(Alex Cryso) Ein weiteres Stückchen bunter Folklore mitten in Deutschland. Dieses Mal aus Obertshausen bei Hanau: Dort soll ein 59-jähriger Syrer mit dem Namen Sohil A. versucht haben, seiner Frau Meiray mit dem Fleischerbeil die Beine abzuhacken. Der Plan: Er habe sie entstellen wollen, um sie für Männer unattraktiv zu machen. Eine Tötungsabsicht steckte jedoch wohl keine dahinter. Beide leben seit einiger Zeit getrennt voneinander.

Dennoch vermochte es der temperamentvolle Südländer wohl nicht akzeptieren, dass es andere Kerle geben könnte, die seiner Angetrauten Avancen machen oder das diese ein selbstbestimmtes Leben führt. Meiray, die ebenfalls aus Syrien stammt, hatte sich Ende 2020 von Sohil getrennt und wohnte seither in einem Frauenhaus. Daraufhin folgte eine Messerattacke des 59-jährigen gegen seine Gattin, weshalb das Frankfurter Amtsgericht im April letzten Jahres veranlasste, dass Sohil einen Sicherheitsabstand von 50 Metern einhalten muss.

Mordversuch aus religiösen oder sexualmoralischen Motiven? – Bewährungsstrafe?

Die Sache mit dem Fleischerbeil ereignete sich jedoch nicht allzu lang darauf, nämlich am Nachmittag des 28. August 2021: Am Bahnhof von Obertshausen schlug der Syrer mit dem besagten Utensil mehrfach auf die Beine seiner damals 44-jährigen Gattin ein. Ein Arzt und eine Krankenpflegerin, die sich zufällig am Ort befanden, konnten erste Hilfe leisten. Sohil wurde nur einen Tag später in Rodgau-Jügesheim festgenommen. Er habe seiner Frau die Schönheit nehmen wollen, gestand er im Rahmen des Prozessauftaktes am Montag im Landgericht Darmstadt. Dort muss er sich nun wegen versuchten Mordes verantworten.

Hingegen wird Meiray ihren rechten Fuß nie wieder heben und senken können. Insgesamt neun Monate befand sie sich in der Reha und in diversen Kliniken. Nach ungefähr einem halben Jahr Steh- und Gehtraining konnte das Opfer einpaar hundert Meter mit dem Stock zurücklegen.

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Von conservo

Conservo-Redaktion