Der Evangelist und frühere ProChrist-Leiter Ulrich Parzany – eine Ausnahme in der heutigen, relativierenden Zeit

Offener Brief von Hans Penner
Zitate ausgewählt von Maria Schneider

Ulrich Parzany. ProChrist/martinweinbrenner.de, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons

Der Glaube an Jesus Christus und der Glaube an den Koran sind unvereinbar. Diese Ansicht vertritt der Evangelist und frühere ProChrist-Leiter Ulrich Parzany in einem Beitrag für die Evangelische Nachrichtenagentur idea. Hintergrund ist ein von kirchlichen, muslimischen und jüdischen Repräsentanten unterschriebenes „Gemeinsames Manifest gegen den Terror“ nach dem Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris. Demnach vereine Christen, Juden und Muslime „die Verantwortung vor Gott“.” (Quelle)

Weiter zeigt er die Tabuthemen der Kirche auf: die verschwundene Autorität der Bibel, die mangelnde Qualität kirchlicher Arbeit, die fehlende „Einigkeit in der Pfarrerschaft über die Grundaussagen des christlichen Glaubens“. „Wer die Bibel liest, kann sich mit den bestehenden Verhältnissen in den Kirchen nicht abfinden“, schreibt Parzany. Er ist trotzdem davon überzeugt, dass Jesus auch in den Landeskirchen Gemeinde baut und zeigt Möglichkeiten auf, wie das konkret in den Gemeinden aussehen kann. Der Schaden sei groß, so Parzany, „meine Hoffnung aber, dass Gott durch den heiligen Geist die Kirche erneuern kann, ist größer.“ Einen Auftrag zur Umsetzung der biblischen Grundlage sieht er auch in den Landeskirchlichen Gemeinschaften und Freien Werken.” (Rezension zu „Was nun Kirche?“ von Ulrich Parzany)

Sehr geehrter Herr Parzany,

der verhängnisvolle Bultmann-Vortrag 1941 hat die Evangelische Kirche gespalten in Befürworter und Gegner der Historisch-Kritischen Exegese. Die Folge ist eine Entchristlichung der Evangelischen Kirche. Vermutlich die überwiegende Mehrheit der evangelischen Pfarrer

– hält die Bibel für eine Sammlung von Mythen,
– befürwortet die Tötung ungeborener Kinder,
– hält das Apostolische Glaubensbekenntnis für falsch,
– lehnt wie alle Landesbischöfe das Sola-Scriptura-Prinzip der Reformation ab,
– arbeitet für den Antichrist durch die Förderung des Islams und
– fördert den antichristlichen Neomarxismus,

– propagiert die Klimalüge und hilft mit, unsere Energieversorgung zu ruinieren.

Reformbemühungen der Bekenntnisbewegung waren nicht erfolgreich. Wenn man an das sicher bekannte Zitat von Landesbischof Dietzfelbinger denkt, dann ist heute die Gründung einer “Bekennenden Kirche” mindestens ebenso nötig wie damals im NS-Staat.

Dieses Schreiben kann verbreitet werden.

Mit freundlichen Grüßen
Hans Penner

Wir brauchen keine matten oder glatten Gemeinden, sondern Gemeinden, die einen Aufstand für das Evangelium machen.
Ulrich Parzany Quelle: In seiner Predigt bei ProChrist 2013