Man erinnere sich: Vor genau zehn Jahren ereignete sich die Katastrophe der „Kursk“, des russischen Atom-U-Bootes. 135 Marinesoldaten erstickten jämmerlich in ihrem Stahlgrab, weil die Russen die von Schweden, Großbritannien und USA angebotene Hilfe nicht annahmen. Fast zehn Tage dauerte der Todeskampf. Mütter, Ehefrauen und Freundinnen verzweifelten. Doch von Moskau kam keine Hilfe. „Es gebe kein Problem“, ließ Präsident Putin verkünden – und verschwand in  seinen Jahresurlaub. Erst später, viel zu spät, hat er sich in Kursk für seine „Fehleinschätzung“ entschuldigt.

Nun brennen rund um Moskau die Wälder und bedrohen alles Leben. Sehr bald wurde klar, daß die Maßnahmen zur Brandbekämpfung völlig unzureichend sind. Diesmal ist Putin jedoch schlauer und läßt sich im Feuerwehr-Flugzeug über den bedrohten Gebieten photographieren, Wasser ablassend. Doch die „Masche“ zieht nicht. Die betroffenen Menschen – und nicht nur die – fragen, wie Putins Machtstrukturen so viel Korruption und Nachlässigkeit zulassen konnten, daß selbst die ehemalige Sowjetunion als effizienter erscheint. In der Bevölkerung verdichtet sich der Eindruck, daß die russische Führung ihre Bürger wie Idioten oder Vieh behandelt.

Von conservo

Conservo-Redaktion