Michael van Laack

Während die reichweitenstärksten der liberalkonservativen und patriotischen “Freien Medien” sich zu den in der Überschrift genannten Causen bisher entweder ausschweigen

…oder im Fall Broder gar Häme und Spott auskübeln

…hat die digitalpolitische Sprecherin der AfD sich unmissverständlich positioniert. Ob ihre Äußerungen von allen Mitgliedern der Bundestagsfraktion mitgetragen werden, dürften die nächsten Tage zeigen.

Denn auch in der Russlandfrage ist die Partei tief gespalten und Solidarität wird entsprechend der Antwort auf die Frage “Wie hältst Du es mit Putin?” geübt. Hier nun die Stellungnahme, die Frau Cotar am gestrigen 02.07.22 in vier Tweets über ihren Twitter-Account verbreiten ließ:

Werbeboykott und Kontosperrungen gefährden freies Internet

Die digitalpolitische Sprecherin der AfD-Bundestagsfraktion, Joana Cotar, hat den Werbeboykott gegen den Blog „Die Achse des Guten“ sowie Kontosperrungen bei “Reitschuster“ und “ScienceFiles” als brutale Akte gegen das freie Internet kritisiert:

„Ich rufe alle Freunde eines freien Internets auf, die angegriffenen Blogs jetzt zu unterstützen. 50.000 bis 100.000 Euro Verlust müssen alleine bei der “Achse des Guten” mit Spenden ausgeglichen werden. Wir dürfen es nicht hinnehmen, dass demokratische Meinungplattformen von links-ideologischen Denunzianten und feigen Konzernbossen zerstört werden.

Dieser brutale Akt ist nichts anderes als Zensur. Deutschland war immer stolz auf seine Medienvielfalt. Eine einseitige Ausrichtung der Berichterstattung am kurzlebigen Zeitgeist und am Kurs der Regierung ist unwürdig und geschichtsvergessen. Die AfD-Fraktion bekräftig darum ihre Kernforderung: Das Internet muss frei bleiben! Dazu werden wir auch im Bundestag erneut initiativ werden.“

Soweit Joana Cotar MdB, der ich wünsche, dass sie wegen ihrer Positionierung nicht auch bald auf der Feindesliste des ein oder anderen “freien” Mediums deutlich weiter nach oben rückt.

Solidarität ist kein Geschenk an Freunde

Vorgestern hatten wir bereits über die Löschung des PayPal-Kontos von Boris Reitschuster berichtet. Von unserer Seite ist dazu also zunächst alles gesagt. Außer vielleicht: Die nicht vorhandene Solidarität der reichweitenstarken Blogs und YouTube-Channels ist erbärmlich und zeigt einmal mehr, das vor allem monetarisierte Seiten keineswegs so frei sind, wie sie zu sein vorgeben, sondern zahlreiche politische Rücksichten zu nehmen haben; ob nun deshalb, weil sie anderen Herren dienen oder in der eigenen Blase “Aufstände” befürchten müssten, wenn sie sich “Putin-Gegnern” gegenüber solidarisch zeigten.

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