Absurde political correctness: Facebook zensiert US-Unabhängigkeitserklärung

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Wer andern eine Grube gräbt….

Welch´ absurde Blüten die (vermeintlich) politisch korrekte Grundeinstellung hervorbringt, kann man am jüngsten Beispiel nachexerzieren, in dem die uralte, bewährte und in Stein gemeißelte US-Unabhängigkeitserklärung die Prüfung einer hochnotpeinlichen Zensur nicht besteht.

Was auch immer die Zensoren zu ihrem Streichkonzert bewogen haben mag – ganz gewiß lautere Absichten – beweist aber die Dummheit und Ungebildetheit, die sich in linkem Denken offenbart. Ihre von (Dumm-)Menschenhand konstruierten „Algorithmen“ schlagen unbarmherzig zu, wenn ihr System einen inkriminierten Wortlaut findet.

Natürlich kann dieser blöde Algorithmus keine Zusammenhänge erkennen, er reagiert nur auf Reizworte. Und so geschieht eben das Unvermeidliche: Es wird gestrichen, und der Algorithmus gibt Ruhe.Schöne neue politisch korrekte Welt!

Andererseits: Es ist kein Wunder, das Solches geschieht. Man möge sich nur die Prätendenten dieses Deutungsmißbrauchs anschauen: Ein schmächtiger Schmalspurjurist und eine erkannte Stasi-Sympathisantin – eine per se unheilvolle Mischung, bei der die in die Blindheit führende maaslose Ideologie jeden Versuch objektiver Wertung in den Orkus stürzt. Hauptsache Zensur! Weg mit dem „rechten“ Kram – es lebe links!

Lieber doof als rechts, lieber politisch korrekt als demokratisch! Laßt uns Linke singen, laßt Zensurscheren klingen! Marx ist mächtig, Irrsinn ist sein Vater!

Man sieht förmlich den revolutionären Geifer aus den linken Mäulern träufeln, wenn sie eines Unkorrekten ansichtig werden. Schere her, nieder mit ihm!

So viel Verblendung fördert natürlich die politische Blindheit. Ein algorithmisches Reizwort, schwupps, und schon wird die Grube ausgehoben, in die der Delinquent gestoßen werden soll.

Das kann, das muß schiefgehen, wie das folgende Beispiel zeigt, über das Marilla Slominki, Redakteurin bei „Journalistenwatch“, berichtet.

Die Ausgangslage:

Amerikas Gründungsdokument, die sog. „Unabhängigkeitserklärung“, enthält ganz offensichtlich – meinen jedenfalls die Algorithmen des (un-)sozialen Mediums „Fakebook“ – eine gehörige Portion „Hate Speech“. Und wie das bei politisch Korrekten in der Dienstanweisung steht: Die inkriminierten Passagen aus US-Amerikas Urpapier wurden kurzerhand gelöscht.

Dazu schreibt Marilla Slominski:

Die Unabhängigkeitserklärung zensiert. Realsatire, wie sie sonst nur von Linken und Grünen kommt. Aber mit einem sehr eigenartigen Nachgeschmack. Bald entscheiden Maschinen, was wir sehen, hören und lesen. Die Kontrolle darüber ist die absolute Macht.

Die kleine texanische Regionalzeitung Liberty County Vindicator hatte sich zu den Feierlichkeiten des Unabhängigkeitstages am 4. Juli für ihre Leser etwas Besonderes ausgedacht. Seit dem 24. Juni veröffentlichte sie eine Serie mit Textstellen aus Amerikas berühmtester Erklärung, um ihren Lesern die Geschichte ein wenig näher zu bringen. Die kleine Serie wurde auch in den sozialen Netzwerken geteilt. Die ersten neun Texte gingen anstandslos durch die Facebook-Zensur. Der zehnte Teil wurde nicht veröffentlicht. Die Macher des Vindicator bekamen stattdessen „Post“ vom Mediengiganten. Ihr Post verstoße gegen die „Hate-Speech“-Richtlinien, wurde den verblüfften Redakteuren mitgeteilt, berichtet reason.com.

Die fragliche Stelle enthielt die Paragraphen 27 bis 31 der Unabhängigkeitserklärung. Redakteur Casey Stinnett vermutet, dass Facebook sich an der Formulierung über „die gnadenlosen indianischen Wilden“ stört. Der Post sei automatisch gelöscht worden und Stinnett sendete umgehend eine Feedback-Nachricht an Facebook, in der Hoffnung mit einem menschlichen Wesen in Kontakt zu kommen, das den Auszug aus dem historischen Dokument aus seinem Facebook-„Hass-Gefängnis“ wieder befreien könnte. Aus Angst, die Veröffentlichung weiterer Textstellen aus dem historischen Dokument würden zur Sperrung ihrer Facebook-Seite führen, stellte die Redaktion die Serie ein.

In seinem Artikel ist der Journalist Stinnett bemerkenswert verständnisvoll angesichts der Zensur. Obwohl er mit der Entscheidung unzufrieden ist, erinnert er seine Leser daran, dass „Facebook eine Handelsgesellschaft ist und nicht die Regierung und der Konzern, daher die Nutzung seiner Dienste einschränken darf, solange er damit nicht gegen bestehende Gesetze verstoße. Für sein Blatt The Vindicator sei die Nutzung außerdem kostenlos und so habe man wenig Möglichkeiten, gegen die Zensur vorzugehen, außer auf die Dummheit dieser Löschung hinzuweisen, versucht Stinnett seinen Lesern zu erklären und die Gemüter zu beruhigen.

Und so reiht sich die Löschung der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung in eine ganze Reihe der skurrilen „Facebook-Sperr-Orgie“ ein. Die berühmtesten Worte der Welt haben jetzt ein hübsches Plätzchen neben einer ebenso berühmten 29.500 Jahre alten Nackten gefunden. Zu Beginn des Jahres hatte Facebook das Bild der steinzeitlichen Venus von Willendorf gelöscht. Die Nacktheit des prähistorischen Fruchtbarkeitssymbols verstoße gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Facebook, so die Begründung des Konzerns damals. (Quelle: https://www.journalistenwatch.com/2018/07/06/hate-speech-facebook/)

www.conservo.wordpress.com     7.7.2018
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