„Fachkräftemangel“ – mehr Zuwanderung ist keine Lösung!

Kaum springt die Konjunktur wieder an und erholt sich die deutsche Wirtschaft, tritt ein bekanntes Phänomen auf: Der „Fachkräftemangel“ – sozusagen das „Loch Ness“ des Arbeitsmarktes, das zum x-ten Male nahezu rituell und gebetsmühlenartig wiederbelebt wird.

Eine Gespensterdiskussion! Es mangelt kaum an Fachkräften, solange gut ausgebildete Arbeitskräfte zu billigen Löhnen als befristete Honorarkräfte, freie Mitarbeiter oder als Praktikanten – selbst auf akademischer Ebene – beschäftigt werden. Auch qualifizierte und erfahrene ältere Mitarbeiter würden gerne ihr Wissen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen, so man sie denn wollte. Und bei den mehr als drei Millionen Arbeitslose dürften ebenfalls qualifizierte Kräfte zu finden sein, wenn die Arbeitsagentur und die Wirtschaft mehr Aufmerksamkeit der Förderung und Weiterbildung widmen würden.

Nein, stattdessen ist der Ruf nach Anwerbung von Arbeitskräften aus dem Ausland offensichtlich so wohlfeil, daß diese „Migranten“ auch noch mit staatlichen Prämien angelockt werden sollen. Natürlich kann nicht in Abrede gestellt werden, daß in manchen Bereichen die Suche nach hochqualifizierten ausländischen Fachkräften durchaus sinnvoll und nötig ist. Erfahrungsgemäß haben solche Menschen auch wenig Integrationsprobleme. Wenn die Arbeitgeber nun ein Punktesystem vorschlagen, durch das bewertet werden kann, ob die Qualifikation eines Bewerbers ausreicht, um auf dem deutschen Markt erfolgreich tätig werden zu können, ist das nur zu begrüßen.

Das eigentliche Problem liegt jedoch tiefer. Es wandern zu viele Ausländer nach Deutschland ein – und landen mangels Qualifikation direkt in der „sozialen Hängematte“, in einem Sozialsystem, in das sie nie einen Cent eingezahlt haben. Es handelt sich aber nicht nur um ein finanzielles Problem. Im Jahre 2009 wurden in unserem Land mehr als 16 Millionen Menschen mit „Migrations-Hintergrund“ gezählt (Statist. Bundesamt), also jeder fünfte „Bürger“. Die Zeit ist abzusehen, wann diese Gruppe die Mehrheit in unserem Staat stellt und die Deutschen die Minderheit. Deutschland wird spätestens in zwanzig Jahren völlig anders aussehen als heute, zumal sich viele dieser Migranten nicht integrieren (lassen) wollen.

Es nützt nichts, diese Probleme zu verschweigen, zu ignorieren oder schönzureden. Wer Prämien aussetzen will, noch mehr Ausländer anzuwerben, muß sich auch den drängenden Integrationsproblemen stellen. Von unseren Politikern dürfen wir mehr Klarheit und Ehrlichkeit erwarten.

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