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„Haben wir nicht immer gehört, ja gelernt, dass die NATO ein Verteidigungsbündnis sei, ein Bündnis, das uns den Frieden sichert? Aber was hören und sehen wir jetzt?

Der NATO-Partner Türkei akzeptiert nicht mehr die Grenzen, die er im Vertrag von Lausanne akzeptiert hat. Er beansprucht praktisch das ganze östliche Mittelmehr als seine Wirtschaftszone, wo er und nur er das Recht habe, Erdöl, Gas usw. abzubauen.

Dazu droht die Türkei dem NATO-Partner Griechenland mit militärischem Eingreifen. Sie unterstützt tatkräftig den Versuch Aserbeidschans, das armenisch besiedelte Berg Karabach „heim ins Reich“ zu holen, steht seit Jahren mit eigenen Truppen im nordirakischen Kurdistan und terrorisiert die – teils christliche und jesidische – Bevölkerung dort. Dazu vielleicht ein Blick auf diese aktuelle kurdische Seite: https://www.rudaw.net/english/kurdistan/280920201

Und was mir als besonders „passend“ zur Lehre von der NATO als Friedenswahrerin scheint: Von der BR Deutschland geliefertes Kriegsgerät, darunter wohl auch Kampfdrohnen, scheinen der Türkei in diesen kriegerischen Akten die militärische Überlegenheit zu geben, die sie zu ihrer Expansionspolitik ermutigt.

Was will man in der NATO? Dieses Bündnis – von Präsident Trump schon längst als „obsolete“ bezeichnet – hinsterben lassen oder will man vielleicht doch lieber eine unfriedlich gesonnene Türkei aus dem Bündnis entfernen?“

Christoph Heger, 1. Okt. 2020 

Von conservo

Conservo-Redaktion