(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

EINE WICHTIGE PETITION!

Viele meiner Leser wissen, daß ich den Politik-Blog „conservo“ betreibe (www.conservo.wordpress.com). Unter der Überschrift „Warum ich conservo gründete“ des Kapitels zur Begründung für die Einführung dieses Blogs (anno 2010) schrieb ich damals u.a.:

„Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich zu sein haben – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DEN, DIE, DAS Jesus“ beten können sollen? (…)

(…) Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, …

…z. B. auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Zusätzlich will man mich zwingen, „Gender-Sternchen“ – oder auch „Gendersternchen plus Bindestrich“ zu benutzen („Grün*Innen“); man sagt mir aber nicht, wie ich sie aussprechen soll, ohne die Zuhörer verrückt zu machen.

Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutscher Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist.“

Soweit mein alter conservo-Text. Nun interessiert das den Duden gewiß nicht, weil für ihn unverbindlich. Er, den bisher Generationen von Lesern als DAS korrekte Deutsch-Nachschlagewerk ansehen, ist nun offensichtlich dem Genderwahn verfallen. Was bisher galt, gilt nicht mehr. Jetzt heißt es: Aus die Maus – ohne Geschlechterzuordnung läuft nix!

Exzentrisches Duden-Sprachlabor

Die Duden-Reaktion will mit der Praxis aufräumen, bei der Angabe eines Begriffes grundsätzlich das „generische Maskulinum“ anzuführen. „Mieter“ reicht nicht mehr, es muß auch eine „Mieterin“ her. Dito „Handwerker“, „Apotheker“, „Lehrer“ usw., obwohl Begriffe wie diese alle Geschlechter umfassen.

Schon gar nicht mehr lustig ist die dazu geplante Erläuterung: Künftig ist der „Mieter“ nicht mehr „jemand, der etwas gemietet hat“, sondern er gilt nun als „männliche Person, die etwas gemietet hat“. Entsprechend lautet die Bedeutung von „Mieterin“ in Zukunft „weibliche Person, die etwas gemietet hat“. Damit hat das „generische Maskulinum“ ausgedient.

Der Duden plant also, rund 12.000 Artikeln über Personen- und Berufsbezeichnungen jeweils einen zweiten, weiblichen hinzufügen. Im Laufe dieses Jahres soll nach den (wohl feststehenden) Plänen der Duden-Redaktion das gesamte Online-Wörterbuch überarbeitet werden. Damit würde faktisch das generische Maskulinum verschwinden.

Inzwischen ist es in vielen Redaktionen in einem Akt vorauseilender Reformitis schon fast normal, nicht immer nur auf die männliche Formulierung zurückzugreifen. Trotzdem wird das generische Maskulinum immer noch deutlich bevorzugt – nicht selten aus profanen Gründen. Bisher wurde unter „Mieterin“ auf die männliche Form verwiesen. Das Wort „Mieter“ stand für das generische Maskulinum, das alle Geschlechter umfaßt und damit als geschlechtsneutral galt.

Kathrin Kunkel-Razum, Leiterin der Duden-Wörterbuchredaktion, beschreibt (äußerst verschwurbelt) den Wandel in der Redaktionspolitik so:

„Wir sehen in der Kernbedeutung tatsächlich die Beschreibung eines Geschlechts und zwar in der Symmetrie zur weiblichen Bezeichnung. Das heißt nicht, dass wir leugnen, dass es stärker  generische Verwendungen gibt im Sinne von ‚zum Arzt gehen‘ oder ‚die Ärzte dieses Krankenhauses operieren‘. Wobei wir letzteren Fall schon für kompliziert halten, weil man dann eben tatsächlich nicht genau weiß: Sind da auch Frauen beteiligt oder nicht?“

Kein Zwang zum Gendern?

Ja, liebe Leser, da ich nicht (allzu) blauäugig bin, kann ich mir gut vorstellen, daß bald auch das „Gender-Sternchen“ in den Duden kommt. Noch ist es nicht so weit. Glaubt man Kathrin Kunkel-Razum von der Duden-Redaktion, dann wird das Sternchen nicht in den Duden-Rang erhoben. (Ich sag derweil mal vorsichtig: noch nicht!)

„Der Duden hat das Sternchen generell nicht eingeführt. Wir äußern uns zum Sternchen an verschiedenen Stellen und ansonsten plädiert Duden nach wie vor dafür, so wie wir das schon seit mehreren Jahren machen, alle Möglichkeiten geschlechtergerechter Sprache zu nutzen. Das empfehlen wir auch in den drei Ratgebern, die wir zu diesem Thema inzwischen aufgelegt haben, und da ist das Sternchen ja nur eine von vielen Varianten.“

Die werte Dame unterschätzt wohl die „magische Kraft des Faktischen“, die auch – und gerade – im Sprachbereich gilt. Je mehr innerhalb der Redaktion gegendert wird, desto eher wird „Gendern“ zur Duden-offiziellen Sprache.

„Irreführung des Lesers“

Die Absicht der Duden-Redaktion ist auch für den (auch von mir als Mitglied unterstützten) „Verein Deutsche Sprache“ (VDS) eine „Irreführung des Lesers“: Mieter, Arzt, Schüler „sind sowohl spezifisch männlich als auch generisch, also geschlechtsneutral, verwendbar.“ Genau so gebrauche diese Wörter die Sprachgemeinschaft. Der Duden wisse sehr wohl, daß die neuen Definitionen falsch sind. Das sei „völlig unverantwortlich“, die Duden-Redaktion sei dem „aktuellen Gender-Unsinn“ offenbar vollends verfallen.

Mit den so geänderten Definitionen wird die sprachliche Realität eben nicht abgebildet. Damit mißbraucht der Duden seinen Einfluß. Ein Wörterbuch sollte den Sprachgebrauch dokumentieren, aber nicht versuchen, ihn zu verändern.

Der Kommentar im neuen VDS-Rundschreiben (Verein Deutsche Sprache):

„Gegenderte Berufsbezeichnungen hört man zwar dauernd, aber stets aus denselben Quellen, den Medien. So wie es Kreise gibt, die einem bekannten Politiker zugestehen, dass er Frauen in den Schritt greifen dürfe, so gibt es Meinungsblasen, die ihre Auffassung in einer – kaum noch bestrittenen – soziologischen Frage mit dem mehrheitlichen, allgemeinen Sprachgebrauch vermengen. Das tun sie erklärtermaßen mit Absicht. Offenbar muss die dumme Mehrheit der Bürger so lange belehrt werden, bis auch sie redet, wie es sich gehört. Ob Umerziehung der Mehrheit Aufgabe der Medien ist, sei nur am Rande gefragt. Bei der Musikauswahl im Radio berufen sich die Medien auf die Wünsche der Mehrheit ihrer Hörer.

Also was nun?

Die so vom Gendern Bewegten verwirbeln zwei Dinge, die wenig miteinander zu tun haben. Wer hat denn noch etwas dagegen, die Sache der Frauen zu stärken? Trotzdem lehnen die meisten das Gendern ab, auch die Frauen. Am Ende richtet sich der Zorn der Lernunwilligen gegen die Frauen, die zwar nichts dafür können, aber kaum zu Wort kommen. Einstweilen ernten die Frauen Lippenbekenntnisse, mehr nicht“. (ob / (Quelle: VDS e. V.: Infobrief vom 08.01.21)

Meine Schlußbemerkung beschreibt den Irrsinn der Duden-Redaktion in einem Satz:

Das Festhalten am generischen Maskulinum würde 12.000 zusätzliche Wörterbuchartikel überflüssig machen und den Lesern das Sternchen ersparen.

Ich könnte wetten, daß der Duden dies ignorieren wird.

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UNTERSCHREIBEN SIE BITTE UNSERE PETITION!

Der meinen Lesern durch vielfältige und oft erfolgreiche Petitionen seit Langem bekannte Publizist Eberhard Pröls schreibt mir erneut und bittet mich sowie unsere Leser um Unterstützung. Dieser Bitte schließe ich mich gerne an:

(Eberhard Pröls schreibt:)

„Die Redaktion des Duden macht sich zum Vorkämpfer der Gender-Ideologie und schafft in der Online-Ausgabe des Duden das generische Maskulinum ab.

Damit widerspricht der Duden nicht nur den Regeln der deutschen Grammatik, sondern auch dem Bundesgerichtshof, der im März 2018 letztinstanzlich festgehalten hat, dass mit der Bezeichnung „der Kunde“ Menschen jeglichen Geschlechts angesprochen seien.

Unterzeichnen Sie jetzt unsere Petition, und fordern Sie die Duden-Redaktion auf, auf Gender-Experimente zu verzichten, die Sprach-Revolution abzusagen und zu den gerichtlich bestätigten Regeln der Grammatik zurückzukehren.

Grüß Gott und Guten Tag, Peter,

mit ihrem Vorstoß der Abschaffung des generischen Maskulinums in der Online-Ausgabe des Duden hat die Duden-Redaktion eine intensive Diskussion ausgelöst

Denn die Abschaffung des generischen Maskulinums widerspricht nicht nur den Regeln der deutschen Grammatik, sondern auch dem Bundesgerichtshof, der im März 2018 letztinstanzlich festgehalten hat, dass mit der Bezeichnung „der Kunde“ Menschen jeglichen Geschlechts angesprochen seien.

Das generische Maskulinum ist im Deutschen wie in vielen anderen Sprachen üblich und bewirkt, dass  Bezeichnungen wie Lehrer, Polizist, Beamter usw. alle Geschlechter umfassen.

Wir gehen davon aus, dass sich die Redaktion nur durch massiven öffentlichen Druck dazu bewegen lassen wird, umzukehren und dieses Vorhaben zu stoppen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie unsere Petition jetzt unterzeichnen:

Unterzeichnen Sie die Petition mit der Forderung an die Duden-Redaktion, auf Gender-Experimente zu verzichten, die Sprach-Revolution abzusagen und zu den bewährten Regeln der Grammatik zurückzukehren.

Wie absurd und unsinnig die Sprach-Revolution durch die Duden-Redaktion ist zeigt sich daran, dass bis Ende 2021 für die Online-Ausgabe des Wörterbuches 12.000 Artikel überarbeitet werden sollen.

Lehrer, Polizist, Beamter usw. soll künftig nur noch Männer umfassen. Sobald in einem Text Männer und Frauen gemeinsam gemeint sind, müsste dann z.B. Lehrer und Lehrerinnen, Polizisten und Polizistinnen, Beamte und Beamtinnen usw. geschrieben werden.

Sollte sich das Vorhaben des Duden durchsetzen, wäre außerdem weiterer Ärger absehbar, denn vermutlich würde innerhalb kürzester Zeit eingeklagt werden, dass Angehörige des “Dritten Geschlechts” nicht diskriminiert werden dürfen, so dass eine zusätzliche diverse Form der Worte definiert werden müsste.

Viele tausend weitere Artikel würden den Duden aufblähen und dazu führen, dass geschriebene und gesprochene Sprache kaputt gegendert wird. Denn wer würde schon z.B. “Lehrer, Lehrerinnen und Lehrdiverse, Polizist, Polizistinnen und Polizeidiverse oder Beamte, Beamtinnen und Beamtdivs” schreiben oder lesen wollen.

Wir brauchen Sie, wir müssen viel aktiver werden in unserem Kampf gegen die von der Gender-Lobby ausgehende Sprachrevolution im Online-Duden. Bitte unterzeichnen Sie jetzt unsere Petition:

>Fügen Sie Ihren Namen hinzu: Fordern Sie Duden-Chefredakteurin Kathrin Kunkel-Razum und CPO Georg Müller-Loeffelholz auf, ihre Gender-Experimente zu beenden!

Wir starten diese neue Kampagne, um sicherzustellen, dass die Duden-Redaktion versteht, dass es uns wichtig ist.

Wir fordern, dass sie die Verwendung von Gender-Sprache im Duden beenden und an den Regeln der deutsche Grammatik festhalten und das Urteil des Bundesgerichtshofs beachten, der im März 2018 letztinstanzlich festgehalten hat, dass mit der Bezeichnung „der Kunde“ Menschen jeglichen Geschlechts angesprochen seien.

Wir werden nicht zulassen, dass die Gender-Ideologen unsere Sprache zerstören!

Danke für alles, das Sie tun.

Eduard Pröls und das gesamte Team von CitizenGO“

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Weitere Informationen:
Der “Duden” macht mit dem Gendern Ernst (Die Presse):
https://www.diepresse.com/5919802/der-duden-macht-mit-dem-gendern-ernst
Gendern: Online-Duden ändert Personenbezeichnungen (NDR):
https://www.ndr.de/kultur/Gendern-Online-Duden-aendert-Personenbezeichnungen,duden132.html
Wie männlich ist der Lehrer (Deutschlandfunk):
https://www.deutschlandfunk.de/gendergerechter-online-duden-wie-maennlich-ist-der-lehrer.691.de.html?dram:article_id=490547
Duden-Diskussion: Wenn Gender-Sprache zum Schwachsinn wird (Merkur .de):
https://www.merkur.de/welt/duden-diskussion-wenn-gender-sprache-zum-schwachsinn-wird-90195836.html
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www.conservo.wordpress.com     15.02.2021

Von conservo

Conservo-Redaktion