Zum Welt-Spartag am 30.10.: Auch Banken macht die Corona-Politik zu schaffen

(www.conservo.wordpress.com)

Von Albrecht Künstle

– Sie treten als Freund und Helfer für Kunden auf – um sie dann  fallenzulassen

– Ein Beispiel, wie die Sparda-Bank Baden-Württemberg Kunden abspeist

Fast scheint es, als ob Corona erfunden wurde, um das Finanzdrama zu kaschieren. Die Verschuldung vieler Staaten wollte einfach nicht sinken und neue Schuldenmacher kommen hinzu. Ohne den Zinskrieg im Interesse der Euroländer gegen ihre Bürger wären die „Olivenstaaten“ schon pleite. Aber nicht nur diese, auch Frankreich ist in einer schwierigen Situation. Und Deutschlands höchste Rücklagen aller Ressorts mussten für die Migration gebildet werden, alleine für den Bereich Asyl 48,2 Mrd. EUR, zweieinhalbmal so viel wie für die Krankenversicherung. An der Zinsfront mit Null- und Minuszinsen kann kein Krieg mehr gewonnen werden, deshalb sucht die EZB ein anderes Schlachtfeld. Schon Draghi „kaufte“ Anleihen von EU-Staaten im Volumen von 2,6 Billionen Euro (2.600.000.000.000 = 2.600 Milliarden!), um die Staaten und die sie ebenfalls finanzierenden Banken zu entlasten. Doch seit letztem Jahr wurde diese Waffe stumpf. Trotzdem setzt die neue EZB-Chefin Lagarde nochmal dieselbe Waffe ein. Sie „kaufte“ zusätzliche Anleihen von monatlich 20 Mrd. EUR, und jetzt im Zeichen der Corona-Krise sogar 100 Mrd. EUR monatlich. Bis zum Jahresende kündigte Lagarde 750 Mrd. EUR für PEPP-Anleihekäufe an und erklärte, bei Bedarf noch mehr Geld zu „drucken“. Ob die EZB das auf Klopapier tun wird?

Nun muss man sich vor Augen führen, was es heißt, „Anleihen kaufen“. Eigentlich ist das finanzpolitische Zauberei, die nur funktioniert, solange das Publikum an den Zauber glaubt. Denn Anleihen sind Schulden. Und der Kauf von Schulden ist der Kauf von NICHTS. Das ist etwa so, als ob einem der Kauf von Luft in Form von Unterdruck angeboten wird. Es ist die Illusion, etwas zu besitzen was es nicht gibt.

Der Zaubertrick wird angewandt, weil dieser sonst von den Banken inszeniert werden müsste – wie es 2008 der Fall war. Weil der Zauber von Lehman und Co. damals aufflog, musste ihnen unter die Arme gegriffen werden. Die Geschäftsbanken wurden gerettet, indem die Zentralbanken ihnen die faule Finanzmasse abnahmen. So auch heute wieder im Vorgriff. Jetzt werden den Banken auch Unternehmenspapiere abgekauft und die Institute zur erhöhten Kreditvergabe angeregt.

Und jetzt kommt noch die Corona-Krise hinzu, die durch anhaltende Polit-Restriktionen verschärft wird. Sie wird nach Berechnung des BMF 1,445 Billionen EUR kosten, alleine dieses Jahr 400,4 Mrd. EUR.

Einerseits treten die Banken derzeit in Spendierhosen auf, die den staatlichen Geldsegen an ihre Kunden vermitteln. Andererseits geraten sie mit ihren Kunden auch unter eines der Räder. S&P Global Rating stufte z.B. die Deutsche und Commerzbank auf BBB+ herab, aber auch die Genossenschaftsbanken auf AA minus. Die Banken geben den Schwarzen Peter weiter und rächen sich nun an ihren Kunden.

Ein reales Beispiel

Ein Hauseigentümer, nennen wir ihn einfach Albrecht K., nahm vor fast zehn Jahren zum Zweck der Schaffung von Wohnraum ein Darlehen von 100.000 EUR bei der Sparda-Bank Baden-Württemberg auf. Dafür zahlte er anfangs knapp 300 EUR Zinsen im Monat, für das Annuitäten-Darlehen jetzt immer noch 200 EUR monatlich. Leider stellte der Bankkunde erst jetzt im Vertrag eine Ungereimtheit fest, und wandte sich deshalb an die Bank wie folgt:

… Unter der Ziffer 3 des Darlehensvertrags vom 11.10.2010 wurde kein Festzins, sondern ein Sollzinssatz von 3,53 % jährlich vereinbart. Nach dem Wortlaut unmittelbar darunter ist dieser … anzupassen. Wenn aus einem Vertrag Unklarheiten entstehen, was als vereinbart gilt, findet die sogenannte Unklarheitsregelung für allgemeine Geschäftsbedingungen Anwendung. Diese besagt, dass Unklarheiten zulasten des Verfassers des Vertrags gehen. Insbesondere, wenn der Benachteiligte der „schwächere Vertragspartner“ ist. In diesem Fall ist der Vertrag also dahingehend auszulegen, dass die Sparda-Bank als Darlehensgeber den Zins an den Marktzins nach unten anzupassen hatte.

… Doch seine Bank ging in ihrer Antwort mit keinem Satz auf die begründete Rechtsauffassung des Kunden ein, sondern teilte lapidar mit, „der Sollzinssatz ist bis zum 30.10.2025 gebunden“ – basta.

Banken nehmen ihre Kunden offensichtlich genauso wenig für voll wie der Staat seine Bürger. Banken lassen sich wie selbstverständlich auffangen, lassen aber ihre Kunden fallen.

Ob Bertold Brecht damals Recht hatte, als er einmal zum Besten gab:

„Was ist der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“

Und, als hätte er das Geschäftsgebaren von heute vorausgeahnt: „Der Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.“ Diese Sparda-Bank bestreitet sogar, vorausgegangenen Schriftverkehr des Kunden erhalten zu haben – Arroganz der Macht! Sie kassiert weiterhin hohe Darlehenszinsen und speist ihre Sparer mit Nullzinsen ab.

Stattdessen bot die Bank dem Kunden an, weitere Genossenschaftsanteile zu kaufen. Vielleicht in der Hoffnung, damit den Kunden abzuspeisen zu können.

Die Unmoral von der Geschicht‘:

Der Staat schiebt‘s den Banken hinten rein, während sich diese ihre Kunden wie Corona-Infizierte vom Hals halten, aber dennoch abkassieren. Etwa nach dem einstigen Motto Vespasians* „pecunia non olet – Geld stinkt nicht“. Dafür stinkt’s dem Kunden, der sich das nicht einfach bieten lassen will.

Gretchenfrage:

Wie hoch muss den Banken und dem Staat das Wasser am Hals stehen, um dermaßen rigoros geworden zu sein. Wann wird die Bombe platzen? Der Staat verlängert die Zündschnur immer mehr, indem er seine Schulden teilweise erst über 50 Jahre tilgen will. Vor der Bundestagswahl wird die Bombe nicht explodieren, aber wann …?

*zu Vespasian, alias Titus Flavius, Erfinder der „Latrinensteuer“ … (https://finanzblog.lgt.com/geld-stinkt-nicht-von-steuern-und-latrinen/)

http://www.conservo.wordpress.com     30.10.2020

11 Kommentare

  1. Erst versucht der raffgierige Söder der AFD die Themen zu klauen, das man sich ihn als Kanzler vorstellen könnte und dann versucht er als Merkel lackierter das Gegenteil. Ich war nie ein Freund des Konsum orientierten Oktoberfestes, aber es hatte noch Tradition. Die letzte Medienberichterstattung erinnert schmerzhaft daran, wie wir Traditionen des Gemeinwohles aufgeben. Auch Oktoberfestmuffel würden gerne eine Erinnerung haben, ist den Bembel Herstellern, ähm Maßkrug Herstellern jetzt schon untersagt, als Werbung von Bierbrauen zu agieren, zu vernünftigen Relationen? Werbung ihr TRADITIONSGEWERBE aufrecht zu erhalten, Söder schlachtet alle Vernunft.

  2. Danke Herr Künstle, dass Sie dem Laien es am Beispiel und den Konsumidioten erklärt haben, aber viele haben noch Scheuklappen vor den Augen. Wenn man sich an den Bausparkassenskandal erinnert, wo viele ihr Eigenheim durch steigende Zinsen los geworden sind, kann man in etwa erahnen, was mit der Niedrigzinspolitik auf Schulden bezweckt wird, um beim Crash die Enteignung für die Globalisierung voran zu treiben. Die Medienhuren und auch dieser Chrislam Bischof Bedford Strohm beschwören für ihre Umvolkung Politik: “Deutschland ist ein reiches Land” , obwohl immer mehr Menschen aus dem indigenen Volk obdachlos werden und verarmen. Sie verdienen an Ideologie und Asylindustrie als Volksverräter viel. Merkel hat ihre Wette wahr gemacht, Deutschland global zu verpfänden. Diese Märchen das reiche Deutschland investiert in globale Fonds, um für das Land Gewinne zu machen, schüren die Medien, dabei hat Merkel riesige Schuldenberge angehäuft, ESM Rettungsschirme, Target II Salden und jetzt noch mit Corona Bonds wo alle zu unseren Lasten anschreiben, nein, das Biest verscherbelt das letzte Tafelsilber Deutschlands und macht mit der SPD die Stammbevölkerung zu Bettlern. ,

      1. Jetzt kommt noch ein Hämmerchen aus der Finanzoligarchie. Die Schweiz ist an sich ein wirtschaftlich strukturell schwaches Land und hat es mit Einkäufen in aller Welt geschafft sich wirtschaftlich stabil zu mausern. Viele deutsche Kliniken, die eine Nachkriegsgeneration für das Gemeinwohl aufgebaut und selbst finanziert haben, sind schon durch Verkaufs Praktiken des Gesundheitsministeriums in Schweizer Hand und die die Politiker in Vorständen verurteilt haben verkauft zu werden, haben es leider nicht geschafft und Merkel hat alle Raubnomaden global eingeladen unsere Krankenkassen zu plündern, um den Druck auf die Krankenkassen zu erhöhen. Lauterbach SPD, damalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt SPD und Spahn CDU arbeiten weiter daran, alle deutschen Kliniken an Konzerne zu verkaufen, wie die Treuhand zu privatisieren und im Gegenzug dafür bekommen sie durch außerbörsliche Verkaufsstrategie als Investoren viel Geld dafür, der Unterschied ist nur, das diese Verkäufe nicht an der Börse notiert sind. Das die beiden vor Wut schreien, das das Volk ihnen ihre Lügen nicht mehr glaubt, da sie wissentlich das Nachkriegserbe unserer deutschen Stammbevölkerung gewissenlos für eigene Geldgier verscherbeln, ist verständlich und Merkel setzt mit künstlicher Corona Panik noch einen drauf, damit die Globalisierung und Geiselhaft der Nationen noch schneller geht.

  3. ,Die Banken sollen für Merkels Globalisierungswahn und für raffgierige Bonzen in der EU zur Digitalisierung, Kontoknechtung der Bürger mit Minuszinsen durch eine Gründung einer EZB Bankenunion geopfert werden, das ist das Ziel. Die Bürger werden mit Niedrigzinsen auf Schulden gelockt, um ihnen dann Hab und Gut zu nehmen, welches als Sicherheit dient und Banken die sich planmäßig verschulden müssen dank La Garde ausradiert. Eine gesunde Finanzwirtschaft wird zu Tode geschleift, damit unsere Politiker für ihre Raffgier global zocken können. .

    1. Ferner ist die Bundesregierung die uns Schuldenberge über die Migrationspolitik und Umschichtung in die EU eingebrockt hat, gerade dabei, unsere natürlichen Ressourcen, eben alles was nicht Niet und nagelfest ist über Anleihen in die Globale Welt zu verkaufen. Quasi gehört den Deutschen bald kaum noch ihre eigene Scholle und damit ist jegliche Entrechtung möglich, wo globale Konzerne die sich einkaufen den Ton vorgeben werden und das gierige Brüssel hat uns das auch noch eingebrockt und wenn die anderen EU Länder schlau sind und noch eigene Ressourcen für ihre Wirtschaft retten wollen, dann sagen sie dem Saftladen der auch ihre Scholle verhökert adieu. Raffzahn La Garde weiß genau, wenn es ihr nicht gelingt sämtliche europäische nationalen Banken zu schlachten, dann platzt ihr Traum sich deren Rücklagen für eine europäische Zentralbank unter den Nagel zu reißen und europäische Bürger zu kontrollieren und für die Umverteilung zu enteignen. Fliegt die EU in die Luft, dann kann auch La Garde ihren Hut nehmen, da sie die Europäer durch Finanzschwindel nicht weiter ausrauben kann. EUROPA WIRD GERADE AN KONZERNE IN ALLE WELT VERSCHERBELT: Warnungen gab es viele, aber niemand hätte sich vorstellen können, das unsere Politverräter so weit gehen.

    1. Obwohl ich mir nicht 100 Prozent sicher bin das dies auch wirklich stattgefunden hat in Berlin.

  4. Die Sparda-Bank hat im geschilderten Fall vermutlich recht. Soll-Zinssatz heißt lediglich, dass es sich um den Zinssatz handelt, den der Darlehensnehmer zu zahlen hat. Das Gegenteil ist der Haben-Zins, den der Sparer von der Bank erhält. Wird ein Soll-Zinssatz für eine bestimmte Laufzeit festgeschrieben, und das scheint hier der Fall zu sein, dann handelt es sich um eine Zinsbindung. Die Zinsbindung wiederum hat den Charakter einer Wette und einer Versicherung zugleich. Der Kreditnehmer weiß, dass die Zinsen seines Kredites während der Laufzeit nicht steigen werden. Die Bank setzt dagegen darauf, dass das Zinsniveau während der Laufzeit eher sinken könnte.

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