“Welt am Sonntag”: Im Advent erwarten wir die Ankunft des Propheten Mohammed

Ausschnitt aus: Welt am Sonntag - Nr. 49 vom 03.12.2023 - Seite 61

Udo Hildenbrand*

Ausgerechnet zum 1. Adventsonntag, dem Beginn der Vorbereitungszeit auf Weihnachten, auf eines der beiden zentralen christlichen Feste, wurde der Leserschaft der WELT AM SONNTAG ein „Adventsrätsel“ mit der Frage präsentiert: „Wie oft muss ein Muslim täglich beten?“

Wäre es in einem „Adventsrätsel“ nicht adäquat gewesen, Antwort zu geben z. B. auf die Frage: „Was verstehen die Christen eigentlich unter dem lateinisch geprägten Begriff ´Advent´ oder auch auf christliche Sitten und Bräuche in der Adventszeit aufmerksam zu machen und sie ggf. zu erklären?

Christus war gestern, heute ist Mohammed!

Auf alle Fälle ist bei der Ankündigung eines „Adventsrätsels“ eine christlich gefärbte Thematik angesagt. Alles andere ist journalistischer Schwindel.  So steht der Vorwurf im Raum: Die WAMS-Redaktion okkupiert, ja missbraucht mit ihrem scheinbaren „Adventsrätsel“ die christlich geprägte Adventszeit für islamische Belehrung.

Und wenn´s schon sein muss: Gibt es für muslimisches Rätselraten nicht das ganze Jahr über genügend unverfängliche, „neutrale“ Zeiten, auch Zeiten, die einen entsprechenden journalistischen Islambezug zumindest nachvollziehbar erscheinen lassen?

Mit zwölf Einzelfragen zu verschiedenen Bereichen der Islamthematik sollen die WAMS-Leser in diesem aktuellen „Adventsrätsel“ auf die vorgegebene islamische Spur gebracht werden. Wer richtig antwortet, wird zunächst mit dem selbst erarbeiteten Lösungswort „Wunschzettel“ belohnt.

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Dr. Udo Hildenbrand und Reinhard Wenner

„Kritische Stellungnahmen zum Islam“

Verlag Kardinal-von-Galen-Kreis e.V.

Herausgeber: Reinhard Dörner

ISBN; 978-3-97 16867-8-4

Preis 22,90 €

So lange der Vorrat reicht, können sog. Autoren-Exemplare mit Versandkosten für € 19.80 € per E-Mail bei udo.hildenbrand@gmx.de oder reinhard.wenner@gmx.de bestellt werden.

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Dazu werden ihm auch noch vier ansehnliche Gewinne in Aussicht gestellt. Wie verlockend: Ein Adventsrätsel mit islamischer Thematik im Gesamtwert von 40.000 Euro. Ich verzichte jedoch gerne auf eine Teilnahme. Vielleicht sollte ich auch auf mein jahrzehntelanges WELT-ABO verzichten.

Ramadanrätsel 2024: Wurde Christus wirklich ans Kreuz geschlagen?

Die Redaktion der WELT AM SONNTAG ist jedenfalls kritisch zu hinterfragen: Würden Sie es für sinnvoll ansehen, vor dem Ramadan im nächsten Jahr ein „Ramadanrätsel“ zu veröffentlichen, in dem es dezidiert um christliche Themen geht? Mit größter Wahrscheinlichkeit: Nein!

Wahrscheinlich würden Sie in der Redaktionssitzung entrüstet die Meinung vertreten: Unmöglich! Man kann doch nicht vom Ramadan sprechen und dann den christlichen Glauben thematisieren. Da wäre doch der Vorwurf an die WAMS vollauf berechtigt: Thema verfehlt. Welche Proteste würde das doch bei den Muslimen auslösen, auch bei islamophilen Nichtmuslimen? Christen dagegen kann man offensichtlich in der WAMS-Redaktion Entsprechendes zumuten und noch Einiges mehr!

Übrigens: Am Osterfest 2022, dem Zentralfest der Christen, war in der WELT AM SONNTAG ein Bericht über Mohammed bzw. über den Islam zu lesen. Diese fragwürdige „theologische“ Mixtur zugunsten des Islams, in der die christliche Feierkultur ausgenützt wird für muslimische „Aufklärung“, scheint bei der WAMS offensichtlich gezielt redaktionelle Methode zu sein. Oder handelt es sich hier lediglich um journalistische Insensibilität?

Wenn schon Fragen zum Islam, dann bitte die richtigen!

Ein Vorschlag zum Ausgleich: Die Redaktion der WELT AM SONNTAG könnte im kommenden Jahr 2024 im ansprechenden Stil des vorliegenden „Adventsrätsels“ in jeder Ausgabe weiterhin eine ganze Rätselseite veröffentlichen Allerdings mit jeweils zwölf kritischen Fragen, in denen die Fülle der Probleme zur Sprache kommt, die weltweit durch die islamische Religion verursacht werden mit nahezu täglichen Folgen.

Dabei sollte es sich um Fragen handeln, die in einem theologischen, historischen und kulturellen, auch in einem ethischen, juristischen und gesellschaftsrelevanten Kontext stehen, um Fragen, die vielen „adventlich- wachen Menschen“ in der Sorge um die weiteren Entwicklungen in unserem Land und in Europa unter den Nägeln brennen.   

Keine Angst: Die Fragen für diese wöchentliche  Rätselseite würden in diesem Jahr ob ihrer Komplexität bestimmt nicht ausgehen. In christlich besonders geprägten Jahreszeiten sollte auf jeden Fall auf islamisches Rätselraten verzichtet werden, wodurch in einigen Samstagausgaben das Islamrätsel entfallen würde.

Einen lukrativen Gewinn für die Rätselteilnehmer müsste  die Redaktion  gewiss auch  nicht ausschreiben. Denn das WAMS-Projekt „Kritisches  Islam-Rätsel im Wochentakt“ wäre wohl ein Medien-Produkt mit Alleinstellungsmerkmal, gewiss auch informativ, diskussionsfördernd, spannend und attraktiv – und so auch noch werbewirksam zugleich.

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*) Dr. Udo Hildenbrand ist katholischer Theologe (Priester) und Publizist (u.a. bei conservo)

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