Indifferent oder – auf Deutsch – gleichgültig?

(www.conservo.wordpress.com)

Von Michael Dunkel *)

Weder bin ich reich noch arm.

Weder ein Rassist, noch umarme ich jeden auf der Straße – weder Deutsche noch andere Nationen.

Gleichzeitig gehe ich offen und interessiert auf Menschen zu, lasse sie in meine Nähe und biete ihnen mit aller Offenheit, meine verletzliche Seite.

Distanziere mich, wenn ich erkenne, sie haben meine Wertschätzung nicht verdient.

Ich habe keine Kinder und nur eine durchschnittliche Bildung.

Ich lebe also ein durchschnittliches Leben.

Soll ich deshalb, wie so viele, einfach gleichgültig die Schultern zucken und sagen, geht mich doch nichts an?Nein, ich bleibe da nicht still.

Darf man überhaupt bei so dramatischen sozialen Ungerechtigkeiten, bei so vielen Verwirrungen, bedingt durch Religionen und kulturellen Unterschieden einfach den Mund halten?

Hat man nicht die Pflicht, jeder Einzelne von uns, sich gegen politische Manipulation und Willkür zu wehren, die Medien zu entlarven, wenn sie uns „gemischte Wahrheiten“ auftischen und somit verzerrte Realitäten zeigen?

Liegt es nicht in unserer aller Verantwortung, wie Schulen geleitet und Kinder erzogen werden? Wie katastrophal die heutige Bildung, welche keine wirkliche mehr ist, voranschreitet?

Machen wir uns tatsächlich keine Gedanken oder lassen uns einlullen und in Sicherheit schaukeln, wenn wir die Renten und ihre Entwicklung betrachten, ohne daran zu denken, in ein paar Jahren hat es mich auch erwischt?

Sind wir schon so gelähmt davon, dass Millionen von Arbeitnehmern und Arbeiter, keinen ausreichenden Lohn erhalten und damit die Wirtschaft zwar brummt, die Lebensqualität jedoch auf der Strecke bleibt?

Wollen wir wirklich zusehen, wie wir, selber oft Religion verleugnen und ablegen, uns von einer radikal ausgerichteten Religion dominieren und steuern zu lassen?

Sind wir so einfach bereit, zuzusehen, wie schon Kinder unter die Fuchtel von religiösen Fanatikern geraten und manipuliert werden?

Begrüßen wir es denn, wenn durch jahrzehntelange, lasche Politik, extreme Ansichten in allen Bereichen Oberhand gewinnen, weil Parteien und Politiker zu feige sind, klare Konzepte zu entwickeln?

Wir alle, jeder Einzelne trägt seinen kleinen unbedeutenden Teil dazu bei, Verbesserungen und Veränderungen zu erreichen, wenn er sich denn einbringt. Wegschauen, Gleichgültigkeit und Ignoranz führen nur in eine Richtung.

Zerstörung von Werten, Zerfall von Struktur und vernichten von Gemeinsamkeit.

Wer dies alles nicht will, muß seine Augen öffnen, sein Rückgrat zeigen, seine Meinung vertreten oder auch revidieren. Nur eines darf dabei keiner sein – Indifferent!

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*) Michael Dunkel ist ein rheinischer, polyglotter, liberalkonservativer Literat und schreibt für conservo.
www.conservo.wordpress.com   13.11.2018
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