Michael van Laack

Zum Abschluss dieses Blogtages wieder einmal ein kleines Schmankerl von Twitter, der unerschöpflichen Fundgrube für alle, die immer noch genug Tagesfreizeit haben für den Kampf gegen irgendetwas Neues.

Damit unsere Leser sich nicht der Mühe unterziehen müssen, zu googeln, gegen was sie ab morgen kämpfen sollten, falls Ihnen mal langweilig wird: “Speziesismus (aus Spezies (=Art) und -ismus) bezeichnet die moralische Diskriminierung von Lebewesen ausschließlich aufgrund ihrer Artzugehörigkeit., sagt Wikipedia.

Wir sind fast alle Speziesisten

Wenn wir also ein Schwein schlachten, ohne das Tier zuvor gefragt zu haben, ob das so OK ist, sind wir Speziesisten. So gesehen sind wir das immer, da das Schwein ja nicht antworten kann. Aber Untaten aus dem Bereich dieses vielleicht bald in Gesetzesform gegossenen Straftatbestandes beginnen natürlich schon vor der Tötung. Z. B.: Will ein Pferd zum Turnierpferd ausgebildet werden oder möchte es lieber den ganzen Tag auf der Weide verbringen? Möchte es einen Sattel auf seinen Rücken geschnallt bekommen? Wir bösen Speziesisten setzen das einfach voraus, erheben uns also über das Pferd, weil wir uns ihm – selbstverständlich irrigerweise – moralisch überlegen fühlen….

Das soll genug der Beispiele sein. Jeder von uns kann ja heute Abend vor dem Zubettgehen mal sein Gewissen erforschen und darüber nachsinnen, wie vielen Spezies er in seinem Leben schon was angetan hat. Und danach a) sofort Veganer werden sowie b) eine Petition erarbeiten oder zumindest mitunterzeichnen, welche die Bundesregierung auffordert, schärfste Maßnahmen gegen den Tierrassismus einzuleiten. Denn wer z. B. schwarze Waldameisen zertritt, ohne auf ihre Laufwege zu achten, der läuft auch mit einem Baseballschläger durch seine Heimatstadt und jagt Neg… äääh PoC!

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