich bereits tieftrauernd auf die Erklärung ihres Rücktritts eingestellt hatte – in einer Videoschalte mit Umweltminister Robert Habeck und DFB-Präsident Bernd Neuendorf Entscheidungen von nationaler Tragweite getroffen. Bei der dem Ungarnspiel am kommenden Dienstag folgenden Partie gegen Italien wolle “Die Mannschaft” weitere Akzente setzen.

Die Elf von Bundestrainer Hansi Flick werde in einem eigens von der Firma Leo Köhler (dem bevorzugten Bekleidungsausstatter der Bundeswehr) entworfenen mausgrauen Trikot mit Schulterklappen auflaufen und sich die Haare in den Farben der Ukraine tönen lassen. Auf die Schulterklappen würden zudem einige Solarzellen appliziert, um das Bewusstsein der Fußballfans für die Notwendigkeit des raschen Ausbaus der erneuerbaren Energien zu schärfen.

Es werden weitere volkspädagogische Akzente folgen

Den Wunsch von Landwirtschaftsminister Cem Özdemir nach einem “I love Vegan”-Aufdruck unter der Spielernummer am Rücken, Finanzminister Christian Lindners Idee eines Mannschaftsfotos mit Joints in den Händen der Spieler und den von Familienministerin Lisa Paus angeregten rot eingefärbten Schritt aus Solidarität mit den Leiden aller Menstruierenden (m/w/d) könne man leider erst zu einem späteren Zeitpunkt berücksichtigen.

Im Tagesverlauf wird sich heute auch noch Bundeskanzler Scholz zu den geplanten großartigen Zeichen äußern. Aber auch zur unseligen Forderung der AfD, dass sich die Spieler, statt ihre schönen blonden oder afrikanisch-blonden Haare mit den Farben der Ukraine zu verunstalten,, ersatzweise ein Putin-Tattoo auf den Unterarm stechen lassen können sollten. – Bei uns Fußballfans ist jedenfalls die Vorfreude auf zahlreiche bunte und politisch korrekte Spielabende riesengroß. Da ist das Ergebnis dann gar nicht mehr so wichtig!

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